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Donnerstag, 24. September 2026

Rezension: Christina Lauren - Nichts als Liebe

Eine zweite Chance für die Liebe

Macy lebt ein erfülltes Leben zwischen anstrengenden Schichten in der Kinderklinik und ihrer ruhigen Beziehung mit Sean. Doch eine Begegnung mit ihrem früheren besten Freund Elliot bringt ihr Leben zum Wackeln. Denn langsam beginnt Macy zu hinterfragen, wie glücklich sie momentan wirklich ist und ob ihr Elliot nicht eigentlich unheimlich gefehlt hat während der letzten elf Jahre. Bei einigen Treffen mit Elliot spürt sie aber schnell, dass sie seit ihm jedes Risiko gescheut hat und auch mit Sean auf der sicheren Seite, ohne große Gefühle und etwaige Dramen, geblieben ist. Dennoch steht immer die große Frage im Raum, warum sie so lange keinen Kontakt mehr hatten...

Christina Lauren hat einen leicht zu lesenden Erzählstil. Da der gesamte Roman auf zwei Zeitebenen spielt und abwechselnd von der Gegenwart und der Vergangenheit, also dem Beginn der Freundschaft bis zum Ende vor elf Jahren, erzählt, bleibt es durchgehend interessant. Macy und Elliot sind sympathische Charaktere, die beide ihre Päckchen zu tragen haben und dadurch realistisch wirken und den Leser*innen schnell ans Herz wachsen.

Da ich den Roman "The Unhoneymooners" so großartig gefunden habe, habe ich voller Freude dieses Buch begonnen, das leider viel zu lange schon auf meinem SuB liegt. Allerdings bin ich nur langsam ins Geschehen gekommen und finde, dass der Roman einige Längen aufweist und es es ein wenig an Spannung fehlt. Obwohl ich den Tiefgang der Handlung mag, hat mir das gewisse Etwas gefehlt.

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 400
Ersterscheinung: 13.07.2018
ISBN: 9783746634784
Preis: 14,00

Sonntag, 20. September 2026

Rezension: Deike Wichmann - Weil wir gleich sind

Der große Kampf für Lohngerechtigkeit 

Gelsenkirchen, 1978: Henni mag ihre Arbeit im Fotolabor "Blitzlicht", denn sie kann so ihr eigenes Geld verdienen und spart auf einen ersten Urlaub mit ihrem Ehemann Jo. Doch obwohl sie vor drei Jahren unbedingt heiraten wollte, auch um endlich von ihrer Mutter wegzukommen, die immer nur an Henni herumkritisiert hat, ist sie mittlerweile unglücklich. Arbeitet sie doch Vollzeit in der Spätschicht, macht nebenbei den gesamten Haushalt und kümmert sich auch sonst um alle Belange, damit ihr Mann immer zufrieden und unbesorgt Nachhausekommen kann. Umso erstaunter ist sie, als sie zufällig den Lohn einesstreifen Arbeitskollegen findet und darauf entdeckt, dass dieser eine Zulage bekommt, die deutlich höher als ihre zwölf Pfennige sind. Mit ihrer Neuentdeckung geht sie direkt zu Kollegin Margarethe, die als Betriebsrätin mehr Einblicke in die Geschehnisse hat. Schnell beschließen sie, dass dieser Ungerechtigkeit der Kampf angesagt werden muss. So gehen sie zu ihrem Chef und schließlich auch vors Arbeitsgericht. Doch ist ihr Kampf wirklich aussichtsreich? Dennoch freut sich Henni immer sehr, wenn sie den Kollegen Tommy trifft, denn er ist für den Fund des Lohnstreifens verantwortlich und glaubt fest daran, dass die Frauen irgendwann Gerechtigkeit erlangen können. 

Deike Wichmann widmet diesen Roman ganz den mutigen Frauen, die für Lohngerechtigkeit kämpfen. Denn während sie die gleichen Aufgaben wie Männer erledigen, werden sie deutlich schlechter bezahlt und bekommen zusätzlich von ihrem Chef noch sämtliche Fertigkeiten abgesprochen. Da der Roman auf einer wahren Begebenheit beruht und die "Heinze"-Frauen, die sich genau das in der Realität getraut haben, was die Frauen von "Blitzlicht" in diesem Roman auch tun. Da die Autorin einen flüssigen, kurzweiligen Erzählstil hat und die Kapitel nicht übermäßig lang sind, liest sich der Roman sehr schnell. 

Da ich an diesem Wochenende wieder einmal Lust auf starke Frauen und wahre Begebenheiten hatte, habe ich zu diesem Buch gegriffen. Und ich war schnell vollkommen begeistert davon, denn die Seiten sind nur so dahin geflogen, die Frauen haben mich mit ihrem Mut und ihrer Stärke überzeugt und vom Ergebnis ihrer Bemühungen profitiere ich heute immer noch! 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 320
Ersterscheinung: 15.04.2026
ISBN: 9783746641591
Preis: 15,00
Reihe: Sternstunden der Frauen, Band 3 

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Deike Wichmann für das Rezensionsexemplar! 

Freitag, 18. September 2026

Rezension: Karin Seemayer - Sommerwind in der Toskana

Ein unerwarteter Urlaub in der Toskana

Laura liebt es, die Welt in ihren unzähligen Reisen zu entdecken. Seit drei Jahren ist ihr Freund Marcel immer mit dabei. Doch momentan verhält er sich komisch und verschiebt die Suche nach einer gemeinsamen Wohnung unter den fadenscheinigsten Gründen und hat auch keine Lust auf den geplanten Urlaub auf Mauritius. Daher stellt ihn Laura zur Rede und erfährt dabei, dass er sie seit sechs Wochen mit seiner Arbeitskollegin betrügt. Laura ist unfassbar wütend und beschließt, sich von diesem Mann ihren Sommerurlaub nicht kaputt machen zu lassen und dennoch wegzufliegen. Allerdings werden ihre Pläne durch einen Anruf von einer Anwältin, die ihr mitteilt, dass ihr Onkel verstorben ist und ihr sein Ferienhaus in der Toskana vererbt hat, durcheinander gewirbelt. Denn nun fährt sie statt an einen kristallblauen Strand im Indischen Ozean in die Toskana, wo sie bereits jeden Urlaub ihrer Kindheit verbracht hat und eigentlich gar keine Lust mehr auf einen solchen langweiligen Urlaub hat. Aber bereits die Ankunft am Haus ihres Onkels belehrt sie eines besseren, denn scheinbar waren ihre Erinnerungen getrübt durch die Emotionen eines Teenagers, der sämtliche Unternehmungen mit der Familie doof findet. Denn schnell spürt sie, dass es dort richtig schön ist und auch die Nachbarn sind unheimlich freundlich. Sogar ihr Freund aus Kindheitstagen ist noch da und erinnert sich noch an ihre gemeinsamen Abenteuer. Aber ein Behalten des Hauses ist eigentlich keine Option...

