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Mittwoch, 23. September 2026

Rezension: Marko Simsa & Silke Brix - Walzerschritt und Polkahit (Buch & Hörbuch)

Eine musikalische Familie und ihr Hits 

Vor 200 Jahren lebte mitten in Wien die Familie Strauß. Vater Johann Strauß war der erste Musiker der Familie und hat seine Liebe zur Musik auch an seine drei Söhne weitergegeben. Und obwohl der Großvater kein Musiker war, hat er großen Anteil an der musikalischen Prägung der Familie, denn in seinem Wirtshaus wurde häufig zum Tanz aufgespielt. Vorallem fahrende Musikanten haben die Gäste mit ihren Stücken unterhalten und auch den Sohn des Wirts, Johann Strauß, begeistert. So komponiert er schon bald erste Stücke. Diese finden immer Anklang bei den Gästen im Wirtshaus, aber bald auch auf der ganzen Welt und man nennt ihn bald den Walzerkönig. Auch sein Sohn Johann entdeckt bald die Liebe zur Musik, komponiert unzählige Stücke und wird Kapellmeister. Sein Bruder Josef glänzt mit tollen Erfindungen, beherrscht aber auch das Klavier und die Violine sehr gut. Ebenso Eduard, der seine Brüder bald beim Musizieren unterstützt. So entstehen immer mehr Polkas und Walzer und sie erhalten die unterschiedlichsten Namen, wie der "Feuerfunken Walzer", die "Eislauf Polka" oder der "Libellen Walzer". Mit ihren unterhaltsamen Stücken sind sie unvergessen und werden auch heute noch bei Tanzveranstaltungen oder dem Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker gespielt.

Marko Simsa hat in diesem Buch für Kinder ab fünf Jahren das Leben und Wirken der Familie Strauß aus Wien in kindgerechte Worte gefasst. Zusammen mit den Illustrationen von Silke Brix wird das Buch perfekt abgerundet und macht das Lesen noch unterhaltsamer. Da das Buch in Kombination mit dem Hörbuch geliefert wird, kann beim Hören der CD im Buch gelesen werden und so das Gehörte verinnerlicht werden, denn sämtliche erwähnte Stücke werden auf der CD abgespielt. 

Meine Tochter und ich finden das Buch sehr gelungen und mögen die Kombination aus Fakten und unterhaltsamen Anekdoten gerne. Allerdings hat uns beim Hörbuch gestört, dass der Autor Marko Simsa, der selbst der Sprecher ist, sehr kindlich spricht, die Sätze langsam liest und übermäßig betont, was für uns sehr anstrengend war. Allerdings würden wir uns trotzdem gerne noch weiter Bände der Reihe ansehen und so noch mehr klassische Komponisten und deren Lebenswerk kennenlernen. 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Jumbo
Ersterscheinung: 9.10.2024
ISBN: 9783833748004 
Gesamtspieldauer: ca. 60 Minuten
Empfohlenes Alter: ab 5 Jahren
Preis: 24,00

Vielen Dank an den Jumbo-Verlag und Sandra Grimm für das Rezensionsexemplar!

Samstag, 20. Juni 2026

Rezension: Franziska Stadler - Die Hofreiterin - Das Versprechen der Liebe

Irma und die Liebe

Wien, 1899: Irma ist froh, endlich als Frau in der Spanischen Hofreitschule arbeiten zu dürfen, denn das Versteckspiel und ihre Verkleidung als Mann waren anstrengend. Durch ihre Sonderrolle wurde auch der Journalist Michael Brunner auf sie aufmerksam und hat, mit ihrem Einverständnis, einen Artikel über die Arbeit in der Hofreitschule, aber auch ihre Begabung im Umgang mit den Lippizanern verfasst. Doch schnell wird klar, dass der junge Mann längst nicht nur beruflich an der jungen Steirerin interessiert ist. Dies ist Stephan Gowalka zwar ein Dorn im Auge, der trotz seiner Ehe mit der querschnittsgelähmten Melanie sein Herz an Irma verloren hat. Dennoch würde er seine Frau niemals verlassen, denn sein Ehrgefühl erlaubt ihm einen solchen Schritt nicht. Aber wird Irma es ertragen können, immer nur heimlich Zeit mit ihrem Geliebten verbringen zu können oder würde eine Beziehung mit Michael Brunner ihr Herz in eine andere Richtung lenken und sie ihren Vorgesetzten vergessen lassen?

Franziska Stadler setzt die Dilogie rund um die Hofreiterin Irma Rehberger ebenso fesselnd fort, wie sie im Vorgängerband bereits begonnen hat. So erhalten die Leser*innen einen tiefen Einblick hinter die Mauern der berühmten Spanischen Hofreitschule und deren Geschichte, aber auch das Wien rund um die Jahrhundertwende wird sehr eindrucksvoll als Kulisse der gesamten Geschehnisse verwendet. Da sich der Erzählstil der Autorin sehr flüssig und schnell liest, fliegen die Seiten nur so dahin und ein Ende ist schneller erreicht, als erwartet.

