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Sonntag, 13. September 2026

Rezension: Christoph Karrasch - Rios magische Reisen - Unsichtbar am Kilimandscharo (Hörbuch)

Eine abenteuerliche Reise an den Kilimandscharo

Die Schule von Rio, Nelly, Anna und Ben hat übermorgen ihre Jubiläumsfeier. Dafür sollen alle Schüler der Klasse in Gruppen Referate über unterschiedliche Tiere vorbereiten. Am liebsten würde Rio über Pandabären sprechen, denn in seinem Lieblingspodcast waren die gerade das Hauptthema. Dafür wäre eine Reise nach China natürlich ideal und nachdem die Reise nach New York damals so perfekt geklappt hat, will er es nun mit einer Reise nach China probieren. Aber Phil A. Delphia hat andere Pläne mit den vier Freunden und schickt sie stattdessen nach Afrika. In Kenia sollen sie sich auf die Suche nach seinem vermissten Stiefel begeben. Hierbei lernen sie die freundliche Nala kennen und gehen auf Safari zu den Elefanten, Zebras und Giraffen. Doch die Reise ist alles andere als reine Erholung, sondern hat auch ein großes Abenteuer für alle im Gepäck!

Christoph Karrasch hat dieses Abenteuer von Rio und seinen drei Freunden nicht nur geschrieben, sondern auch für das Hörspiel vorgelesen. Da er eine sehr angenehme Stimme hat und die unterschiedlichen Personen auch sehr gut mit verschiedenen Stimmlagen und Betonungen spricht, kommt es nie zu Verwechslungen und die Minuten fliegen beim Zuhören nur so vorüber. Die Informationen über Afrika, vorallem natürlich Kenia, den Kilimandscharo, die unterschiedlichen Tiere und die Wilderer, die hinter dem kostbaren Elfenbein her sind, verpackt er spannend in der Handlung. 

Meine Tochter und ich lieben die Reihe, denn der Autor entführt uns nun schon zum zweiten Mal in eine weit entfernte Welt. Das spannende Abenteuer für Rio und seine Freunde ist perfekt gelungen und vermittelt unheimlich viel Wissen über Afrika ganz nebenbei. Wir hoffen, dass es noch ganz viele weitere Bände der Reihe geben wird, denn sie gehört bereits nach diesen zwei Teilen schon zu unseren allerliebsten!

Hier geht es zur Verlagsseite mit Hörprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: cbj audio
Ersterscheinung: 11.03.2026
ISBN: 9783759902474
Gesamtspieldauer: ca. 159 Minuten
Empfohlenes Alter: ab 9 Jahren
Preis: 14,00
Reihe: Rios magische Reisen, Band 1 

Vielen Dank an das Bloggerportal, den cbj audio-Verlag und Christoph Karrasch für das Rezensionsexemplar! 

Donnerstag, 31. August 2023

Rezension: Christina Rey - Ein kleines Stück von Afrika - Hoffnung

 

Zwei mutige Frauen gehen ihren Weg

Kenia, 1926: Ivory Edgecumbe führt die Farm, die sie einst vor vielen Jahren mit ihrem Mann Adrian aufgebaut hat, nach dessen Tod mit ihrem zweiten Ehemann, dem Afrikaner Sanele Zulu, weiter. Die besonderen Safaris, die sie anbieten, sind mittlerweile sehr bekannt und ermöglich dem Ehepaar und seinen Angestellten ein angenehmes Leben. Denn nirgends sonst können die Wildtiere im Park nur angesehen, aber nicht abgeschossen werden, sodass diese zutraulich sind und die Nähe der Menschen nicht scheuen. Als aber Adrians älterer Bruder und dessen Sohn Lennox auf der Farm erscheinen und Anspruch auf das gesamte Anwesen erheben, da Ivy ihrer Familie mit ihrer Mischehe große Schmach antue, beginnt Ivy um ihre Farm zu bangen. Ihre Ängste bewahrheiten sich leider schneller als gedacht, denn den beiden Schotten gelingt es tatsächlich, den Park in ihr Eigentum zu bringen und Ivory samt Familie zu vertreiben. Zeitgleich bangt in Indien die junge Ranjana, Frau des Maharajas, um ihr Leben, denn laut der Tradition muss sie ihrem Gatten auf dem Scheiterhaufen in den Tod folgen, sollte sie diesen überleben. Nur dank ihrer Dienerin und Freundin Naeku gelingt ihr die Flucht nach Kenia, wo sie vor vielen Jahren die zahme Leopardin als Geschenk erhalten hat und Naeku zu ihrer Vertrauten wurde. Doch das Leben schenkt ihnen auch dort nichts und die Frauen müssen stark sein.

Christina Rey ist mit diesem zweiten Band der Reihe eine perfekte Fortsetzung gelungen. Die beiden Frauen Ivy und Ranjana mit Naeku sind sympathische Protagonistinnen, die eine große innere Stärke besitzen und diese zu den richtigen Momenten einzusetzen wissen. Das Leben im damaligen Kenia und Indien wird nur am Rande beleuchtet, ist aber trotzdem sehr interessant und gibt der Handlung den richtigen Rahmen.

Bisher habe ich eher weniger Romane gelesen, die in Afrika spielen und war fasziniert von der Art, wie es der Autorin gelingt, die Landschaft und Tierwelt zu beschreiben. Obwohl die Ausflüge in die Wildnis im ersten Band bildgewaltiger und beeindruckender waren, sodass man sich der Schönheit der Natur bewusst wurde, steht nun im zweiten Teil die Grausamkeit der Menschen gegenüber den wehrlosen Tieren gegenüber im Mittelpunkt der Handlung, was ebenso berührend ist. Das Schicksal Ivys und Ranjanas ist teilweise wirklich schrecklich, dennoch gehen sie gefasst damit um und sind mir so sehr ans Herz gewachsen. Eine gelungene Fortsetzung, die mich mehr fesseln konnte als der erste Band.