Karin Seemayer entführt ihre Leser*innen in die sommerliche Toskana. Voller Gefühl und Liebe zu diesem Landstrich schildert sie die Schönheit, die Offenheit und Freundlichkeit der Bewohner, aber auch die Probleme dort. Da die Kapitel nicht allzu lang sind und die Perspektive ab und zu von Laura weg zu Luca wechselt, liest sich der Roman flüssig und ist kurzweilig. 

Obwohl die Geschichte von Laura und Luca ein wenig vorhersehbar ist und der Roman gerne noch ein wenig mehr Spannung vertragen könnte, habe ich sie gerne gelesen und hatte schöne Lesestunden! Daher möchte ich gerne noch mehr von der Autorin lesen. 

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 396
Ersterscheinung: 11.03.2026
ISBN: 9783746642284
Preis: 13,00

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Karin Seemayer für das Rezensionsexemplar! 

Donnerstag, 30. Juli 2026

Rezension: Michaela von Kügelgen - Blaubeerzeit auf Halsterö

Ein Neuanfang auf Halsterö

Louise ist frustriert von ihrem momentanen Leben als Telefonverkäuferin. Denn nachdem sie ihren Job beim Fernsehen als Köchin mit eigener Show verloren hat, hatte sie keine Chance mehr in der Branche. Doch jetzt, mit knapp vierzig Jahren, hat sie eine neue Chance erhalten und kann in der Villa Hilda auf der Insel Halsterö im Stockholmer Schärengarten von vorne beginnen und allen beweisen, dass sie es immer noch draufhat. So zieht sie für diesen Sommer nach Halsterö. Auch Thomas, der ehemalige Journalist, der sich mehr schlecht als recht mit Freelancer-Aufträgen über Wasser hält und gerade kurz davor ist, seine Wohnung zu verlieren, erhält seine Chance in der Villa Hilda. Denn die Chefin des Heimatvereins, Birgit, die sich um alle Belange rund um das Haus mit dem angeschlossenen Gästehaus kümmert, sieht auch in Thomas einen guten Angestellten, der mit einem offenen Ohr immer für seine Gäste da sein wird. So lernen sich Louise und Thomas bald besser kennen und spüren, dass sie gut miteinander reden können und vielleicht sogar eine Hilfe für den jeweils anderen sein können. 

Michaela von Kügelgen hat einen kurzweiligen und flüssigen Erzählstil, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Ihre beiden Charaktere Louise und Thomas wirken absolut realistisch und sind sehr sympathisch, trotz oder gerade wegen ihrer Ecken und Kanten, die sich längst nicht alle immer verstecken lassen. Die Kulisse ist gut gewählt, denn der Stockholmer Schärengarten bietet eine traumhafte Landschaft mit einer wunderbaren sommerlichen Atmosphäre. 

Bereits nach den ersten Kapiteln fühlte sich das Buch an, wie ein neues Zuhause und ich konnte beim Lesen mittenhinein tauchen in die Handlung. So ist es mir auch immer sehr schwergefallen, das Buch aus der Hand zu legen. Daher kann ich diesen sommerlichen, kurzweiligen und berührenden Roman nur weiterempfehlen und freue mich schon auf den zweiten Band! 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 320
Ersterscheinung: 15.04.2026
ISBN: 9783746643007
Preis: 14,00
Reihe: Die Inselfrauen, Band 1

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Michaela von Kügelgen für das Rezensionsexemplar! 

Freitag, 10. Juli 2026

Rezension: Susanne Lieder - In der Liebe wollen wir frei sein

Der Kampf um Freiheit

Hamburg, 1971: Juliane ist Journalistin mit Leib und Seele. Die Liebe zum geschriebenen Wort hat bei ihr schon in der Kindheit begonnen und seither nicht nachgelassen. Aber heute kann sie etwas mit ihren Artikeln bewirken, denn ihre Anstellung bei der Frauenzeitschrift Brigitte sorgt für ein großes Leserinnenpublikum. So widmet sie sich vorallem den gesellschaftlichen Themen wie dem Recht auf die freie Entscheidung der Frau, aber auch die Rente für alle und natürlich der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Da kann sie bei den Aufständen in Frankreich und den Frauen, die gegen den Paragraphen 218 protestieren, der Frauen einen Schwangerschaftsabbruch verbietet, nicht die Füße stillhalten und verfasst so manchen Artikel zu diesem Thema und sorgt für eine Vereinigung der Frauen auf dem Hamburger Domplatz. Als sie sich aber in den attraktiven, aufgeschlossenen und modern denkenden Andreas verliebt, wird auch ihr Weltbild und ihre innere Einstellung auf die Probe gestellt, denn bisher ging ihr der Journalismus über alles.

Susanne Lieder ist es gelungen, einen packenden Roman über die mutigen Frauen der 1970er Jahre zu schreiben. Obwohl Juliane eine rein fiktive Persönlichkeit ist, steht sie doch für so viele Frauen dieser Zeit. Denn sie erhebt ihre Stimme und nutzt ihre Reichweite, um andere Frauen zum Umdenken zu bewegen. Dennoch steckt sie in einem Zwiespalt zwischen der Liebe zu einem Mann und dem Kampf um das Recht der freien Entscheidung für Frauen und die Gleichberechtigung von Frau und Mann. 

Ich bin nur so durch diesen Roman geflogen, denn Susanne Lieder hat einen mitreißenden und berührenden Erzählstil und ich wollte einfach nur immer weiter lesen. Da die Protagonistin so real und nahbar wirkt, konnte ich mich schnell mit ihr identifizieren, was mich noch mehr gefesselt hat. Daher kann ich den Roman nur weiterempfehlen, vorallem an diejenigen, die sich für packend erzählte Zeitgeschichte begeistern. 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 352
Ersterscheinung: 13.01.2026
ISBN: 9783746640341
Preis: 15,00
Reihe: Sternstunden der Frauen, Band 2 

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Susanne Lieder für das Rezensionsexemplar! 

Montag, 29. Juni 2026

Rezension: Linda Winterberg - Die Berghebamme - Tage der Liebe

Marias Kampf um Gerechtigkeit

Brannenburg, 1896: Maria hat es endlich geschafft und hat sich die Anerkennung aller Frauen ihrer Gemeinde verdient. So ist sie immer sehr beschäftigt und häufig nächtelang nicht zu Hause, da sie Geburten bereut. Darum fehlt ihr momentan auch etwas die Zeit für ihre beste Freundin Evi, die leider bereits kurz vor der Eheschließung mit ihrem Verlobten intim geworden und nun schwanger ist. Als dieser bei einem großen Unglück auf dem Berg stirbt, ist Evi verzweifelt und bittet Maria um Hilfe. Doch Maria kann sich nicht vorstellen, ihr auf diese Art zu helfne, wie Evi es bräuchte. In ihrer Verzweiflung geht sie zu einer Engelmacherin und stirbt wenig später an einer Sepsis. Maria und auch der neue Dorfarzt Georg Saller machen sich Vorwürfe, dass sie ihr nicht mehr helfen konnten. Als auch noch ein Kriminalkommissar nach Brannenburg kommt und behauptet, dass Maria hinter Evis Tod und auch dem Versterben einer Magd eines benachbarten Hofes steckt, bekommt Maria Angst um ihren guten Ruf...

