Dienstag, 19. Mai 2026

Rezension: Lesley Sims & Kaly Quarles - Schau mal, wie ich wachse! Vom Samenkorn zur Blume

Eine Sonnenblume wächst

Als ein Vogel ein Samenkorn einer Sonnenblume verliert und es auf den Boden fällt, keimt im nächsten Jahr eine neue Blume daraus. Im Lauf der Monate wächst sie immer weiter und wird zu einer großen Sonnenblume mit einer prächtigen Blüte. Im Herbst beginnt sie langsam zu welken und die Vögel picken sich die Samen heraus. Als wieder ein Samenkorn auf den Boden fällt, beginnt der Kreislauf erneut und auch im nächsten Jahr wird es wieder eine neue Sonnenblume geben. 

Die Autorin Lesley Sims hat gemeinsam mit den Illustrationen von Kaly Quarles ein sehr informatives und wunderschönes Pappbilderbuch über den Jahresverlauf und die Entwicklung einer Sonnenblume erschaffen. So zeigt sie sehr detailiert, wie die Blume heranwächst, sogar die Keimblätter, die später welk werden und abfallen, werden erwähnt. Da die Texte kurz und in kindgerechter Sprache verfasst wurden, sind sie problemlos für Kinder ab drei Jahren geeignet. 

Dieses Bilderbuch hat mich sofort begeistert. Denn meine Kinder und ich waren immer gerne im Garten und haben dabei auch schon viele Pflanzen selbst herangezogen. Da hätte ich mir immer ein solches Buch gewünscht. Daher freue ich mich aber jetzt umso mehr darüber und werde es mit Sicherheit so manches Mal verschenken.  

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Usborne
Seitenzahl: 14
Ersterscheinung: 19.02.2026
ISBN: 9781035705269
Empfohlenes Alter: ab 3 Jahren
Preis: 11,00
Reihe: Schau-mal-wie-ich-wachse-Reihe 

Vielen Dank an den Usborne-Verlag, Lesley Sims und Kaly Quarles für das Rezensionsexemplar! 

Montag, 18. Mai 2026

Rezension: Marit Warncke - Fäden des Glücks

Karlas Rückkehr nach Lüttenbü

Karla hat in ihrer Kindheit jedes Jahr ihre Ferien im baufälligen Gutshaus in Lüttenbü verbracht. Dieser Ort war die einzige Konstante in ihrem Leben, denn aufgrund des Jobs ihres Vaters musste die Familie häufig umziehen. Mit Bruna und deren Bruder Rasmus verbindet sie deshalb die glücklichsten Sommer ihres Lebens - bis ein Streit alles zerstört. Doch nun, nach dreizehn Jahren, in denen sie nie mehr dort war, muss Karla sich um das Gutshaus kümmern. Schließlich hat sie das alte Haus vor zwei Jahren von ihrem Vater geerbt und muss sich nun endlich um die notariellen Angelegenheiten kümmern. Das passt auch leider gut in ihren Terminplaner, denn die plötzliche Kündigung ihres Jobs hat ihr viel Zeit verschafft - allerdings fehlt nun auch die Einkommensquelle, um das Gutshaus wieder so herzurichten, damit sie es verkaufen kann. Aber möchte sie es überhaupt noch loswerden, nachdem sie einige Zeit in den alten Gemäuern verbracht hat, die so viele Erinnerungen in sich tragen und auch wieder eine Verbindung zu Rasmus haben entstehen lassen?

Marit Warncke erzählt sehr emotional und berührend über Karlas Rückkehr an einen Ort ihrer glücklichsten Momente. Schnell wird spürbar, wie Karla entschleunigt und den Stress ihrer stressigen Arbeit abschüttelt. Diese Wandlung ist wunderbar zu sehen und sorgt auch für Entspannung bei den Leser*innen. Ebenso bindet die Autorin ihre Liebe für Innendesign und das Nähen in die Handlung mit ein und baut so eine großartige Wohlfühlatmosphäre auf. 