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Lübbe
Seitenzahl: 432
Ersterscheinung: 30.06.2023
ISBN: 9783785728369
Preis: 17,00
Reihe: Das endlose Land, Band 2

Vielen Dank an die Bloggerjury, den Lübbe-Verlag und Christina Rey für das Rezensionsexemplar!

Freitag, 30. Juni 2023

Rezension: Birgit Borchert - Spuren einer fernen Zeit

 

Eine junge Frau und ihr sehnlichster Wunsch

Frankfurt, 1907: Sophie von Mayden liebt die Urzeit und alles, was mit Dinosauriern zu tun hat. Diese Liebe verdankt sie zu großen Teilen auch ihrem Vater, der Mitglied in der "Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft" ist und als Professor Vorlesungen an der Marburger Universität hält. Als sie mit ihre Schulklasse das neuerbaute Senckenberg-Museum besucht, den Lichthof mit dem gigantischen "Diplodocus longus" erblickt und Doktor Devermann voller Begeisterung darüber referieren hört, weiß sie, dass sie alles für ihren Traum tun wird, nach ihrem Schulabschluss Paläontologie zu studieren und selbst nach versteinerten Dinosaurier-Knochen zu graben. Dass dieser Wunsch zu fortschrittlich für diese Zeit ist, ist ihr bewusst, dennoch tut sie alles und bekommt schließlich die Stelle als Hilfskraft. Erst darf sie nur Etiketten beschriften, doch dann schafft sie es, die Assistentin eines Doktoranden zu werden und darf endlich selbst an Fundstücken arbeiten. Allerdings exisitieren immer noch die gesellschaftlichen Konventionen, die Damen aus der höheren Gesellschaft einzig als Mutter und Vorsteherin ihres Haushaltes sehen...

Birgit Borchert hat viel Zeit in eine gründliche Recherchearbeit investiert, was sich an vielen Details während dem Lesen erkennen lässt. So erfährt der Leser viel über die Rechte der Frauen, das Studium, das ihnen lang verwehrt wurde und die Arbeit der Paläontologen. Sophie ist eine starke Frau, die bereit ist, für ihren Traum zu kämpfen und so manche Hürde meistert. Dank einiger Zufälle und vieler Unterstützer gelingt es ihr, ihre Leidenschaft weiter ausleben zu können und ihr Wissen zu vergrößern.

Ich war überrascht, wie schnell die Seiten dahinflogen und ich am ersten Tag bereits über die Hälfte des Buches gelesen hatte. Ich fand die historischen Fakten sehr interessant und habe viel über die Paläontologie und die Senckenberg-Gesellschaft gelernt. Dennoch hat mich so mancher Charakterzug an Sophie gestört, sodass ich nicht so ganz warm mit ihr geworden bin. Auch so manches Klischee, das Einzug in die Handlung gefunden hat, war mir etwas zu viel. Gut gefallen hat mir aber, dass die historischen Fakten wie nebenbei in die Handlung eingeflochten waren und auch die Liebesgeschichte ihren Platz hatte, aber das gesamte Geschehen nicht dominiert hat.

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: Lübbe
Seitenzahl: 592
Ersterscheinung: 28.04.2023
ISBN: 9783785728475 
Preis: 17,00

Vielen Dank an die Bloggerjury, den Lübbe-Verlag und Birgit Borchert für das Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 30. November 2022

Rezension: Christina Rey - Ein kleines Stück von Afrika - Aufbruch

 

Die Liebe zu den wilden Tieren

London, 1910: Ivory wächst in der gehobenen Gesellschaft Englands auf. Dieses Jahr hat sie ihre Schule abgeschlossen und soll gemeinsam mit ihrer Schwester Rosamond ihr Debüt am Hof feiern. Doch ihr Vater durchkreuzt die Pläne und hat spontan eine Trophäenjagd in Kenia gebucht. Aber nur Ivory und er werden daran teilnehmen, denn die Mutter und Rosamond ist die Ballsaison wichtiger. Ivy ist zwar eine gute Jägerin, hasst es aber auf wehrlose Tier zu schießen und genießt stattdessen lieber deren Anblick. So geht sie mit auf die Safari und lernt die Wildnis Afrikas und den Großwildjäger Adrian Edgecumbe kennen...

Christina Rey ist mit diesem Roman ein gelungener Auftaktband für die Reihe gelungen. Ihre Sprache liest sich schnell und flüssig. Die Handlung verläuft kurzweilig und bleibt durchgehend interessant. Ihre Recherchen rund um Nationalparks in Afrika, Fotografie und dem Leben der stärker pigmentierten Menschen sind umfangreich und immer wieder durch Fakten im Buch selbst spürbar.

Mir hat dieser historische Roman sehr gut gefallen, denn bisher habe ich kaum etwas über die Zeit des Kolonialismus in Afrika gelesen. Gerade diese Gebaren der Europäer gegenüber der Afrikaner hat sich mir eingeprägt und ich bin fassungslos, wie Menschen denken, sie wären anderen überlegen. Nun bin ich gespannt, wie es im zweiten Teil der Reihe weitergeht, denn das Ende dieses ersten Teils lässt viele Fragen offen und macht neugierig auf die Fortsetzung.

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: Lübbe
Seitenzahl: 416
Ersterscheinung: 30.09.2022
ISBN: 9783785728208
Preis: 16,99
Reihe: Das endlose Land, Band 1

Vielen Dank an die Bloggerjury, den Lübbe-Verlag und Christina Rey für das Rezensionsexemplar!