Sonntag, 23. August 2026

Rezension: Arne Jensen - Eine vergessene Schuld

Wenn die Geschichte bis ins Heute reicht...

Der pensionierte Verfassungsrichter aus Karlsruhe Rudolf Heppner hat in den letzten beiden Jahren viele kontroverse Diskussionen über politische Grundsatzthemen ins Leben gerufen. Denn auf seiner Homepage und in den sozialen Medien ist er ständig präsent und zieht die Aufmerksamkeit des rechten, aber auch des linken Lagers auf sich. Als er als Gast in einer Talkshow eingeladen ist, wird ein Attentat auf ihn verübt. Der verkleidete Mann hat sich unter falschen Tatsachen in das Firmengebäude geschlichen und dann mit einer Waffe auf den ehemaligen Richter gezielt. Dass dieser überlebt hat, war wohl genauso geplant, doch warum hat dieser Anschlag überhaupt stattgefunden? Die Ermittler Harry Glaser und Filippa Andrescu stehen vor einem Rätsel. Denn was ist das Motiv, soll es weitere Anschläge geben und wer war überhaupt der Täter oder die Täterin? Um Rudolf Heppner besser verstehen zu können, wird ihnen eine Kriminalpsychologin zur Seite gestellt, die hinter die Fassade des alten Mannes blicken soll. Aber auch sie kämpft gegen eine innere Schuld gegenüber ihrem jüngeren Bruder, sodass sie lange nicht weiß, ob sie diesen Fall tatsächlich übernehmen und ausführen kann. 

Arne Jensen hat in diesem Roman das Thema der Schuld in den Mittelpunkt gestellt. Auf mehreren Zeitebenen dreht sich alles um unterschiedliche Personen und deren Anteil am Zeitgeschehen. So wurde der ehemalige Richter Rudolf Heppner zwar im Heute zum Opfer eines Attentats, hat er aber doch in seiner Vergangenheit durchaus Schuld auf sich geladen, die ihn vielleicht noch bis in die Gegenwart beeinflusst. Neben dem Jahr 2023, in dem die Ermittlungen und der Anschlag stattfinden, gibt es auch noch die Jahre 1944/45, wo ein Halbjude als Marinesoldat in den Niederlanden dient und die Jahre 1969/70, als Rudolf Heppner als 17-jähriger eigene Wege geht und die Vergangenheit des Vaters ihn einholt. Auch der Krieg in Syrien 2001 findet Erwähnung und spielt eine Rolle im Geschehen. Diese vielen Zeitebenen verbinden sich im Verlauf des Romans zu einem Ganzen und sorgen für eine tiefgründige Handlung.

Ich war sehr gespannt auf das Buch und hatte eigentlich keinerlei Erwartungen, denn das Thema der Schuld ist ja ein sehr großes und breites. Allerdings hat der Roman beinahe zwei Drittel gebraucht, um mich endlich zu fesseln und dazu zu bringen, weiterlesen zu wollen. Denn gerade anfangs habe ich mich häufig gefragt, wozu es die beiden Zeitebenen (Gegenwart und 1944) braucht. Das kenne ich aber auch von anderen Romanen und war gespannt, wann die Fäden wohl zusammenlaufen. Leider konnten mich aber zu diesem Zeitpunkt auch die Gegenwart mit den polizeilichen Ermittlungen und der Geschichte rund um Rudolf Heppner nicht packen, denn irgendwie war mir immer zu wenig los und alles hat sich in die Länge gezogen. Die vier Sterne bekommt das Buch letztendlich nur, weil es im letzten Drittel tatsächlich noch spannender wurde und ich den Roman dann auch beenden wollte.  

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: Heyne
Seitenzahl: 480
Ersterscheinung: 14.01.2026
ISBN: 9783453429574
Preis: 17,00 

Vielen Dank an das Bloggerportal, den Heyne-Verlag und Arne Jensen für das Rezensionsexemplar! 