Ich bin beim Lesen nur so durch die Seiten geflogen und hatte eine wunderschöne Lesezeit. Der Erzählstil von Marit ist lockerleicht, unterhaltsam und dennoch packend. Da ich selbst gern nähe, kann ich die Leidenschaft und Hingabe von Karla nachvollziehen, hätte mich am liebsten selbst sofort an die Nähmaschine gesetzt und auch einen Kissenbezug im Pfingstrosendesign genäht.  

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: HarperCollins Taschenbuch
Seitenzahl: 448
Ersterscheinung: 24.03.2026
ISBN: 9783365012819
Preis: 13,00

Vielen Dank an den HarperCollins-Verlag und Marit Warncke für das Rezensionsexemplar! 

Rezension: Nadine Nennhuber - Der kleine Fuchs Leo

Leo und seine Freunde

Leo ist ein kleiner Fuchs, der seinen Wald liebt. Denn dort erlebt er viele Abenteuer und hat eine Menge Freunde. Sein neuester Freund ist der kleine Hase, dem er auf abenteuerliche Weise nach Hause gebracht hat. Aber auch wenn er Hilfe braucht, sind alle für ihn da und helfen bei der Suche nach dem geliebten Kuschelbären, der Leo immer begleitet. 

Nadine Nennhuber widmet dieses Kinderbuch rund um Fuchs Leo und seine Freunde ganz alltäglichen Themen, wie die Suche nach einem verlorenen Gegenstand, der Freundschaft und Hilfsbereitschaft, die damit einhergehen. Ihre Sprache ist einfach und kindgerecht, sodass Kinder ab drei Jahren keinerlei Verständnisprobleme haben. Da die Texte pro Seite nicht allzu lang sind, schweifen Kinder nicht ab, sondern verfolgen gebannt, wie es weitergeht und haben dabei immer wieder neue Bilder zum Betrachten. Die Illustrationen sind farbenfroh, orientieren sich aber an den Farben des Waldes und sind deshalb nicht grell oder unrealistisch. 

Ich finde das Buch wunderschön und mag die Geschichten sehr. Allerdings empfinde ich die Bindung des Taschenbuchs als nicht allzu stabil und habe meine Zweifel, ob das Buch einem häufigen Ansehen durch einen Dreijährigen lange standhält. Hierbei mag die gebundene Variante die bessere sein. Auch die Illustrationen und deren Anordnung konnten mich nicht vollständig überzeugen, denn manchmal erstrecken sie sich über eine Doppelseite und zeigen eine einzelne Szene. Ein anderes Mal bilden sie zwei sehr ähnliche Situationen ab, die aber irgendwie nichts miteinander zu tun haben und nicht zusammenpassen, wie zum Beispiel den Waldweg einmal mit Fuchs Leo und dem kleinen Hasen, einmal ohne. 

Insgesamt ist das Buch aber schön gelungen und lädt dazu ein, über Freundschaft und Hilfsbereitschaft zu sprechen. 

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: Selfpublisher
Seitenzahl: 81
Ersterscheinung: 24.03.2026
ISBN: 9798252197739
Empfohlenes Alter: ab 3 Jahren
Preis: 15,99 

Vielen Dank an Nadine Nennhuber für das Rezensionsexemplar! 

Sonntag, 17. Mai 2026

Rezension: Stefan Kuhlmann - Umweg zum Sommer

Ein ganz besonderer Roadtrip

Martins Leben ist gerade geprägt von Geldproblemen und fehlender Inspiration für neue Songs. Denn der Chartstürmer hatte in den Nullerjahren einen Hit, der ihm zu großem Ruhm verholfen hat, konnte aber keinen zweiten nachlegen und ist so wieder in Vergessenheit geraten. Dennoch hat Martin sein Leben der Musik verschrieben und muss deshalb auch den Gig als Aushilfsbassist einer anderen Band annehmen. Obwohl er bereits 49 Jahre alt ist, hat er kaum Geld und lebt immer noch in seiner Studentenbude. Als seine Freundin Sophie auch noch Schluss macht, hat er das Gefühl, wieder bei Null starten zu müssen. Als aber nun seine Schwester Nicole aufgrund eines Burnouts eine Therapie in Bayern antreten muss, hat er automatisch die Verantwortung für ihren Sohn Karl. Für Martin droht der Gig in Portugal ins Wasser zu fallen - höchstens er fährt einfach und erzählt seiner Schwester nichts davon. Das ist der Beginn eines ganz besonderen Roadtrips, der für so manchen unvergesslichen Moment für Martin und Karl sorgt. 