Linda Winterberg knüpft mit diesem zweiten Band der Reihe rund um die Berghebamme Maria im Brannenburger Land nahtlos an den ersten Teil an. Sie wiederholt nur im Rahmen der Ereignisse kurz die wichtigsten Fakten aus dem vergangenen Band. Da die Handlung schnell an Fahrt aufnimmt, fliegen die Seiten nur so dahin. 

Bereits der erste Band der Reihe hat mir wunderschöne Lesestunden geschenkt und ich war sehr gespannt auf den Fortgang der Handlung. Da die Autorin so perfekt an das vergangene Geschehen anknüpft, hatte ich breits nach den ersten Seiten wieder das Gefühl, selbst Teil der Handlung zu sein und habe mit Maria gehofft und gebangt. Ein großartiger zweiter Teil der Trilogie! 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 374
Ersterscheinung: 14.05.2025
ISBN: 9783746641393
Preis: 14,00
Reihe: Kinder-der-Berge-Saga, Band 2 

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Linda Winterberg für das Rezensionsexemplar! 

Dienstag, 23. Juni 2026

Rezension: Ulrike Renk - Mademoiselle Marthe und die Küche der Freiheit

Marthe und die Liebe zu gutem Essen

Frankreich, 1899: Marthe wächst nach dem Tod ihres Vaters auf dem Selbstversorgerhof ihrer Großmutter in den Vogesen auf. Gemeinsam mit ihrer Mutter lernt sie das harte Leben auf dem Land kennen, bekommt aber dennoch mehr Schulbildung als andere Mädchen ihres Alters. Damit sie auf das Lyzeum gehen kann, zieht die Mutter sogar nach Paris mit ihr und tritt eine Stelle als Köchin bei der Familie Laurent an. Dass Julie eine großartige Köchin ist, wird der Familie schnell bewusst und so ist es auch kein Problem, dass Marthe in einem Mansardenzimmer wohnt und gemeinsam mit ihrer Tochter Florence die Schule besucht. Auch gegen eine Freundschaft haben die Madame und Monsieur Laurent nur anfangs etwas einzuwenden, sodass bald auch Sohn Vincent auf die intelligente, junge Frau aufmerksam wird. Doch kann Marthe dauerhaft in der höheren Gesellschaft bestehen und kann sie irgendwann ihren Traum erfüllen, als Journalistin zu arbeiten?

Ulrike Renk widmet diesen historischen Roman ganz der Gründerin der berühmten Kochschule "Le Cordon Bleu" Marthe Marie Joséphine Distel. Diese hat die Liebe zu gutem Essen von ihrer Mutter in die Wiege gelegt bekommen und mit viel gutem Geschmack, Intelligenz und Interesse einen großen Wissensschatz rund um das Thema angehäuft. Leider hatte die Autorin nur wenige Quellen über das wahre Leben der Marthe und hat diesen Roman rund um die wenigen Informationen herum aufgebaut. So ist ein mitreißender, berührender und interessanter Roman für Fans der französischen Küche entstanden. 

Ich fand den Roman wirklich bewegend und habe ihn sehr gerne gelesen. Es ist zwar schade, dass nur wenige Informationen über die interessante Marthe existieren, aber das gleicht die Autorin mit einer kurzweiligen Handlung und vielen Einblicken in das Leben der damaligen Gesellschaft aus. Dennoch muss ich sagen, dass mich Marthe mit ihrer manchmal etwas ablehnenden und naiven Art gerade am Anfang genervt hat und auch die vielen Rechtschreib- und Tippfehler im Buch sehr störend waren.  

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 592
Ersterscheinung: 14.03.2024
ISBN: 9783746640556
Preis: 14,00 

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Ulrike Renk für das Rezensionsexemplar! 

Freitag, 15. Mai 2026

Rezension: Sabine Hofmann - Weiße Westen, schwarze Nächte

Hedys verhängnisvoller Diebstahl

Ruhrgebiet, 1960er Jahre: Hedy Voss wurde schon als Jugendliche zur Diebin herangezogen und sie hat ihre Aufgabe immer gut gemacht. So ist sie auch heute noch auf Diebeszügen und spioniert auf gewitzte Weise ihre Objekte aus. Dass sie gerade in der Villa von Seufert ein verhängnisvolles Notizbuch findet und einsteckt, das noch schwerwiegende Folgen nach sich ziehen würde, hätte sie nicht gedacht. Denn sie klaut vorallem, um selbst über die Runden zu kommen und ihrer psychisch kranken und tablettensüchtigen Schwester die Aufenthalte in kostspieligen Privatkliniken zu ermöglichen. 

Sabine Hofmann hat das Ruhrgebiet der 1960er Jahre als Kulisse für diesen besonderen Kriminalroman gewählt. Denn die damalige Zeit steckt voller Umbrüche. Neben der Gesellschaft, die sich wandelt, ist auch die politische Situation schwierig und es gibt so manchen Spion, der versucht an Informationen zu kommen, um diese dann für seine Seite möglicht positiv zu verwenden. So gibt es in diesem Roman zwei Seiten, die parallel erzählt werden und dennoch irgendwann zu einem werden. Die historischen Hintergründe wurden von der Autorin gut und gründlich recherchiert und perfekt in der Handlung verwendet. 

Ich war wirklich gespannt auf diesen Roman, denn die Autorin ist mir bereits aus anderen Romanen bekannt und ich mag ihre Art zu erzählen. Diesmal konnte sie mich aber nicht so fesseln, wie ich es mir erhofft hatte. Was zum einen daran lag, dass ich anfangs große Probleme hatte, sämtliche Personen zuzuordnen und nicht durcheinander zu kommen. Zum anderen fand ich die Handlungsstränge etwas verwirrend und kam nicht in den erwünschten Lesefluss, sondern habe mich oft ablenken lassen. Dennoch fand ich die Kulisse, die gewählt wurde und die Atmosphäre des, sich im Aufbruch befindlichen Ruhrgebiets sehr gut getroffen und passend für die Handlung. 

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 352
Ersterscheinung: 13.05.2026
ISBN: 9783746642468
Preis: 13,00 

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Sabine Hofmann für das Rezensionsexemplar! 