Samstag, 22. August 2026

Rezension: Amy Guglielmo & Natalia Rojas Castro - Große Kunstgeschichten. Frida Kahlo

Das beeindruckende Leben der Frida Kahlo

Frida Kahlo wurde 1907 als fünftes von sechs Kindern in Mexiko-Stadt geboren. Ihr Leben begann wunderschön, allerdings erlitt es einen tiefen Einschnitt durch Fridas Erkrankung an Kinderlähmung, die sie neun Monate an ihr Bett fesselte. Es war unfassbar langweilig und einsam dort und bei ihrer Rückkehr in die Schule, machten sich die anderen Kinder über ihr verbliebenes Hinken lustig. Doch Frida war stark und bekam viel Unterstützung durch ihren Vater, der sie zu seinen Reisen durch Mexiko mitnahm und ihr die historischen Gebäude zeigt, die er fotografierte. Bereits mit fünfzehn Jahren lernte sie den Künstler Diego Rivera kennen und war beeindruckt von seiner Kunst. Nach einem schweren Busunfall mit vielen Brüchen, unter anderem auch an ihrer Wirbelsäule, musste sie einen Monat im Krankenhaus verbringen und danach auch noch Zuhause im Bett liegen. Hier entdeckte sie ihre Fähigkeit, alles Gesehene zu malen. Mit vielen Porträts hielt sie ihre momentane Situation fest, was bis zu ihrem Lebensende die Art bleiben sollte, ihre Gefühle zu verarbeiten. Als sie wieder aufstehen durfte, wandte sie sich an Diego Rivera, um ihn um seine Meinung zu ihren Kunstwerken zu bitten. So lernten sie sich immer besser kennen und schließlich auch lieben. Doch ihre Ehe war schwierig und nach einem fünfjährigen Aufenthalt in den USA trennten sie sich. Aber Beide waren unglücklich und fanden schließlich wieder zueinander. Auch Fridas Kunst wurde immer bekannter und wurde sogar in Paris ausgestellt. Als Frida schließlich 1954 verstarb, folgte ein sehr langer Trauerzug ihrem Sarg und zollte ihr Respekt. Denn ihr Leben war niemals leicht, dennoch hat sie die Kraft gefunden, ihren Schmerz in Kunst zu verwandeln.

Die Autorin Amy Guglielmo hat das Leben von Frida Kahlo auf kindgerechte Weise erzählt. Sie geht mit viel Mitgefühl auf die Erkrankungen der Künstlerin ein und zeigt so, wie stark und kämpferisch sie war. Gemeinsam mit den Illustrationen von Natalia Rojas Castro wird das Buch perfekt abgerundet und die Texte mit farbenfrohen Bildern, ein wenig im Stil von Frida Kahlo, untermalt. 

Frida Kahlo ist eine beeindruckende Persönlichkeit, die meine Tochter und ich in diesem Buch genauer kennenlernen durften. Da das Buch auf viele Stationen in Fridas Leben eingeht, ist es sehr ausführlich und vermittelt einen guten Eindruck der lebensbejahenden Mexikanerin. Daher empfehlen wir das Buch gerne weiter, denn es ist rundum gelungen!  

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: DK Verlag Dorling Kindersley
Seitenzahl: 56
Ersterscheinung: 25.03.2024
ISBN: 9783831047444
Empfohlenes Alter: ab 8 Jahren 
Preis: 12,95
Reihe: Große Kunstgeschichten 

Vielen Dank an den DK-Verlag, Amy Guglielmo und Natalia Rojas Castro für das Rezensionsexemplar!