Obwohl ich kein Pferdemädchen bin und wahrscheinlich auch niemals sein werde, hat mich diese Reihe begeistert. Ich mag es, wie bildlich die Autorin die Situationen mit Pferden schildert und die gut recherchierten historischen Begebenheiten eine unterhaltsame und bewegende Handlung ergeben. Natürlich sorgt die Autorin durch die Liebe zwischen Irma und Stephan und deren Probleme für emotionale Momente, die mich berührt und dazu gebracht haben, immer weiterlesen zu wollen.  

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Seitenzahl: 432
Ersterscheinung: 17.10.2024
ISBN: 9783423220774
Preis: 13,00
Reihe: Die Hofreiterin von Wien, Band 2

Vielen Dank an den dtv-Verlag und Franziska Stadler für das Rezensionsexemplar! 

Sonntag, 18. Januar 2026

Rezension: Sophie Dornbach - Vienna Hearts

Desirées Liebe - eine unglückselige Verbindung?

Wien, 1854: Desirée von Althenau ist die jüngste der vier Schwestern und nun auch die letzte, die noch unverheiratet bei den Eltern lebt. Doch entgegen ihren Schwestern ist es ihr nicht so wichtig, nur aus Liebe zu heiraten. So sucht sie pragmatisch nach einem Ehemann, der viel Zeit bei seiner Arbeit verbringt und so Desirée viel Zeit mit ihrer großen Leidenschaft, den Büchern lässt. Als sie aber dem Landschaftsarchitekten Leonhard von Montfort begegnet, verliert sie ihr Herz an diesen charmanten, gut aussehenden jungen Mann. Dass dessen Mutter aber gegen diese Verbindung ist, lässt sie ihren Sohn immer wieder wissen. Und das, obwohl Leonhards Mutter gleichzeitig auch Desirées Lieblingsbibliothekarin ist und sie sich gut verstehen. Leider steht die beginnende Liebe der Beiden unter keinem guten Stern, denn immer wieder kommt es zu Vorkommnissen, die die gesamte Familie von Althenau in Misskredit bringen sollen. 

Sophie Dornbach hat die vierteilige Reihe rund um die Schwestern der Familie von Althenau nun zu einem Abschluss gebracht. Dieser bringt die Familiengeschichte nun zu einem runden Abschluss und sämtliche Erzählstränge finden nun ein Ende. Desirée ist als jüngste Schwester nun auch an der Reihe, nach deinem Mann zu suchen und begegnet schneller als ihr lieb ist der Liebe. Da die Autorin sehr unterhaltsam erzählt und die Spannung rund um die Bedrohung der Familie lange aufrecht erhalten wird, bleiben die Leser*innen bis zur letzten Seite gefesselt. 

Diese Reihe hat mich so begeistert, dass ich tatsächlich keine Kritikpunkte äußern kann. Es ist großartig, wie das Rätsel um die Bedrohung der Familie immer wieder in den Vordergrund rückt und so den roten Faden durch die vier Bücher bildet. Ich mag es aber auch, wie alle vier Schwestern von Beginn an eine Rolle spielen und deren Leben während der einzelnen Bände voranschreitet, bis schließlich auch die jüngste Schwester sich verliebt. Daher empfehle ich diese Reihe uneingeschränkt weiter und zähle sie ganz klar zu meinen Lesehighlights!

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Heyne
Seitenzahl: 304
Ersterscheinung: 16.07.2025
ISBN: 9783453428799 
Preis: 16,00
Reihe: Die Wien-Saga, Band 4 

Vielen Dank an das Bloggerportal, den Heyne-Verlag und Sophie Dornbach für das Rezensionsexemplar! 

Dienstag, 23. Dezember 2025

Rezension: Patrick Budgen - Das Zwergpudel-Zerwürfnis

Ein neuer Mordfall für Alexander Toth

Eigentlich hat Alexander Toth seinen Job im Fernsehen ja für eine ausgeglichenere Work-Life-Balance aufgegeben. Doch seit er als Bestatter auf dem Wiener Zentralfriedhof arbeitet, kommt ihm nun schon die dritte Mordermittlung in die Quere. Denn die Tote, die nun bestattet werden soll ist niemand anderes als die berühmte Schlagersängerin Cornelia Rothschedl, besser bekannt als Conny Red. Zusammen mit ihrem cognacfarbenen Zwergpudel war sie eine Ikone für viele Schlagerfans. Umso erschrockener waren sie über ihren plötzlichen Tod in der Sauna. Natürlich wusste jeder um ihr starkes Asthma, welches auch an ihrem Ableben schuld sein soll. Doch ein geheimnisvoller Trauerkranz mit hochbrisantem Foto bei der Bestattung lässt Toths Chefin und die Agentin der Sängerin an einen Stalker denken, der nun für schlechte Publicity sorgen kann. Toth und auch seine gute Freundin Marie-Theres, die Sargträgerin beginnen zu ermitteln und wagen einen Blick hinter die Kulissen der berühmten Sängerin. 