Montag, 13. April 2026

Rezension: Fenna Janssen - Das kleine Inselbistro

Jannes Neuanfang auf Langeoog

Janne liebt Langeoog. Denn der Geruch der Luft ist einzigartig und sorgt für ein Wohlgefühl. Diesmal ist es allerdings gemischt mit Anspannung, denn Janne will keinen Urlaub auf der Nordseeinsel verbringen, sondern für immer bleiben. Mit der kleinen Bäckerei, die einst der Insulanerin Stine gehörte, hat sie sich ein Ladengeschäft gekauft, das nun nur noch zum Bistro umgebaut werden muss. Denn Janne liebt es zu kochen und ihre Gäste mit kulinarischen Spezialitäten zu verwöhnen. Doch es ist wie verhext, denn seit der Eröffnung ist kaum etwas los, während bei ihrem Nachbarn Tammo das Geschäft immer brummt. Dass die Insulaner sie meiden, schon alleine weil sie eine Zugezogene ist und dann auch noch sehr perfektionistisch veranlagt, weiß sie, aber eigentlich schmeckt ihr Essen doch immer vorzüglich?! Kann sie auf der Insel doch noch ihr Glück finden und Frieden mit den Einheimischen schließen?

Fenna Janssen hat in diesem siebten Band ihrer Reihe "Liebe, Glück und Sonnenschein" Janne in den Mittelpunkt gestellt. Diese will einen Neuanfang auf der wunderschönen Nordseeinsel wagen, wird von den Einheimischen aber gemieden. Nur ihre neue Freundin Levke und deren engster Freundeskreis stehen ihr zur Seite, doch wird diese Hilfe ausreichen können? Janne ist ratlos, aber hat Mut bewiesen, was ihr die Anerkennung der Leser*innen einbringt. 

Obwohl ich erst einen der sechs Vorgängerbände gelesen habe, liebe ich die Reihe und möchte unbedingt noch mehr von diesen wunderschönen, sommerlichen und unterhaltsamen Wohlfühlromanen lesen. Da ich vor zwei Jahren selbst einen Tag auf der Insel Langeoog verbracht habe, kann ich die Liebe sämtlicher Personen des Romans nachvollziehen, denn mir geht es ebenso. Und das tolle ist, dass bereits nach den ersten gelesenen Seiten dieses Urlaubsgefühl und die entspannte Stimmung von damals wieder in mir aufgekommen sind. Daher volle fünf Sterne für diesen rundum gelungenen Feelgood-Roman! 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 303
Ersterscheinung: 11.03.2026
ISBN: 9783746642437
Preis: 12,00
Reihe: Liebe, Glück und Sonnenschein, Band 7

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Fenna Janssen für das Rezensionsexemplar! 

Dienstag, 10. Februar 2026

Rezension: Katie Cotugno - A League for Love

Lacey & Jimmy - eine spicy Lovestory

Lacey Logan füllt Hallen mit ihren Fans, denn ihre Musik hat sie berühmt gemacht. Doch mittlerweile spürt sie die Last der Berühmtheit und kann keinen Schritt mehr machen, ohne von ihren Fans erkannt zu werden. So bleibt auch die Begegnung mit Jimmy, dem bekannten Baseballspieler nicht lange geheim. Dabei hat Lacey viel dafür getan, dass dieses erste, spicy Zusammentreffen im Verborgenen bleibt. Da ihr der sexy Kerl aber nicht mehr aus dem Kopf geht, schreibt sie ihm nach einigen Tagen privat und der Beginn einer Freundschaft mit gewissen Extras ist gemacht. Doch kann ihre Freundschaft dem Fame und dem Druck ihrer Karrieren standhalten?

Katie Cotugno hat für diese spicy Celebrity-Athlete-Romance zwei Charaktere gewählt, die sehr unterschiedlich sind, aber dennoch in der Öffentlichkeit stehen. So ist Lacey eine junge Frau, die sich zwar über ihre Fans und deren Verbundenheit mit ihr freut, aber auch kaum mehr Privatsphäre hat und jeden Schritt, den sie tut mit ihrem Management abklären muss. Jimmy ist nicht so bekannt wie Lacey und kann deshalb noch ausgehen und Spaß haben, wie es ihm gefällt. Dennoch kämpft er mit den Folgen seiner jahrelangen Profi-Sportkarriere und ist körperlich beinahe am Ende. Obwohl die Beiden so verschieden sind, gibt es da von Anfang an eine Verbindung.

Dieser Roman hat mich bereits auf der ersten Seite überrascht, denn die Autorin verwendet bei beiden Perspektiven die Erzählerform und schreibt komplett in der Gegenwart. Auch ihre Sprache ist eher einfach gewählt und enthält so manche Ausdrücke, die saftig sind. Das war aber leider nicht so mein Ding und ich konnte mich auch nach einigen Seiten nicht daran gewöhnen. Leider hatte auch die Handlung einige Schwächen, über die ich nur schwer hinwegsehen kann. Denn obwohl die Telefonate scheinbar tiefgründig sind und die beiden Protagonisten einandernäherbringt, spüren die Leser*innen das nicht, denn hier stehen eindeutig die spicy Szenen im Vordergrund. Trotz der bewegenden Momente, in denen die Autorin zeigt, wie hart das Leben in der Öffentlichkeit sein kann, war mir der gesamte Roman etwas zu seicht und oberflächlich.  

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Bewertung: 3 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 281
Ersterscheinung: 13.01.2026
ISBN: 9783746641997 
Preis: 15,00

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Katie Cotugno für das Rezensionsexemplar! 

Donnerstag, 8. Januar 2026

Rezension: Lena Johannson - Aufgeben können die anderen

Alice kämpft für ihre Träume

Alice wird Ende des 19. Jahrhunderts geboren und kennt lange Zeit nur die französische Stadt Nantes. Lediglich ihr Vater ist immer wieder in der Provence, um dort neue Waren für den Laden der Familie zu besorgen. Obwohl Alice die kleine Stadt liebt und gerne auf das Gymnasium geht, träumt sie von einem Leben in Paris. Zusammen mit ihrem Jugendfreund Joseph träumt sie sich häufig weit weg und reist in Gedanken an die entferntesten Orte. Auch deshalb ist sie schnell ebenso begeistert wie er, nach Großbritannien zu gehen. Dort arbeitet Alice in London für eine osmanische Familie und lernt durch sie New York, Skandinavien und sogar Brasilien kennen. Wichtiger ist aber, dass die Familie sie in ihrer Leidenschaft für das Schwimmen und schließlich auch das Rudern sehr unterstützt. Nach dem Tod von Alices Mutter führt der Weg des Paares aber wieder zurück in die Heimat und Alice bemerkt, wie rückwärtsgewandt viele Franzosen noch sind, denn es gibt kaum Möglichkeiten für Frauen gemeinsam Sport zu treiben. So wächst der Wunsch in ihr, eines Tages selbst an den Olympischen Spielen teilnehmen zu dürfen und den Männern zu zeigen, wie leistungsfähig Frauen sind. 

