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Montag, 12. Oktober 2026

Rezension: Nikolas Kuhl & Stefan Sandrock - Bittere Nacht

Ein komplexer neuer Fall für Juha und Lux 

Und plötzlich stecken Juha und Lux vom LKA Hamburg wieder mitten in einem neuen Fall. Denn aus einem vermeintlichen Suizid wird schnell ein Mordfall und der junge Unternehmer ein Opfer. Als Lux und Juha Zeugen eines weiteren Anschlages werden und den Partner des ersten Opfers ebenfalls nicht mehr retten können, ist klar, dass dieser Fall komplex und schwierig werden wird. So stürzen sich die Beiden sofort in die Ermittlungen, haben aber auch in ihrem Privatleben mit so manchen Schwierigkeiten und unvorhersehbaren Ereignissen zu kämpfen. 

Die beiden Autoren Nikolas Kuhl und Stefan Sandrock haben mit diesem zweiten Band der Reihe sehr gut an den Auftaktteil angeknüpft. Mit einer ausgewogenen Mischung aus Ermittlungsarbeit und Privatleben der beiden Kommissare unterhalten sie ihre Leser*innen. Da die Kapitel eher kurz sind, liest sich der Krimi flüssig und spannend, wenn auch im Mittelteil einige Längen vorhanden waren und der Fall nur langsam vorangeschritten ist. Dafür baut sich gegen Ende deutlich mehr Spannung auf und auch das Ende ist nicht wirklich vorhersehbar. 

Ich mag Juha und Lux sehr gerne und habe mich gefreut, wieder mit ihnen einen neuen Fall zu durchleben. Auch wenn mir auch dieses Mal wieder ein wenig die Spannung gefehlt hat, hatte ich doch Spaß beim Lesen und war gespannt auf die Auflösung, wer denn nun der Täter ist. 

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 464
Ersterscheinung: 12.08.2025 
ISBN: 9783499014291 
Preis: 14,00  
Reihe: Die LKA-Hamburg-Reihe, Band 2 

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag, Nikolas Kuhl und Stefan Sandrock für das Rezensionsexemplar!

Donnerstag, 1. Oktober 2026

Rezension: Katja Haase - Ein Jahr hinterm Deich

Ein Neuanfang an der Nordsee

Elli Markwort ist Anfang fünfzig und hat zwei harte Jahre hinter sich. Denn erst die Trennung von ihrem Freund und kurz danach die Brustkrebsdiagnose haben ihr den Boden unter den Füßen weggezogen. Deshalb braucht sie nun ein Jahr Pause und ist an den Ort zurückgekehrt, an den sie ihre schönsten Kindheitserinnerungen hat und der sogar ihr Geburtsort ist. In Katharinensiel war sie bis zum Tod ihrer Oma jedes Jahr für mehrere Wochen und hat neben Plattdeutsch auch viele andere wichtige Dinge gelernt. Leider ist ihre Oma viel zu früh verstorben und hat Elli mit ihrer rastlosen Mutter zurückgelassen. Die Rückkehr in den kleinen Ort an der Nordsee wirkt für Elli anfangs zwar schwierig und auch das Haus, das sie für ein Jahr gemietet hat, ist alles andere als modern, aber sie lernt es schnell lieben und findet am Landleben immer mehr gefallen. So tut ihr auch die Nähe zu den Dorfbewohnern sehr gut und die Selbsthilfegruppe im Gemeindehaus sorgt dafür, dass sie schnell Anschluss findet und in Taalke und ihrer Vermieterin Käthe schnell sogar so etwas wie Freundinnen. Einzig der Tierarzt Ahrend macht es Elli schwer und sie fragt sich immer wieder, warum er zu ihr gar so grummelig ist.

Katja Haase hat trotz der ernsten Themen, wie Brustkrebs, Trauer oder Trennungen, einen unterhaltsamen Roman geschrieben, der nie ins Negative abdriftet und so die gute Stimmung der Leser*innen niederdrückt. Das Dorfleben in Katharinensiel ist zwar beschaulich und bildet deshalb eine tolle Kulisse für diesen Roman, aber dennoch kommt es zu interessanten und spannenden Situationen, die ein stetes Weiterlesen unabdingbar machen. 

Ich habe das Buch von der ersten Seite an unheimlich gerne gelesen, denn Elli ist einfach eine grundsympathische Frau, die positiv in ihre Zukunft blickt und dennoch nicht unrealistisch wirkt, da auch sie mit ihren Ängsten zu kämpfen hat. Da für mich alles so gut gepasst hat, war das auch sicherlich nicht mein letzter Roman der Autorin und "Alle Farben des Meeres" liegt schon bereit, um bald gelesen zu werden. 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 448
Ersterscheinung: 18.07.2023
ISBN: 9783499010651
Preis: 14,00

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Katja Haase für das Rezensionsexemplar!