Patrick Budgen beherrscht es, spannend und unterhaltsam zu erzählen. Denn einerseits dreht sich alles um die Ermittlungen rund um den Mordfall. Andererseits ist auch Platz für Toths und Marie-Theres Leben und ihre persönlichen Probleme und Gefühle und. Vor der Kulisse des Wiener Zentralfriedhofs entsteht so die perfekte Mischung für einen Cosy Crime-Schmöcker de luxe. 

Da ich die beiden Vorgängerbände der Reihe rund um Toth und seine Kollegin Marie-Theres bisher nicht kannte, war ich sehr gespannt, wie sich der Krimi wohl lesen würde. Und ich wurde so gut unterhalten, dass ich gar nicht mehr zu lesen aufhören wollte. Die Mischung aus Alltag und Krimi ist ausgewogen. Da der Täter lange Zeit nicht bekannt ist, bleibt es auch durchgehend spannend. Natürlich besorge ich mir auch noch die beiden Vorgängerteile, denn ich möchte unbedingt mit den beiden sympathischen Friedhofsangestellten weiterermitteln. Ein rundum gelungener Cosy Crime!

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: edition a
Seitenzahl: 224
Ersterscheinung: 04.10.2025
ISBN: 9783990018439
Preis: 20,00
Reihe: Wiener Zentralfriedhofs-Krimi, Band 3 

Vielen Dank an den edition a-Verlag und Patrick Budgen für das Rezensionsexemplar! 

Dienstag, 9. Dezember 2025

Rezension: Sophie Dornbach - Vienna Passion

Charlotte und die Liebe

Charlotte von Althenau ist die drittjüngste der vier Schwestern. Nachdem Antonia und Bernadette nun verheiratet sind, hat sich ihre Mutter vorgenommen, nun auch ihr endlich einen passenden Mann zu besorgen. Doch Charlotte ist anders als viele Frauen und es widerstrebt ihr nichts mehr, als von einem Mann bevormundet und unterdrückt zu werden. Da einige Männer das von ihr auch bereits ins Gesicht gesagt bekommen haben, ist sie nicht sonderlich beliebt in der Männerwelt. Doch der Gestütsbesitzer Drogo von Wittenhausen scheint ganz angetan von der nur etwa halb so alten Komtess und lässt sich auch von ihrer Direktheit nicht abschrecken. Schließlich ist es vorallem auf der Suche nach einer neuen Ehefrau, die ihm den dringend benötigten Erben schenken kann, ansonsten verspricht er ihr viele Freiheiten und Mitspracherecht in den Angelegenheiten rund um die Pferde, sollte sie sich für ihn entscheiden. Charlottes Eltern sind begeistert und drängen sie dazu, sich weiter mit ihm zu verabreden. Doch Charlotte geht der junge Patissier Sebastian nicht aus dem Kopf, dabei sollte sie ihn schnellstens vergessen, ist er doch nicht standesgemäß für sie. Wie wird sie sich letztlich wohl entscheiden?

Sophie Dornbach erzählt in gewohnt unterhaltsamer und kurzweiliger Weise über die Familie von Althenau und diesmal vorallem über Charlotte, die ungezähmteste und direkteste der Schwestern. Sie ist so liebenswert und besticht die Leser vorallem durch ihren Wagemut und Hilfsbereitschaft, denn seit sie das Geheimnis der Familie kennt, hat sie wirklich Angst um ihre Liebsten. 

Diese Reihe hat mir von Beginn an sehr sehr gut gefallen und ich bin nun wieder voller Freude in das Wien der Kaiserzeit zurückgekehrt. Charlotte hat mich schon vor diesem Buch beeindruckt, denn sie ist ein kleiner Wildfang, meint es aber immer gut mit allen. Auch Sebastian ist die perfekte Partie und könnte nicht besser zur Familie von Althenau passen. Und obwohl sich schnell abzeichnet, dass sich zwischen Charlotte und Sebastian eine Beziehung entwickeln könnte, hat das meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan und ich war gefesselt bis zur letzten Seite!

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Heyne
Seitenzahl: 448
Ersterscheinung: 14.05.2025
ISBN: 9783453428782 
Preis: 16,00
Reihe: Die Wien-Saga, Band 3 

Vielen Dank an das Bloggerportal, den Heyne-Verlag und Sophie Dornbach für das Rezensionsexemplar! 