Lena Johannson beschreibt auf eine sehr fesselnde Weise die Anfänge der ersten Olympischen Frauenspiele. Alice ist eine beeindruckende Frau, die nicht nur mit vielen schweren Schicksalsschlägen zu kämpfen hatte, sondern auch entgegen der Meinung vieler Männer ganz im Sport aufgegangen ist und sich diesem vollkommen verschrieben hat. Da dieser große Schritt in der Geschichte der Gleichberechtigung der Frau so spannend und mitreißend erzählt wird, fliegen die Seiten nur so dahin. 

Obwohl ich zu meiner eigenen Schande gestehen muss, dass ich sehr viel lieber lese und Zeit mit eher bewegungsärmeren Hobbys verbringe, hat mich dieser Roman von der ersten Seite an gepackt. Daher eine klare Leseempfehlung von mir!

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 381
Ersterscheinung: 13.10.2025
ISBN: 9783746641362 
Preis: 15,00

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Lena Johannson für das Rezensionsexemplar! 

Dienstag, 6. Januar 2026

Rezension: Lana Ferguson - The Game Changer - Die Liebe ist ein süßes Spiel

Cupcakes & Eishockey - eine spicy Mischung!

Delilah Baker ist eine begnadete Bäckerin und hat sich mittlerweile auch eine eigene TV-Backshow auf dem regionalen Sender erarbeitet. Doch momentan sinken die Einschaltquoten und ihr drohen Budgetkürzungen. Als wäre das nicht genug, kehrt genau jetzt ihr Jugendschwarm und erste große Liebe Ian Chase aus Kanada zu seinem Heimatverein zurück. Zusammen mit ihm und ihrem Bruder hat sie unvergessliche Zeiten verbracht und bis zu ihrem sechzehnten Geburtstag war er immer nur wie ein großer Bruder für sie, doch mit der Zeit hat sich das in eine Verliebtheit verwandelt, die auch heute noch präsenter ist, als Lila es sich erhofft hat. Ihr erstes Zusammentreffen ist daher mehr als weird. Als auch Ian die alten Gerüchte, wegen der er damals das Land verlassen hat, wieder einzuholen drohen, wollen sich die Managements der Beiden die gute Freundschaft zunutze machen und mit einer gemeinsamen Sondersendung die Einschaltqoten pushen. Allerdings war niemandem bewusst, wie die beiden Freunde mittlerweile zueinanderstehen. Und bevor sie sich selbst ihrer Gefühle bewusst werden können, brodelt schon die Gerüchteküche...

Lana Ferguson versteht es, die Freundschaft der beiden Protagonisten wieder aufleben zu lassen. Natürlich inklusive so einiger neuer Gefühle, die Beiden zuerst einmal extrem unangenehm sind, den Leser*innen aber schon einen guten Ausblick auf die kommende Zeit geben. Die Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart, Fake-Dating und echten Gefühlen, flirty und spicy Momenten und Situationen mit Tiefgang ist perfekt ausbalanciert und sorgt für ein unterhaltsames Lesevergnügen. 

Ich mochte das Buch sehr gerne und konnte beim Lesen alles um mich herum vergessen. Allerdings gab es hin und wieder einige Längen und Wiederholungen, die mich etwas gestört haben. Insgesamt aber eine schöne Sports-Romance, die mit ihren spicy Szenen aber dennoch nicht zu übertrieben oder unrealistisch rüberkommt.  

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 461
Ersterscheinung: 18.06.2025
ISBN: 9783746641676 
Preis: 15,00

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Lana Ferguson für das Rezensionsexemplar! 

Sonntag, 4. Januar 2026

Rezension: Julie Peters - Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg

Spiekeroog und Friekes Neuanfang 

Frieke ist eigentlich schon auf dem Sprung, denn ihr Neuanfang in Boston steht kurz bevor. Doch Chef Florian hat noch einen letzten Auftrag für sie. Sie soll eine Reportage über den abgelegen und vollkommen offline lebenden Ornithologen Bengt verfassen und hierzu einige Tage auf der Nordseeinsel Spiekeroog verbringen. Dass Bengt schwerer zu knacken ist, als Frieke erwartet hätte, ist eins, aber dass sie auch noch ihrem Vater Ole begegnet, der sie vor dreißig Jahren verlassen hat, das andere. Frieke ist vollkommen überfordert von der Situation und versucht, sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Doch auch die Vermieterin Ebba, die ihr ihre Ferienwohnung überlassen hat, hat eine Bitte an Frieke. Denn in ihren Augen hat sie eine Gabe, die nur wenige Menschen besitzen - sie kann Menschen mit nur einem Blick ansehen, welches das richtige Buch für ihre momentage Situation ist. Deshalb ist Frieke auch die Richtige, der sie freiwillig und guten Gewissens ihren Buchladen auf Spiekeroog überlassen würde, damit sie endlich etwas von der Welt sehen kann, wie sie und ihr Mann es sich vor vielen vielen Jahren versprochen haben. Für Frieke ist aber klar, dass sie nach Bosten gehen wird, komme was wolle. Doch war diese Entscheidung wirklich richtig und ist Frieke glücklich in Boston?

Julie Peters erweckt in ihrem Klappentext den Eindruck, als handelt es sich in diesem Sommerroman um eine leichte Lektüre. Doch das täuscht, denn Frieke hat so einige Probleme zu lösen und bringt so auch die Leser*innen zum Nachdenken und Mitfühlen. So fliegen die Seiten nur so dahin und die Hoffnung auf ein Happy End für alle Charaktere bleibt bestehen. 

Mir hat der Roman sehr gut gefallen und ich habe ihn wirklich gerne gelesen. Allerdings hat er mich gerade zu Beginn nicht allzu sehr gefesselt und ich habe mich leicht von anderen Dingen ablenken lassen, was schade war, denn ab dem zweiten Drittel wird es interessanter und die Handlung nimmt zusehends an Fahrt auf. Daher bin ich auch schon sehr auf den zweiten Band gespannt! 