Stefan Kuhlmann hat hier einen unterhaltsamen, kurzweiligen Sommerroman geschaffen, der teilweise nachdenklich stimmt, aber auch mit so mancher Situation zum Schmunzeln aufwartet. Die Reise führt Onkel und Neffe durch die Schweiz, Italien, Frankreich, Spanien und Portugal und schon allein durch die wechselnde Kulisse dieser südeuropäischen Länder kommt Urlaubsstimmung auf. Da sich der Erzählstil des Autors flüssig liest, fliegen die Seiten nur so dahin. 

Obwohl ich anfangs ein paar Schwierigkeiten mit dem Einstieg in die Handlung hatte und erst im zweiten Drittel in einen stetigen Lesefluss gefunden habe, konnte ich letztlich den Roman sehr genießen und in die besondere Atmosphäre eintauchen. Da mir beide Protagonisten im Lauf der Geschichte immer mehr ans Herz gewachsen sind, war ich mit dem Ende sehr zufrieden und fand es perfekt gelungen. 

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 352
Ersterscheinung: 13.05.2025
ISBN: 9783499015984
Preis: 16,00 

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Stefan Kuhlmann für das Rezensionsexemplar! 

Samstag, 16. Mai 2026

Rezension: Huw Richards & Sam Cooper - Selbstversorgung aus dem Garten

Mein Selbstversorger-Garten

Braucht ein Selbstversorger-Garten nicht unheimlich viel Platz? Und auch viel Zeit, bis man endlich etwas ernten kann? 

Diese Fragen sind normal und kommen häufig, wenn es um den Anbau von eigenem Gemüse geht und der Platz begrenzt ist. Doch Huw Richards und Sam Cooper haben sich zusammengetan und innerhalb von zwei Jahren überlegt, ausprobiert, geändert und sich schließlich über Erfolge gefreut. Denn im Garten kann das ganze Jahr über etwas wachsen und reifen und wenn einmal weniger im Garten ist, kann aus einer reich gefüllten Speisekammer gezehrt werden. 

Mit dem ausgeklügelten monatlichen Aussaat- und Pflanzplan und dem systematisch angelegten Garten von nur 10x12,5m Größe ist eine Selbstversorgung tatsächlich möglich. Mit den vielen Rezepten ist eine Haltbarmachung der geernteten Produkte auch kein Problem. 

Ich finde dieses Buch sehr informativ, hilfreich und praxisnah. Deshalb möchte ich in diesem Jahr noch einige der Pflanzpläne ausprobieren und mich mit den Rezepten befassen, damit in diesem Winter mehr aus dem eigenen Garten auf dem Speiseplan stehen kann. 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: DK Verlag Dorling Kindersley
Seitenzahl: 224
Ersterscheinung: 31.01.2025
ISBN: 9783831050024
Preis: 22,95 

Vielen Dank an den DK-Verlag, Huw Richards und Sam Cooper für das Rezensionsexemplar! 

Freitag, 15. Mai 2026

Rezension: Sabine Hofmann - Weiße Westen, schwarze Nächte

Hedys verhängnisvoller Diebstahl

Ruhrgebiet, 1960er Jahre: Hedy Voss wurde schon als Jugendliche zur Diebin herangezogen und sie hat ihre Aufgabe immer gut gemacht. So ist sie auch heute noch auf Diebeszügen und spioniert auf gewitzte Weise ihre Objekte aus. Dass sie gerade in der Villa von Seufert ein verhängnisvolles Notizbuch findet und einsteckt, das noch schwerwiegende Folgen nach sich ziehen würde, hätte sie nicht gedacht. Denn sie klaut vorallem, um selbst über die Runden zu kommen und ihrer psychisch kranken und tablettensüchtigen Schwester die Aufenthalte in kostspieligen Privatkliniken zu ermöglichen. 