Montag, 6. Oktober 2025

Rezension: Sophie Dornbach - Vienna Love

 

Bernadettes größter Wunsch geht in Erfüllung

Bernadette von Althenau war während der letzten Monate sehr enttäuscht, denn als die Familie noch in München gelebt hat, hatte sie einen Platz am bayerischen Hofe sicher. Hier in Wien ist ihre Familie aber noch gänzlich unbekannt und sie müssen sich um neue Bekanntschaften und die Einladungen zu Jour Fixe erst verdienen. Während Antonia, wegen der dieser Umzug nur vonnöten war, bereits mit ihrem Benedict glücklich verheiratet ist und das größte Übel abwenden konnte, spürt Bernadette immer wieder diese drohende Gefahr, die sie aber nicht benennen kann. Doch gerade ist sie überglücklich, denn ihre Tante Elinor konnte ihr endlich eine der heißbegehrten Positionen als Hofdame am kaiserlichen Hof in der Hofburg Wiens besorgen. Hier soll sie sich, gemeinsam mit elf anderen jungen Damen, vorallem um die neue Kaiserin Elisabeth kümmern, die bald in Wien ankommen soll. Doch für Bernadette ändert sich alles, als sie plötzlich zur persönlichen Gesellschafterin der eigenwilligen Erzherzogin Maria Karolina ernannt wird und sich mit deren egoistischen Auswüchsen beschäftigen muss. Für Bernadette gibt es nur einen Lichtblick und das ist der häufige Kontakt zu Karl Ludwig von Trauttmannsberg, dem sie seit ihrer ersten spontanen Begegnung im Hofgarten an verfallen war.

Sophie Dornbach knüpft beinahe nahtlos an den ersten Band der Reihe an und wiederholt nur die allernötigsten Details aus dem ersten Teil. So sorgt sie sofort für unterhaltsame Lesestunden und nimmt ihre Leser*innen direkt mit hinein in das Leben der Bernadette von Althenau und ihrer Familie. Auch das höfische Leben spielt diesmal eine große Rolle und zeigt das Leben als Hofdame. Allerdings darf die Romantik auch diesmal nicht zu kurz kommen, denn Bernadettes und Karl Ludwigs Liebesgeschichte ist während der gesamten Handlung präsent.

Da ich bereits den ersten Teil großartig gefunden habe, habe ich nun voller Vorfreude auch den zweiten Band gelesen. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn trotz einiger spicy Szenen wird es, für mein Empfinden, nicht zu viel und passt zum sonstigen Verlauf der Handlung. Gerade weil ich Maria Karolina und deren Zofe Clara als eher unsympathisch empfunden habe, ist mir Bernadette immer mehr ans Herz gewachsen, denn sie ist aufrichtig und ehrlich und hat große Probleme mit den Spielchen der Erzherzogin. Nun freue ich mich schon sehr auf den dritten Teil und bin gespannt, wie es mit der Familie von Althenau weitergeht!

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Heyne
Seitenzahl: 512
Ersterscheinung: 12.03.2025
ISBN: 9783453428775 
Preis: 16,00
Reihe: Die Wien-Saga, Band 2 

Vielen Dank an das Bloggerportal, den Heyne-Verlag und Sophie Dornbach für das Rezensionsexemplar! 

Sonntag, 19. Januar 2025

Rezension: Franziska Stadler - Die Hofreiterin - Der Traum von Freiheit

 

Irma - Nie ohne Novio

Wien, 1898: Irma Rehberger ist die uneheliche Tochter einer Gestütsbesitzerin aus der Steiermark. Sie liebt ihr Leben auf dem Pferdehof und kann sich eine Zukunft ohne ihren fünfjährigen Lipizzaner-Hengst Novio nicht mehr vorstellen. Bedeutet er für sie doch so viel mehr, als nur ein Pferd, das nur ihr vertraut, denn er wurde kurz nach dem Tod ihres Zwillingsbruders geboren und wird sie immer, als sein Vermächtnis an ihn erinnern. Doch nun endet ihre Zeit in der alten Heimat und ein Neuanfang in Wien stehr bevor. Denn Novio soll zukünftig an der berühmten Spanischen Hofreitschule ausgebildet werden, ist er doch außergewöhnlich gelehrig. Aber für Irma bedeutet das, dass sie ihm unter allen Umständen folgen muss, weshalb sie sich als Mann ausgibt und eine Ausbildung als Eleve beginnt. Leider wird sie ohne adelige Herkunft nicht anerkannt, kommen die anderen Eleven doch aus höhergestellten Familien. Irmas, oder besser gesagt ab jetzt Konrads, Talent sticht schnell heraus und sie sorgt für Respekt unter ihren Kollegen durch ihr Können. Doch wird sie ihre Tarnung für lange Zeit aufrecht erhalten können? Und was tut sie, wenn sie auffliegt? Kann sie Novio dann einfach alleine lassen?