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 320
Ersterscheinung: 18.05.2018
ISBN: 9783746634135 
Preis: 9,99
Reihe: Friekes Buchladen, Band 1 


Mittwoch, 12. November 2025

Rezension: Eva-Maria Bast - Der Schmuckpalast - Camille und der Glanz von Gold

Schwere Zeiten für Camille und die Familie Cartier

Paris, 1873: Alfred Cartier kehrt nach erfolgreichen Geschäften in London wieder in seine Heimatstadt Paris zurück. Denn er hat in England den Schmuck des familieneigenen Juweliergeschäfts bekannter gemacht und neben guten Kontakten auch alle Schmuckstücke veräußern können. Da sich sein Vater schon länger mit dem Gedanken trägt, das Familiengeschäft nun in die Hände seines Sohnen zu geben, sieht er den richtigen Zeitpunkt nun gekommen. Und Alfred freut sich sehr über diesen Vertrauensbeweis. Denn obwohl auch seine Schwester Camille und deren Mann Prosper bereits in die Herstellung und Vermarktung der hochwertigen Schmuckstücke einbezogen sind, war immer klar, dass Alfred einmal alles bekommen würde. Doch obwohl nun eine neue Generation die Geschicke lenkt, würde sich der Vater noch nicht komplett aus allem heraushalten und die Familie bleibt so eng verwachsen wie eh und je. Diesen Zusammenhalt brauchen sie auch als zwei Schicksalsschläge in kurzer Zeit Camille und die gesamte Familie Cartier tief erschüttern...

Eva-Maria Bast gelingt es auf perfekte Weise an den ersten Band der Familiensaga anzuknüpfen. Da sie kaum Informationen aus dem Vorgängerroman wiederholt, ist es daher angebracht, die Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen. So kommt es aber auch zu keinen Längen zu Beginn des Buches. Da die Handlung durchweg interessant und fesselnd ist, auch dank der schweren Schicksalsschläge, fliegen die Seiten nur so dahin. 

Dieser zweite Band hat mich so gepackt, dass ich das Buch innerhalb eines Tages beendet habe. Denn der Erzählstil von Eva-Maria Bast ist so fesselnd, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Daher bin ich auch schon sehr auf den dritten und leider letzten Band gespannt! 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 319
Ersterscheinung: 12.03.2025
ISBN: 9783746641492 
Preis: 14,00
Reihe: Die Juwelier-Saga, Band 2 

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Eva-Maria Bast für das Rezensionsexemplar! 

Mittwoch, 16. Juli 2025

Rezension: Sharon M. Peterson - The Fake Out - Sie will ihr Leben in den Griff bekommen ... aber ist er die Lösung?

 

Mae & Chris - Ist es Liebe oder nur Fake?

Mae liebt ihren Job in der Bibliothek von Two Harts. Auch wenn sie viel Arbeit hat und ständig Stress mit dem Bürgermeister, der ihr Budget immer weiter kürzt und ihr auch sonst gerne Steine in den Weg legt. Allerdings hatte Mae noch nie einen schlafenden Football-Star zwischen den Regalen sitzen, der nicht wach zu kriegen ist. Als er so auch noch ihre Leidenschaft für Romance-Bücher mitbekommt, möchte sie ihn am liebsten nie mehr wiedersehen. Das ist aber unmöglich, denn besagter Promi hat sich ein Haus in Two Harts gemietet und möchte nicht nur einen Buchclub mit ihr gründen, sondern auch sonst Zeit mit ihr verbringen. Aufgrund unzähliger schlechter Erfahrungen mit Männern, ist Mae sich sicher, nie einen Mann in ihrem Leben haben zu wollen. Trotzdem stimmt sie schließlich der Fake-Verlobung mit ihm zu, denn die Vorteile für beide Seiten überwiegen. Doch das schlechte Gewissen ihrer Familie gegenüber ist groß... und auch die Frage bleibt, ob es wohl doch schiefgehen könnte.

Sharon M. Peterson hat einen kurzweiligen und unterhaltsamen Erzählstil, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Zusätzlich zur gelungenen Einteilung in eher kurze Kapitel, haben alle eine Überschrift, die aus den unterschiedlichsten Anmachsprüchen, die von Leserinnen und Lesern stammen, die der Autorin bei Social Media folgen. Das ist wirklich witzig und sorgt für Lacher. Obwohl allein Mae den gesamten Roman über als Erzählerin aus der Ich-Perspektive fungiert, wird es niemals zu eindimensional oder gar langweilig, denn sie ist eine realistische Persönlichkeit mit einer großartigen Schlagfertigkeit und einem tollen Humor.

Voller Vergnügen habe ich den Buch gelesen und war leider schon innerhalb kürzester Zeit am Ende angelangt. Ich habe die Story geliebt und mich in jeder Situation wohlgefühlt. Die Mischung aus emotionalen, lustigen und unterhaltsamen Momenten ist wunderbar ausgewogen und hat für mich die perfekte RomCom ergeben! Gerne mehr davon!

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 462
Ersterscheinung: 16.04.2025
ISBN: 9783746641478 
Preis: 15,00 

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Sharon M. Peterson für das Rezensionsexemplar! 

Mittwoch, 28. Mai 2025

Rezension: Susanne Lieder - Astrid Lindgren

 

Das bewegende Leben der Astrid Lindgren

Stockholm, 1929: Astrid Ericsson muss nach drei Jahren ihren Sohn Lasse zu sich holen, weil dessen Pflegemutter schwerkrank ist und sich nicht mehr um ihn kümmern kann. Obwohl sich Astrid sehr auf die Zeit mit ihrem Sohn freut, hat sich auch Angst vor den Einschränkungen, die sie aufgrund des beinahe immer leeren Geldbeutels haben würden. Allerdings ist Astrids Chef Sture Lindgren immer sehr freundlich zu ihr und unterstützt sie. Denn das Leben als alleinerziehende Mutter mit einem unehelichen Kind ist nicht gerade einfach. Auch deshalb gibt sie Lasse nach einiger Zeit zu ihren Eltern, auf den Bauernhof Näs, wo sie eine glückliche Kindheit verbracht hat. Erst mit der Heirat von Sture kann sie Lasse endlich das Heim bieten, das sie sich immer für ihr Kind gewünscht hat und auch sonst fühlt Astrid sich angekommen. Mit ihrer Tochter Karin vervollständigt sich dieses Glück. Doch um Schweden tobt der Zweite Weltkrieg und Astrid fürchtet sich vor der Zukunft. Nur bei den abendlichen Geschichten, die sie Karin vor dem Einschlafen erzählt, kann sie in eine andere Welt abtauchen und mit der kleinen, starken und wirklich einzigartigen Pippi Langstrumpf die wildesten Abenteuer erleben. Dass sie diese Geschichten aber eines Tages einmal niederschreiben und sogar veröffentlichen würde, damit hätte sie zu diesem Zeitpunkt niemals gerechnet...

Susanne Lieder hat das Leben von Astrid Lindgren sehr packend erzählt. Widmet sie sich doch vorallem der Frau, die hinter den berühmten Kinderbüchern steckt und weit mehr als nur eine Schriftstellerin ist. Denn Astrid ist eine Frau, die mit ihrem unehelichen Sohn schon mit achtzehn Jahren ihr Elternhaus und ihre Heimat verlassen musste, vorallem auch um ihre Eltern vor dem Gerede der Dorfbewohner zu schützen. Bereits hier zeigt sich ihre Stärke, die sie ihr ganzes Leben über nicht verliert, sich dessen aber häufig gar nicht bewusst ist. Ebenso wie ihre Fähigkeit, sich in Kinder hineinzuversetzen und die allgemeingültigen gesellschaftlichen Erziehungsmethoden zu hinterfragen.