Freitag, 21. August 2026

Rezension: Beate Sauer - Das Haus in Charlottenburg

Elise und der Weg in ihr eigenständiges Leben 

Berlin, 1893: Elise lebt mit ihrer Mutter, ihrer kleinen Schwester Marie und ihrem Bruder Willi auf beengten Verhältnissen in einer Wohnung in Wedding. Da der Vater schon lange verstorben ist, ist die Familie auf jeden Pfennig angewiesen, den sie verdienen können. Doch Elises Chefin ist bösartig und kann Elise nicht leiden, was diese ständig zu spüren bekommt. Als sie ihr auch noch einen freien Sonntag verweigert, obwohl dieser laut Gesetz eigentlich jedem Angestellten zusteht, hat sie die Nase voll. Schließlich zählt die Gesundheit ihrer achtjährigen Schwester mehr, als eine unterbezahlte Arbeitsstelle. Natürlich bereut Elise ihre übereilte Entscheidung schnell, kann aber nichts mehr daran ändern. Mit diesem ersten Aufbäumen spürt sie, dass sie mehr von ihrem Leben will und mehr dafür eintreten muss. Aber wird ihr das immer gelingen? Mit dem liebenswerten Architekten Johann fühlt es sich auf jeden Fall leichter an und Elise erfährt von ihm, was genossenschaftliches Bauen bedeutet und wieviel dadurch für die Arbeiterschicht besser werden könnte. Doch kann Johann seinen Traum vom guten Wohnen für alle Wirklichkeit werden?

Beate Sauer hat einen fesselnden Erzählstil, der ihre Leser*innen schnell mitten hinein ins Berlin der Kaiserzeit nimmt. Da die Autorin sehr detailreich und atmospärisch das Leben zu dieser Zeit beschreibt, fühlt es sich schnell so an, als existieren Elise, Johann und all die anderen wirklich. Durch die unterschiedlichen Perspektiven, aus denen die Autorin die Handlung schildert, erhalten die Leser*innen deutlich tiefere Einblicke in die Gedanken, Pläne und Erinnerungen der Charaktere. 

Schon bei der ersten Seite des Buches wusste ich, dass ich ein Lesehighlight in den Händen halte. Denn die Handlung während dem gesamten Roman ist mitreißend, die Charaktere nahbar und sympathisch und die Geschehnisse mitreißend. So hat es mich sehr fasziniert, dass hier eine offenbar stark unterschätzte Frau, die Böse ist und über die Leben von vielen Menschen regiert, als handele es sich um ein Theaterstück. Ebenso in ihren Bann gezogen haben mich aber Elise, Johann und dessen Freund Louis, die mit ihrem gesamten Tun einem Ziel zustreben und bereit sind, große Opfer zu bringen. Ein rundum perfekt gelungener, fesselnder Roman! 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Heyne
Seitenzahl: 464
Ersterscheinung: 14.01.2026
ISBN: 9783453442245
Preis: 17,00 

Vielen Dank an das Bloggerportal, den Heyne-Verlag und Beate Sauer für das Rezensionsexemplar! 

Donnerstag, 20. August 2026

Rezension: Kirsteen Robson & Gareth Lucas - Meine ersten Wimmelrätsel: Bei den Dinos

Langeweile ade mit diesem tollen Dino-Wimmelbuch!

Bei den Dinos ist momentan so viel los, dass ständig etwas verschwindet und gesucht werden muss. So sucht einer seinen Besen, während ein anderer sich die Klauen lackiert. Auch eine Handtasche, eine Schwimmbrille und ein Picknickkorb werden vermisst. Außerdem wimmelt überall eine kleine weiße Maus herum, die es auch zu finden gilt.

Während der Illustrator Gareth Lucas seine Leser*innen mit den farbenfrohen, kindgerechten und detailreichen Wimmelbildern unterhält, sorgt Autorin Kirsteen Robson für die passenden und kurzformulierten Suchaufgaben. Gemeinsam sorgen sie so für ein unterhaltsames Mitmachbuch. 

Dieses Wimmelrätselbuch ist die perfekte Mischung aus Suchaufgaben für Kinder ab vier Jahren und Dino-Fans. So werden sie perfekt aus ihrer Langeweile gerissen und haben für einige Zeit zu tun, indem sie sämtliche Suchaufgaben erfüllen und den Dinos beim Toben zusehen. Besonders positiv ist mir noch aufgefallen, dass auf jeder Seite Suchaufgaben versteckt sind, bei denen das Zählen von eins bis acht ganz nebenbei geübt wird. 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Usborne
Seitenzahl: 32
Ersterscheinung: 12.03.2026
ISBN: 9781035705337
Empfohlenes Alter: ab 4 Jahren
Preis: 5,95
Reihe: Meine ersten Wimmelrätsel-Bücher 

Vielen Dank an den Usborne-Verlag, Kirsteen Robson und Gareth Lucas für das Rezensionsexemplar! 