Franziska Stadler ist das Pseudonym der Autorin Martina Sahler. Der Schreibstil ist flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin, was aber auch am sehr geschickten Handlungsaufbau liegt, der so manche Überraschung bereithält und so die Spannung bis zur letzten Seite niemals ganz nachlässt. Irma ist eine sehr mutige junge Frau, die bereit ist, für ihre Träume Opfer zu bringen. Das lässt sie sofort sympathisch und echt wirken.

Ich mochte den Roman sofort, denn ich liebe es, wenn eine Handlung schnell an Fahrt aufnimmt. Das alles war gegeben, denn Irmas Leben in Wien ist nicht immer einfach und hat mich immer für einen positiven Ausgang der Situationen hoffen lassen. Ich liebe es, wie die Autorin die Spannung hochhält und immer wieder neue Zwischenfälle auftreten, die absolut unerwartet und überraschend sind. Nun freue ich mich sehr auf Band 2 und welche Entwicklungen er bereithält!

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Seitenzahl: 432
Ersterscheinung: 14.03.2024
ISBN: 9783423220507 
Preis: 13,00
Reihe: Die Hofreiterin von Wien, Band 1

Vielen Dank an den dtv-Verlag und Franziska Stadler für das Rezensionsexemplar!

Montag, 12. August 2024

Rezension: Rena Rosenthal - Der Eispalast

 

Ein packender Reihenauftakt!

Wien, Ende des 19. Jahrhunderts: Nikolett ist Comtess und soll bald in die Gesellschaft eingeführt werden. Doch Nikolett leidet sehr unter der schwer vernarbten rechten Seite ihres Gesichts, das sie zu einer Außenseiterin macht und deshalb dazu führt, dass sie möglichst viel Zeit zuhause verbringt. Nur auf dem Eis fühlt sie sich frei, weshalb sie jedes Jahr den Winter herbeisehnt und die Freiheit auf den Kufen genießt. Allerdings ist dieses Jahr alles anders, denn auf ihrem See befinden sich bereits vier Personen, die sie zuerst nicht bei sich haben wollen. Doch Nikolett weiß sie zu überzeugen, was schließlich sogar zu einer Freundschaft führt. Anführerin der drei Arbeiterinnen und des Arbeiters ist Julianna. Sie wuchs im Waisenhaus auf und hat schnell gemerkt, dass sie sich nichts gefallen lassen darf, denn nur so bleibt ihr Leben halbwegs annehmbar. Schon lange träumt sie von einer Karriere als Eisläuferin, doch das ist einer Frau aus ihrer Gesellschaftsschicht unmöglich, trotzdem möchte sie aber beim jährlichen Winterfest des Wiener Eislauf-Klubs antreten und das Preisgeld gewinnen. Zusätzlich hat sie auch immer noch vor, den jungen Mann zu finden, den sie seit drei Jahren nicht mehr vergessen kann und der nur durch einen schrecklichen Zufall von ihr getrennt wurde.

Rena Rosenthal versteht es immer wieder von Neuem, ihre Leser mit spannenden und fesselnden historischen Romanen zu fesseln. Nun widmet sie sich ganz dem historischen Wien im Winter. Ihre vier Hauptcharaktere stammen alle aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, sodass eine vielschichtige und interessante Handlung entsteht. Einerseits sind da Nikolett und Leopold, die aus den gehobeneren Schichten stammen, wenn auch Nikolett dem alten Adel und Leopold dem Geldadel angehören. Andererseits sind da Julianna, das Waisenmädchen, und Jackson, der Amerikaner, der in Europa endlich Erfolg mit seinem Tanz haben will.

Obwohl ich den Roman mitten im August gelesen habe und draußen eine brütende Hitze herrscht, konnte ich mich ganz in der Handlung verlieren und fand das winterliche Wien sehr erfrischend. Ich mag es, dass immer wieder andere Personen zu Wort kommen und ihre Sicht der Dinge schildern, denn die Vielschichtigkeit des Romanes entsteht gerade auf diese Art und Weise. Nun freue mich schon sehr auf den zweiten Teil, der im November erscheinen wird.

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Penguin
Seitenzahl: 544
Ersterscheinung: 15.11.2023
ISBN: 9783328110644 
Preis: 13,00

Vielen Dank an das Bloggerportal, den Penguin-Verlag und Rena Rosenthal für das Rezensionsexemplar!

Freitag, 10. Mai 2024

Rezension: Carolin Görtler - Wien Wimmelbuch

 

Wien von seiner schönsten Seite entdecken!

In Wien gibt es eine Menge wunderschöne Orte, die es zu entdecken gilt. Neben dem Schloss Schönbrunn und dem großen Park, gibt es auch noch den Prater, die Innenstadt mit dem Stephansdom und die Donauinsel zu entdecken. Sogar in einer verschneiten, winterlichen Nacht ist in Wien was los.