Bisher haben Biografien nicht zu meinen Lieblingsbüchern gehört, denn sie waren mir häufig zu trocken und die Personen trotz der interessanten Handlungen nicht greifbar. Doch Susanne Lieder konnte mich nun vom Gegenteil überzeugen und ich konnte gar nicht mehr aufhören, in diesem Buch zu lesen. Erzählt sie das Leben von Astrid Lindgren doch sehr lebhaft, realistisch und nahbar, sodass ich die Gedanken und Hintergründe, die die Autorin sich zu den entsprechenden Büchern gemacht hat, nun besser verstehen kann. Vorallem auch, weil Astrid Lindgren ganz selbstverständlich zu einem Teil meiner Kindheit geworden ist und mich so nachhaltig geprägt hat.

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 361
Ersterscheinung: 11.10.2022
ISBN: 9783746640020 
Preis: 14,00
Reihe: Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe, Band 24

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Susanne Lieder für das Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 14. Mai 2025

Rezension: Frida Jacobsen - Sommerhimmel über dem Möwenhof

 

Rückkehr auf den Möwenhof

Maren hat die letzten Jahre in München gelebt, denn dort hatte sie eine tolle Arbeitsstelle und ihr Familienglück mit den drei Kindern und ihrem Mann Tom genossen. Doch dann hat Tom seinen "Seelenpartner" gefunden und Maren und die Kinder verlassen. Seither beherrscht der Stress Marens Leben, muss sie doch Arbeit, Schule und Kindergarten unter einen Hut bringen. Das soll sich aber jetzt ändern, denn nach einer Eigenbedarfskündigung der Wohnung hat Maren beschlossen, wieder zurück nach St. Peter-Ording zu ziehen, wo ihre Mutter, ihre Tante und ihre Schwester noch leben. Auf dem Möwenhof möchte sie endlich wieder durchatmen und einen neuen Job hat sie auch bereits gefunden. Dass der Neustart im idyllischen Ort an der Nordsee anders verläuft als geplant, wirkt anfangs schlimmer, als es tatsächlich ist. Und auch die Liebe kehrt in Form von Werftbesitzer Henning in Marens Leben zurück. Als aber Onkel Ludger urplötzlich und vollkommen überraschend in seine alte Heimat kommt und der Familie mitteilt, dass er den Möwenhof verkaufen will, bricht beinahe die Welt für alle zusammen...

Frida Jacobsen ist es gelungen, eine sommerliche, entspannte und wunderschöne Stimmung zu verbreiten und so die Leser zu fesseln. Der Möwenhof ist eine toll gelegenes Bed & Breakfast und hat großes Potential zum perfekten Urlaubsort. Auch Maren, ihre Kinder, Henning und alle anderen Familienmitglieder - ausgenommen Ludger - sind so liebenswerte, warmherzige und sympathische Menschen, die man einfach gern haben muss.

Ich liebe Sommerromane, die mich mitten ins Herz treffen und mir bezaubernd schöne Lesestunden schenken. Und genau das hat dieses Buch, denn Handlung, Erzählstil und Charaktere haben mir so gut gefallen, dass ich immer weiterlesen wollte. Gerne mehr davon!

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 352
Ersterscheinung: 12.02.2025
ISBN: 9783746641683 
Preis: 13,00

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Frida Jacobsen für das Rezensionsexemplar!

Donnerstag, 8. Mai 2025

Rezension: Linda Winterberg - Die Berghebamme - Hoffnung der Frauen

 

Eine neue Zeit in der Geburtshilfe beginnt

Brannenburg in Oberbayern, 1893: Maria hat in den letzten drei Jahren ihre Ausbildung zur Hebamme an der modernen Münchener Frauengebäranstalt absolviert. Denn auch in der Geburtshilfe sollen modernere und somit hygienischere Zustände herrschen. Sterben doch immer noch viel zu viele Wöchnerinnen aufgrund von mangelnder Hygiene. Nachdem sie ein Brief von ihrem besten Freund Max, der bereits ihr gesamtes Leben immer an ihrer Seite ist, erreicht und er sie bittet, nach Brannenburg zurückzukehren um dort die alte Hebamme Alma abzulösen, ist sie hin- und hergerissen. War sie in ihrem Heimatort doch immer der Bankert, der von seiner Mutter einfach auf den Stufen der Kirche abgelegt worden war und die keinerlei Respekt verdient hat. Dennoch fasst sie sich schließlich ein Herz und macht sich auf die Heimreise in Richtung Berge. Leider erwartet sie dort genau das, was sie erwartet hat. Denn kaum jemand respektiert sie und sie muss sich die Anerkennung der Menschen erst hart erarbeiten. Von Alma erfährt sie nur Verachtung und bekommt mit ihr eine Komkurrentin, die nicht aufgibt. Trotzdem weiß Maria, was sie kann und auch für welchen guten Zweck sie kämpft. Denn die Gesundheit der Frauen und Babys steht für sie immer an oberster Stelle.

Linda Winterberg widmet diese neue Reihe einem ganz besonderen Thema, nämlich der Geburtshilfe im Jahre 1893. Diese befindet sich gerade mitten im Umbruch und hat mit so manchen Hindernissen zu kämpfen. Doch die Protagonistin Maria ist eine starke, junge und sehr intelligente Frau, die sich nicht unterkriegen lässt und immer den Fokus auf dem Richtigen und Wichtigen behält. Da die Autorin einen fesselnden Erzählstil hat, fliegen die Seiten nur so dahin.

Dieser Roman hat mich von der ersten Seite an gepackt, denn durch den abrupten Einstieg in die Handlung hat die Autorin keine Zeit verschwendet und ihre Leser direkt in Marias Leben mitgenommen. Ich finde die Geburtshilfe und Medizin während dieser längst vergangenen Zeit spannend und interessant und habe die Einblicke sehr genossen. Gut gefällt mir auch, dass die junge Hebamme Maria immer wieder in bayerischer Mundart spricht und auch den ein oder anderen Fluch loslässt, so wirkt sie weitaus sympathischer, nahbarer und authentischer. Insgesamt ein rundum gelungener Reihenauftakt, dessen zweiter Teil bald erscheint, sodass ich nicht mehr allzu lange darauf warten muss.

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 410
Ersterscheinung: 17.09.2024
ISBN: 9783746641386 
Preis: 14,00
Reihe: Die Kinder-der-Berge-Saga, Band 1

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Linda Winterberg für das Rezensionsexemplar!