Mittwoch, 19. August 2026

Rezension: Regine Kölpin - Die Farben der Provence

Eine Auszeit inmitten der Provence

Kathrin ist erst 35 Jahre alt und musste schon erleben, dass ihr Leben auf der Kippe stand. Obwohl sie mittlerweile wieder vollkommen gesund ist, hat sie diese schwierige Zeit sehr beeinflusst. Sodass sie mittlerweile nicht mehr mit Tobis Art zurechtkommt, obwohl der es als ihr Freund nur gut meint. Denn er plant für sie mit und gestaltet ihre Zeit so, wie er es für richtig hält, ob Kathrin es gerade gut findet, erfragt er nie. Deshalb zieht Kathrin eines Abends einen Schlussstrich und beschließt, einige Zeit allein an einem weit entfernten Ort zu verbringen, um wieder zu sich selbst zu finden. Schnell ist ihr Wunschort gefunden: Le Lavandou in der Provence. Bereits nach wenigen Tagen dort spürt sie eine Leichtigkeit, die sie in Deutschland nicht mehr hatte und auch Freundinnen sind schnell gefunden. Nur zwischen ihr und Tobi wird die Kommunikation zunehmend schwierig und mit Sanne kommt auch noch Eifersucht ins Spiel. Wird ihre Beziehung diese vorübergehende Trennung überdauern können?

Regine Kölpin verbindet in diesem sommerlichen Wohlfühlroman die Leichtigkeit der französischen Lebenskultur, die Schönheit der Côte d'Azur und die Tiefgründigkeit von Kathrins Selbstfindung miteinander. So entsteht eine Lektüre, die eine Sehnsucht nach der Provence in ihren Leser*innen weckt, die Lust auf eine Reise dorthin macht, bringt sie aber gleichermaßen zum Nachdenken und Hineinfühlen in die Protagonistin. Da die Autorin einen flüssigen und kurzweiligen Erzählstil, liest sich das Buch sehr schnell. 

Ich mochte den Roman wirklich gerne, denn er ist die perfekte Kombination aus Liebe, Freundschaft und Selbstfindung vor einer traumhaften Kulisse, die das Fernweh in mir weckt. 

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: more ein Imprint von Aufbau Verlage GmbH & Co. KG
Seitenzahl: 256
Ersterscheinung: 15.04.2026
ISBN: 9783987510946
Preis: 12,00
Reihe: Ferienzeit und Glücksgefühle, Band 1 

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Regine Kölpin für das Rezensionsexemplar! 

Dienstag, 18. August 2026

Rezension: Virginie Aladjidi & Caroline Pellissier & Emmanuelle Tchoukriel - Steinpilz, Trüffel, Pfifferling

Die große Welt der Pilze

Pilze gibt es überall auf der Welt, sogar in der Arktis wurde 2019 ein Fossil eines Pilzes entdeckt. Seither ist belegt, dass Pilze bereits seit einer Milliarde Jahre vorhanden sind. Gemeinsam mit den Bakterien sind sie somit die ersten Lebensformen auf der Erde. Die Anzahl der Arten ist unbekannt und wird auf ca. 3,8 Millionen geschätzt, von denen aber nur die knapp vier Prozent bekannt sind. Alleine in Deutschland existieren rund 14 000 Pilzarten, von denen rund 100 Sorten reine Speisepilze sind. Allerdings sind die restlichen Sorten nicht alle gifitg, sondern meist einfach nur ungenießbar und deshalb nicht im Interesse der "Pilzsammler". Da Pilze natürlich nicht nur wachsen, um in der Pfanne der Menschen zu landen, sondern auch dienen dem Wald auch als "Zersetzer" oder sind als "Mykorrhiza-Pilze" in einer Symbiose mit Bäumen, wo jeder den anderen unterstützt. 

Aus einer engen Zusammenarbeit zwischen der Autorin Virginie Aladjidi und der Illustratorin Emmanuelle Tchoukriel ist dieses Buch entstanden. Es widmet sich neben mitteleuropäischen Pilzen auch solchen, die in fernen Ländern wachsen und durch ihre besonderen Formen oder Farben auffallen. Auf 33 Tafeln stellen sie die unterschiedlichen Pilzarten vor. Die Darstellung der Pilze wurde mit Aquarell-Farben naturgetreu nachgezeichnet und vereinfacht eine Identifikation in der Natur. Zusätzlich stellt die Autorin jede Pilzsorte anhand einer kurzen Charakteristik vor, sodass Bild und Text sich perfekt ergänzen. 