Carolin Görtler zeigt in diesem Wimmelbuch Wien von seiner schönsten Seite. Neben vielen Figuren, die auf der ersten Seite abgebildet und dann auch in jedem neuen Bild zu finden sind, sind auch die vielen Sehenswürdigkeiten interessant und auf farbenfrohe, kindgerechte Art und Weise abgebildet.

Einziger Kritikpunkt, den ich als Nicht-Wienerin äußern muss, ist, dass keine der Seiten beschriftet ist, das Buch so zwar ohne Text auskommt, aber gerade für mich nicht immer klar ist, was genau alles abgebildet ist. Ansonsten gefällt mir das Wimmelbuch sehr sehr gut und ich freue mich, dass ich nun gedanklich immer wieder an diesen wunderschönen Ort zurückreisen kann, an dem ich mit meinem Mann drei wunderschöne Tage verbracht habe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: adrian & wimmelbuchverlag
Seitenzahl: 14
Ersterscheinung: 07.03.2024
ISBN: 9783985850273
Empfohlenes Alter: ab 2 Jahre 
Preis: 12,95

Vielen Dank an den Wimmelbuchverlag und Carolin Görtler für das Rezensionsexemplar!

Samstag, 21. Januar 2023

Rezension: Beate Maly - Die Kinder von Schönbrunn

 

In den Kindern liegt die Zukunft

Wien 1924: Der Krieg ist seit einigen Jahren vorüber und langsam kehrt wieder ein gewisser Wohlstand in die Haushalte ein. Auch bei Emma, Julius, Greta und deren Tochter Gisela geht es aufwärts, denn seit Emma nach ihrem dreijährigen Veterinärmedizin-Studium aus der Schweiz zurückgekehrt ist, leben sie alle in dem kleinen Haus in der Altgasse. Greta kann nachts noch immer nicht schlafen, denn die Gedanken an ihren verschollenen Ehemann Gustav quälen sie. Auch tagsüber benötigt sie oft Ablenkung und flieht in die Hausarbeit. Als sie eines Tages eine Gruppe junger Damen auf das Schloss zugehen sieht und eine andere sie anspricht, ob sie nicht mitkommen möge zu dem Vortrag über die Erzieherinnenausbildung, die dort im September wieder beginnt, geht sie kurzentschlossen mit und trägt sich zu ihrer eigenen Überraschung sogar in die Anmeldeliste ein. Als sie genommen wird, ist sie sehr erfreut und blickt endlich wieder voller Zuversicht in die Zukunft. Das Gelernte über die Kindererziehung kann sie auch schnell im Kinderheim im Schloss Schönbrunn umsetzen und spürt, dass Kinder die Zukunft sind und man sie nicht unterdrücken, sondern fördern soll. Das ist das Wichtigste für sie und der stellvertretende Heimleiter Michael Brenner unterstützt sie vollkommen darin...

Beate Maly versteht es, ihren Lesern mit fesselnden Romanen die historischen Hintergründe näherzubringen. Ihre Sprache ist unkompliziert und liest sich flüssig. Die Protagonisten, die teilweise schon aus dem ersten Teil der Reihe bekannt sind, entwickeln sich im zweiten Teil weiter und stehen für ihre Überzeugungen ein und scheuen auch die Konfrontation mit Andersdenkenden nicht.

Ich fand bereits den ersten Teil sehr gut und habe bereits auf die Fortsetzung hingefiebert. Der Autorin ist ein perfekter zweiten Teil gelungen, den ich innerhalb eines Tages gelesen hatte. Greta ist eine interessante Persönlichkeit, die für ihre Überzeugungen einsteht und intuitiv das richtige tut. Es hat mich auch gefreut, dass Emma nun Tiermedizin studieren konnte und ihren Traum so verwirklicht hat. Auch die Ehe mit Julius ist glücklich, wenn auch noch kinderlos. Nun hoffe ich sehr, dass es noch einen dritten Teil geben wird, denn nun, am Ende des zweiten Bandes wurden längst nicht alle Dinge geklärt und ich habe noch einige Fragen, auf die ich mir eine Antwort erhoffe.

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag
Seitenzahl: 320
Ersterscheinung: 26.01.2023
ISBN: 9783548066769
Preis: 12,99
Reihe: Die Schönbrunn-Saga, Band 2 

 Vielen Dank an Vorablesen, den Ullstein-Verlag und Beate Maly für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 6. März 2022

Rezension: Katharina Schöndorfer - Bis zum letzten Tanz

 

Lotte blickt auf ihr Leben zurück...