Samstag, 5. April 2025

Rezension: Fenna Janssen - Der kleine Inselferienhof

 

Sonne, Meer und Chaos auf dem kleinen Inselferienhof

Levke lebt schon seit vielen Jahren nicht mehr auf Langeoog, denn nach einer herben Enttäuschung hat sie die Insel Hals über Kopf verlassen. Zurückgelassen hat sie aber nicht nur ihren Ex-Freund Jasper, sondern auch ihre Eltern und den Inselferienhof, der ihrer Familie gehört. Seither war sie kaum auf der Insel und hat das Leben dort auch nicht vermisst, denn sie hat in Zürich ihre Karriere als Hotelmanagerin vorangebracht. Als aber ihre Schwester Silka nicht nur eine Nachricht sendet, sondern gleich anruft, weiß Levke, dass sie dringend auf Langeoog gebraucht wird und nimmt ihren Jahresurlaub, um der Familie zu helfen. Der erste Eindruck der Pension und der chaotischen Verhältnisse zwischen den Eltern ist noch schlimmer als erwartet. Levke packt gleich mit an und macht einen Plan, um den Pensionsbetrieb wieder anzukurbeln und Ordnung in das Durcheinander zu bringen. So leicht wird es ihr aber nicht gemacht und schließlich wird der Urlaub doch ein wenig länger als geplant...

Fenna Janssen hat mit diesem Roman ihre Reihe "Liebe, Glück und Sonnenschein", die auf der ostfriesischen Insel Langeoog spielt, nun um einen sechsten Band erweitert. Hier dreht sich alles um Levke, die nach vielen Jahren auf die Insel zurückkehrt und sich schneller wieder dort wohlfühlt, als sie es erwartet hätte. Doch natürlich dreht sich die Handlung nicht nur um Levke und ihre Rückkehr, sondern auch um den Ferienhof der Familie, den attraktiven und sehr geheimnisvollen Luca, die Geschehnisse aus der Vergangenheit, die immer noch zwischen Silka und Levke stehen und die chaotischen, aber liebenswürdigen Mitglieder der Familie Dirks. So bleibt der Roman durchweg unterhaltsam und kurzweilig.

Als ich den Roman angefangen habe zu lesen, wusste ich noch nicht, dass es noch fünf Vorgängerbände gibt. Das war aber nicht schlimm, denn obwohl alle Pärchen aus den vorherigen Romanen Anteil an der Handlung haben, werden sie ausreichend vorgestellt, sodass die wichtigsten Fakten über sie bekannt sind. Trotzdem bin ich nun neugierig auf die anderen Teile der Reihe und werde diese mit Sicherheit auch noch lesen. Ich hatte während dem gesamten Buch immer gute Laune und habe das Lesen sehr genossen, denn die Athmosphäre ist so wunderbar sommerlich und fühlt sich nach Urlaub und Entspannung an. Das passte für mich perfekt und ich hatte tolle Lesestunden! Allerdings vermisse ich nun die Nordsee und vorallem Langeoog sehr, denn ich war erst im vergangenen Sommer dort und fand es wunderschön!

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 271
Ersterscheinung: 12.03.2025
ISBN: 9783746641584 
Preis: 12,00
Reihe: Liebe, Glück und Sonnenschein, Band 6

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Fenna Janssen für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 16. März 2025

Rezension: Eva-Maria Bast - Der Schmuckpalast - Antoinette und das Funkeln der Edelsteine

 

Die interessanten Anfänge der Schmuckdynastie Cartier

Paris, 1792: Bei einem spektakulären Raub wurden in den Wirren der Französischen Revolution beinahe alle Kronjuwelen des Königshauses gestohlen. Mittendrin die drei Freunde Pierre, Paul und Manon. Doch angestachelt von einigen geglückten Rauben, werden sie übermütig...

Paris, 1934: Antoinette ist nun zwölf Jahre alt und geht ab nun nicht mehr in die Schule, sondern muss die Mutter beim Verkauf des selbst angebauten Obst und Gemüses auf dem Markt unterstützen. Antoinette ist untröstlich, denn sie liebt die Schule und möchte immer noch mehr lernen. Doch der Vater bleibt auch dann hart, als die Lehrerin sogar anbietet, die Zwölfjährige kostenfrei weiter zu unterrrichten. Trotzdem findet sich eine Gelegenheit und Antoinette bleibt so wissbegierig, wie sie es seit jeher war. Als eines Tages ein junger Mann beinahe mit dem Marktwagen der Familie zusammenstößt, begegnet Antoinette das erste Mal dem Goldschmiede-Lehrling Louis-Francois Cartier und sie sieht sein Gesicht immer wieder vor sich. Als sie sich überraschend an einem Sonntag am Ufer der Seine begegnen, fühlen sie sofort eine tiefe Verbundenheit, die schließlich, nach einigen Jahren, in Liebe mündet. Denn sie verstehen sich und sind nicht nur Liebende, sondern auch beste Freunde mit gemeinsamen Zielen - nämlich einer eigenen Goldschmiede-Werkstatt. Da Antoinette wunderbar zeichnen kann und Louis sehr gewissenhaft arbeitet, gelingt es ihnen nach sehr entbehrungsreichen Jahren, das Geschäft von Louis früherem Lehrmeister zu übernehmen. Obwohl sie nun eine etwas sicherere Zukunft haben, bringt das Leben und die politischen Unruhen in Paris immer wieder neue Unwägbarkeiten, die von den Beiden bezwungen werden müssen.

Eva-Maria Bast erzählt in diesem ersten Band der Trilogie rund um die Schmuckdynastie Cartier die Anfänge der Familiengeschichte. Von historischen Begebenheiten geprägt schildert die Autorin auf anschauliche Weise die Firmengeschichte. Immer bemüht um zeitliche Korrektheit, erzählt sie so die vielen Ereignisse, die Antoinette und Louis in ihrem Leben bestreiten mussten.

Die Autorin ist mir bereits von anderen Werken bekannt und ich war sehr gespannt auf diese neue Reihe. Obwohl mir der Roman sehr gut gefallen hat und ich voller Begeisterung immer wieder in das historische Paris eingetaucht bin, hatte ich manchmal den Eindruck, aufgrund der vielen historischen Details und Begebenheiten, in einer Geschichtsstunde gelandet zu sein. Auch deshalb hat mir manchmal die charakterliche Tiefe der beiden Protagonisten gefehlt, die ja dafür sorgt, dass Personen realistisch und nahbar wirken. Obwohl ich nun kleine Schwächen aufgezählt habe, finde ich den Auftaktband der Reihe durchaus vielversprechend und bin schon sehr auf den zweiten Teil gespannt.

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 403
Ersterscheinung: 15.10.2024
ISBN: 9783746641065 
Preis: 14,00
Reihe: Die Juwelier-Saga, Band 1

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Eva-Maria Bast für das Rezensionsexemplar!