Sabine Hofmann hat das Ruhrgebiet der 1960er Jahre als Kulisse für diesen besonderen Kriminalroman gewählt. Denn die damalige Zeit steckt voller Umbrüche. Neben der Gesellschaft, die sich wandelt, ist auch die politische Situation schwierig und es gibt so manchen Spion, der versucht an Informationen zu kommen, um diese dann für seine Seite möglicht positiv zu verwenden. So gibt es in diesem Roman zwei Seiten, die parallel erzählt werden und dennoch irgendwann zu einem werden. Die historischen Hintergründe wurden von der Autorin gut und gründlich recherchiert und perfekt in der Handlung verwendet. 

Ich war wirklich gespannt auf diesen Roman, denn die Autorin ist mir bereits aus anderen Romanen bekannt und ich mag ihre Art zu erzählen. Diesmal konnte sie mich aber nicht so fesseln, wie ich es mir erhofft hatte. Was zum einen daran lag, dass ich anfangs große Probleme hatte, sämtliche Personen zuzuordnen und nicht durcheinander zu kommen. Zum anderen fand ich die Handlungsstränge etwas verwirrend und kam nicht in den erwünschten Lesefluss, sondern habe mich oft ablenken lassen. Dennoch fand ich die Kulisse, die gewählt wurde und die Atmosphäre des, sich im Aufbruch befindlichen Ruhrgebiets sehr gut getroffen und passend für die Handlung. 

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 352
Ersterscheinung: 13.05.2026
ISBN: 9783746642468
Preis: 13,00 

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Sabine Hofmann für das Rezensionsexemplar! 

Mittwoch, 13. Mai 2026

Rezension: Carola von Kessel & Marion Kreimeyer-Visse - Wieso? Weshalb? Warum? Meine Kindergarten-Freunde

Ein gelungenes Freundebuch aus der beliebten Kindersachbuchreihe

Bereits im Alter von drei Jahren finden Kinder es schön, ihre Freunde im einem Freundebuch zu sammeln und sie auf diese Weise nach ihren Vorlieben und Abneigungen und ihren wichtigsten Daten zu fragen. So entsteht eine wertvolle Sammlung an Freunden, die immer eine Erinnerung an die Kindergartenzeit bleiben wird. 

Die Autorin Carola von Kessel hat gemeinsam mit Illustratorin Marion Kreimeyer-Visse ein Freundebuch für die Kindergartenzeit erschaffen. Hier vereinen sie die beliebten Bilder aus den Bücher der "Wieso? Weshalb? Warum?"-Reihe mit unterhaltsamen Fragen an die eintragenden Kinder. So dürfen neben den wichtigsten Fakten wie Name, Alter und Adresse auch Dinge wie Lieblingsessen, Lieblingstier und Lieblingsbuch eingetragen werden. Hierbei werden die Kinder immer miteinbezogen und dürfen ihre Augenfarbe oder ihr Lieblingstier selbst malen. Um auch in diesem Buch ein wenig Wissen zu vermitteln, werden auf jeder Doppelseite kurze Informationen zum Hintergrundthema der Seite vermittelt. Denn die Seiten widmen sich abwechselnd den Themen Wald, Baustelle, Bauernhof, Dinosaurier und Meer. 

Ich bin wirklich begeistert von diesem Freundebuch, denn ich mag die Art, wie die Fragen gestellt werden und nicht nur Eltern diese schriftlich beantworten müssen, sondern Kinder auch selbst mitmalen dürfen. Da ich mit meinen Kindern schon so einige Freundebücher zuhause hatte, finde ich diese Seitengestaltung am allerbesten und perfekt geeignet, um auch wirklich eine handgemachte und persönliche Erinnerung an die Kindergartenzeit zu sein.  

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Ravensburger Verlag GmbH
Seitenzahl: 72
Ersterscheinung: 15.01.2026
ISBN: 4049817601044
Empfohlenes Alter: ab 3 Jahren
Preis: 8,99 

Vielen Dank an Vorablesen Junior, den Ravensburger-Verlag, Carola von Kessel und Marion Kreimeyer-Visse für das Rezensionsexemplar!