Wien 2018: Lotte feiert heute ihren 100. Geburtstag. Gemeinsam mit ihren Liebsten verbringt sie diesen Tag, diese bestehen vorallem aus der Familie ihrer Freundin Evi, die leider schon verstorben ist, ebenso wie Lottes Mann Erich. Mit der jungen Frau Hanna spricht sie über deren Beziehung mit Raffael und die Zukunft, die sie momentan verunsichert. So beschließt Lotte, einen Spaziergang mit Hanna zu unternehmen und ihr von ihrem Leben und ihrer ersten großen Liebe zu erzählen. Alles beginnt 1938 als Lotte vom Traunsee in Oberösterreich nach Wien kommt. Da ihre Eltern vor Kurzem an der Grippe verstorben sind und Lotte ständig hungert, weil es ihr am Nötigsten fehlt, möchte sie nun in Wien neuanfangen, ihre Kindheitsfreundin Gisi lebt schon dort. Doch vorerst bleibt der Hunger und eine Arbeitsstelle ist auch schwieriger zu finden als erwartet, erst nach einigen Tagen gelingt es ihr, die Chefin des Café Schwarz zu überzeugen, ihre eine Chance zu geben. Nun beginnt Lottes Arbeitsleben im Kaffeehaus Schwarz, die Tage sind hart und anstrengend, aber das Apfelstrudelrezept ihrer Mutter findet schnell seine Fans und Lotte bekommt immer mehr Aufgaben zugeteilt. Eines Tages lernt sie den Sohn der Chefin kennen, Erich, er gefällt ihr sofort und sie lässt sich von ihm überzeugen, einen Ausflug mit ihm zu wagen. Seither geht er ihr nicht mehr aus dem Kopf und wie es aussieht, beruht das auf Gegenseitigkeit... Wäre da nur nicht der 2. Weltkrieg, der Erich von Lotte fortbringt und sie allein in Wien zurücklässt.

Katharina Schöndorfer hat einen sehr gut zu lesenden Schreibstil. Durch die eher kurzen Kapitel ist alles sehr übersichtlich und gut gegliedert. Auch die Zeitangaben zu Beginn der Kapitel tragen einen wichtigen Teil zur Übersichtlichkeit bei. Die Autorin zeigt durch viele zeitgeschichtliche Details, dass sie viel über die damalige Zeit recherchiert hat und das Thema sie sehr interessiert. Auch die Kulisse wirkt sehr realistisch und wird immer gut beschrieben, sodass man sich alles sehr gut vorstellen kann.

Ich lese schon immer sehr gerne historische Romane und habe mich deshalb sehr auf diesen Roman gefreut, vorallem weil mir die 30er und 40er Jahre in Wien bisher gänzlich unbekannt waren. Der Autorin ist es sofort gelungen, mich zu fesseln und dazu zu bringen, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen. Lotte ist eine bewundernswerte Protagonistin, denn sie hatte gerade mit ihrem persönlichen Umfeld kaum Glück, war sie doch oft sehr einsam und musste alleine für sich einstehen. Das hat mich oft zum Nachdenken gebracht und dafür gesorgt, mir wieder bewusst zu machen, wie gut es uns Deutschen gerade eigentlich geht und oft auf einem sehr hohen Niveau gejammert wird...

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Penguin
Seitenzahl: 528
Ersterscheinung: 09.08.2021
ISBN: 9783328105701 
Preis: 10,00

Vielen Dank an das Bloggerportal, den Penguin-Verlag und Katharina Schöndorfer für das Rezensionsexemplar!

Dienstag, 8. Februar 2022

Rezension: Beate Maly - Die Frauen von Schönbrunn

Eine Leidenschaft für Tiere während einer schweren Zeit...

Wien 1914: Emma möchte schon ihr ganzes Leben Tierärztin werden, um sich diesen Traum verwirklichen zu können, muss sie in die Schweiz gehen, weil in Wien keine Frauen an der Universität zugelassen sind. Doch heute ist sie wegen etwas anderem aufgeregt, denn nächste Woche beginnt ihre Arbeit als Tierpflegerin im Zoo Schönbrunn und sie kann endlich mit Tieren arbeiten und das auch außerhalb der Tage, an denen sie ihren Vater bei seiner Arbeit als Tierarzt begleitet. Niemand kann ahnen, dass sie länger auf das Studium warten muss, als zuvor geplant. Aber der 1. Weltkrieg bricht über Österreich herein und alle Männer werden an die Front berufen, auch Emmas Vater und der Mann ihrer Schwester. So bleiben Greta und Emma allein zurück und kämpfen weiter. Im dritten Kriegsjahr wird aber alles komplizierter, denn Gretas Baby kommt zwei Monate zu früh auf die Welt und Emma hat mehr als genug mit der Versorgung der Familie und der Arbeit im Zoo zu tun. Immer öfter werden Stimmen laut, den Zoo endlich zu schließen und den Menschen die Nahrungsmittel zu geben, die sonst den Tieren verfüttert werden. Emma ist aber nicht bereit auch nur eins der Tiere aufzugeben und hat in Doktor Julius Winter einen neuen Verbündeten gefunden.