Dieses Buch hat mich vom ersten Moment an begeistert, denn es enthält neben den wunderschönen und realistischen Illustrationen auch unheimlich viele Fakten über Pilze. So haben nicht nur meine beiden Kinder, sondern auch ich ganz viel Neues über Pilze erfahren. Deshalb empfehle ich das Buch auch gerne weiter und erwähne dabei ausdrücklich, dass dieses Buch für Kinder und Erwachsene geeignet ist! Allerdings habe ich den Steinpilz, den ich vorallem im Wald suche und sammle, im Buch nicht entdecken können, obwohl er im Titel steht...

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Gerstenberg Verlag
Seitenzahl: 48
Ersterscheinung: 30.06.2025
ISBN: 9783836963589
Empfohlenes Alter: ab 6 Jahren 
Preis: 18,00 

Vielen Dank an den Gerstenberg-Verlag, Virginie Aladjidi, Caroline Pellissier und Emmanuelle Tchoukriel für das Rezensionsexemplar!

Montag, 17. August 2026

Rezension: Lulu Moore - Rowing for Love: Wenn die Liebe dsa Ruder übernimmt

Kate & Oz - Eine (un)mögliche Liebe?

Kate Astley hat den Neuanfang gewagt und ihr Medizin-Studium an der Cambridge-University begonnen. Dass sie dafür aus den USA ins weit entfernte Großbritannien ziehen musste, ist ein großes Opfer. Hat sie doch ihre Eltern und ihr altes Leben zurücklassen müssen. Allerdings hat sie dank ihrer Bemühungen nicht nur ein Stipendium für das Medizin-Studium sondern auch für ihre Ruder-Leistungen erhalten und möchte nun unbedingt für das Universitätsteam antreten. Doch das Training ist hart und die Zeit knapp bemessen. Daher hat sie eigentlich gar keine Zeit für einen Freund. Aber Oz geht ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf, seit sie ihn in ihrer ersten Woche in England überrannt hat. Denn er ist total sympathisch, hat unvergleichlich schöne Augen und eine Aufrichtigkeit, die sie noch nie zuvor so erlebt hat. Dass er nicht lockerlässt und um ihre Aufmerksamkeit kämpft, macht es umso schwieriger für sie, standhaft zu bleiben und eine Beziehung zu ihm kategorisch auszuschließen. Kann sie sich doch nicht auf einen Konkurrenten der Oxford-University einlassen, der ganz nebenbei auch noch der Kapitän der dortigen Rudermannschaft ist...

Lulu Moore hat einen fesselnden und berührenden Erzählstil. Dass sie abwechselnd aus Kates und Oz Perspektive erzählt, sorgt für eine zusätzliche Tiefe der Handlung. Obwohl das Rudern als Sportart im Mittelpunkt des Lebens der Beiden steht, kommt auch das übrige College-Leben nicht zu kurz und auch die Freundschaften zu Mitstudent*innen spielen eine  Rolle. Da die Geschehnisse kurzweilig und unterhaltsam sind, fliegen die Seiten nur so dahin. 

Nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte, wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, denn die Friends-to-Lovers-Story von Kate und Oz ist wunderschön und hat mich durchgehend gefesselt. Ich mag es, dass beide Protagonisten so sympathisch und nahbar sind, weshalb sie mir auch schnell ans Herz gewachsen sind. Schön, dass es noch einen zweiten Band der Reihe gibt und ich mich nicht jetzt schon wieder vom Rudern und seinen liebenswerten Anhängern verabschieden muss!  

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Heyne
Seitenzahl: 432
Ersterscheinung: 11.02.2026
ISBN: 9783453442559
Preis: 17,00
Reihe: Rowing for Love, Band 1

Vielen Dank an das Bloggerportal, den Heyne-Verlag und Lulu Moore für das Rezensionsexemplar!