Beate Maly schreibt flüssig und schafft es, den Leser innerhalb weniger Seiten komplett in die Handlung einzubeziehen und zu fesseln. Das Leben der Menschen zur damaligen Zeit wird eindrücklich geschildert und auch die Geschichte eines der größten Zoos Europas wird gut miteingebunden. Emma ist eine sehr großzügige und freundliche Protagonistin, die über eine große innere Stärke verfügt und auch in größter Not niemals den Blick für ihre Mitmenschen verliert. Julius dagegen ist eher verschlossen und muss den Blick für seine Umwelt nach den schrecklichen Erlebnissen an der Front erst wieder erlernen, dennoch ist er immer freundlich zu den Tieren und seinen ihm wohlgesinnten Mitmenschen.

Ich bin schon immer begeisterte Leserin historischer Romane, umso mehr habe ich mich über diesen Roman gefreut, denn er behandelt eine Zeit in Wien, über die noch niemals etwas gelesen habe. Beate Maly konnte mich sofort fesseln und ich habe das Buch innerhalb von 24 Stunden gelesen, da ich wirklich nicht mehr aufhören konnte. Die Handlung war zeitweise traurig, dann wieder voller Glücksmomente, um dann wieder durch die fiesen Machenschaften von Hubert von Kochauf getrübt zu werden - ein Wechselbad der Gefühle! Schade, dass ich noch ein ganzes Jahr auf die Fortsetzung warten muss, doch sie steht schon jetzt auf meiner Wunschliste und wird auf jeden Fall direkt nach Erscheinen gelesen!

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag
Seitenzahl: 368
Ersterscheinung: 03.01.2022
ISBN: 9783548064710 
Preis: 11,99
Reihe: Die Schönbrunn-Saga, Band 1

Vielen Dank an Vorablesen, den Ullstein-Verlag und Beate Maly für das Rezensionsexemplar!

Freitag, 17. Dezember 2021

Rezension: Emilia Schilling - Winterglück und Nelkenduft

 

Rückkehr in das zauberhafte und winterliche Wien

Romi befindet sich auf dem Rückweg nach Wien, was gleichzeitig einen beruflichen Neuanfang dort bedeutet. Nachdem sie die letzten vier Jahre im Ausland verbracht hat, kehrt sie nun in ihre alte Heimat zu ihrer Familie zurück. Sie freut sich auf daheim, noch dazu, weil sie so einen netten Sitznachbar im CAT hat. Sie und Niko unterhalten sich prächtig und die Zeit vergeht wie im Flug. Als sie ihn dann aber am Bahnsteig mit einer hübschen Dunkelhaarigen sieht, weiß sie, dass sie keinen weiteren Gedanken an ihn verschwenden sollte. Zuhause wird sie liebevoll von ihren Eltern empfangen, die sie in den letzten vier Jahren nur zweimal getroffen hat. Ihre Schwester Steffi ist aber eher reserviert und Romi bedauert, dass ihre geschwisterliche Beziehung in den letzten Jahren so unter ihrem Auslandsaufenthalt gelitten hat, denn Steffi hat ihr ihren Weggang nie verziehen. So war es auch Steffi, die direkt nach der Schule im Teehaus der Großtante Tante Poldi eingestiegen ist und Romi erst jetzt diesen bedeutenden Schritt wagt, dabei liebt sie Tee ebenso wie ihre Schwester.

Emilia Schilling schreibt kurzweilig und sehr unterhaltsam. Ihre Protagonisten sind sehr sympathisch und sie vermitteln deren Liebe zu Tee so gut, dass der Leser während dem Lesen immer Lust auf eine Tasse Tee hat. Auch Wien wird von ihr so wunderschön beschrieben und durch die verschiedenen österreichischen Ausdrücke, wird man immer wieder an den Schauplatz erinnert. Das winterliche und weihnachtliche Flair kommt ebenso nicht zu kurz und lädt zu einem gemütlichen Leseabend auf der Couch ein - natürlich mit einer Tasse, oder noch besser einer Kanne Tee.

Da ich schon mehrere Bücher der Autorin gelesen habe, habe ich mich sehr auf dieses gefreut. Natürlich hat sie mich nicht enttäuscht und ich habe den Roman mit nur einer Unterbrechung gelesen. Da ich ebenfalls sehr gerne Tee trinke, hat einfach alles gepasst.

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Goldmann
Seitenzahl: 336
Ersterscheinung: 20.09.2021
ISBN: 9783442490493 
Preis: 10,00
Reihe: Wien-Bücher, Band 4

Vielen Dank an das Bloggerportal, den Goldmann-Verlag und Emilia Schilling für das Rezensionsexemplar!