Montag, 31. August 2026

Rezension: Sabine Steck - Das Leuchten der kleinen Momente

Ninas Weg zu sich selbst zurück

Nina hatte die Nase voll von ihrem Ehemann, der spontan und ohne sie in seine Pläne einzuweihen, ihre Reise nach Madeira storniert und stattdessen einen geschäftlichen Aufenthalt in Las Vegas wahrnehmen wollte. So hätte sie ihren fünfzigsten Geburtstag an Flughäfen und in Flugzeugen verbracht, statt die Zeit mit ihrem Mann an einem wunderschönen, ruhigen Ort zu verbringen. Martin hat natürlich kein Verständnis für Ninas Wut über seine Planänderung und schüttelt nur den Kopf über sie. Das hat für Nina gereicht und sie hat ein Zimmer in der Villa Primaluna gebucht - nur für sich allein. Denn eins weiß sie sicher, sie wird nicht wieder als Anhängsel bei einer Geschäftsreise dabei sein und dabei doch kaum Zeit mit ihrem Mann verbringen können. In der norditalienischen Villa mit ihrer sympathischen Besitzerin Consilia fühlt sie sich schnell heimisch und merkt immer mehr, dass ihr das einfach leben komplett verloren gegangen ist. Dabei ist es das, was sie dringend braucht, um endlich wieder frei atmen zu können und auf ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse hören zu können. 

Sabine Steck hat ebenfalls das getan, was auch Nina in ihrem Roman tut - sie hat das Leben in Deutschland hinter sich gelassen und lebt nun in Italien. So ist die Liebe der Autorin zu Italien auch während der gesamten Handlung deutlich zu spüren. Allerdings ist nicht die Schönheit der Landschaft der Hauptinhalt des Buches, sondern die Selbstfindung von Nina. Denn die kann fernab der Heimat endlich wieder einmal nachdenken, was sie in ihrem Leben wirklich möchte und ob da nicht noch mehr ist, als nur das Funktionieren für den Alltag, die Ehe und die Bedürfnisse ihres Ehemannes. 

Da ich dieses Buch tatsächlich ganz ohne irgendwelche Erwartungen begonnen habe, war ich schnell begeistert, wie bewegend die Autorin die Gedanken und Gefühle von Nina schildert. Denn obwohl es sich hier um eine fiktive Frau in der Mitte ihres Lebens handelt, wirkt sie total real und könnte somit auch eine Frau aus meinem Heimatort sein. Das und die traumhaft schöne, hügelige Landschaft rund um die Villa, die unheimlich sympathische Consilia, aber auch sämtliche andere Charaktere und die vielen Gedanken zum Leben, die Kraft der Stille und die Suche nach dem Selbst haben diesen Roman für mich unvergesslich gemacht! 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 288
Ersterscheinung: 17.07.2026
ISBN: 9783499018749
Preis: 14,00

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Sabine Steck für das Rezensionsexemplar! 

Donnerstag, 6. August 2026

Rezension: Hedda Anders - Mörder bei die Fische

Eine Leiche statt einem Aal - ein schwieriger Fang

Wencke Dierksen lebt mit Hosse in ihrer alten Heimat und fühlt sich mittlerweile wieder heimisch dort. Doch auf die legendäre "Aalnacht" hat sie eigentlich keine Lust, Hosse zuliebe geht sie aber mit ihm hin. Dass dort gleich wieder Arbeit auf sie wartet, hätte sie aber nicht erwartet. Denn der ungeschlagene Aalkönig fängt in diesem Jahr statt einem Aal den Aussiedler und Tierschützer Peter Hacke, dessen Leiche sich wohl im Schilf verfangen hat. So steckt Wencke schnell wieder mitten in den Ermittlungen und darf, diesmal mit Verschwiegenheitserklärung, an Kleists Seite ermitteln. 

Hedda Anders hat einen ganz besonderen Humor, mit dem sie das Landleben in Sorum gehörig auf die Schippe nimmt. So sorgt sie für so manchen Lacher beim Lesen und unvergessliche Lesestunden. Der Fall des toten Tierschützers steht zwar im Mittelpunkt des Krimis, aber auch Wenckes Privatleben kommt nicht zu kurz, weshalb es ratsam ist, die beiden Bände der Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen. 

Bereits der erste Teil dieser Reihe hat mich begeistert und mir kurzweilige Lesestunden beschert, weshalb ich nun unbedingt weiterlesen wollte. Denn Wencke lebt mittlerweile mitten in einer riesengroßen Baustelle, weil Hosse ihr uraltes Haus renoviert und endlich schick macht. Das, der Mordfall und die eigentümlichen, ganz besonderen Bewohner Sorums machen diesen Krimi einzigartig und wirklich unterhaltsam!  

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 240
Ersterscheinung: 13.03.2026
ISBN: 9783499015311
Preis: 14,00
Reihe: Ein Mord auf dem platten Land, Band 2 

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Hedda Anders für das Rezensionsexemplar! 

Dienstag, 28. Juli 2026

Rezension: Jojo Moyes - Ein ganz besonderer Ort

Wenn Glück und Unglück nah beieinanderliegen

1963: Vivi ist seit vielen Jahren in den etwas älteren Douglas verliebt. Doch niemand ahnt etwas von dieser Schwärmerei, weshalb es sie umso mehr trifft, als er sie bei ihrem ersten Jagdball alleine stehen lässt und nur noch Augen für die ätherische Athene hat. Auch die Hochzeit der Beiden ist eine Tortur für Vivi und sie zieht sich bald immer mehr aus ihrer alten Heimat zurück und verbringt die meiste Zeit in London.

2001: Suzanna ist die älteste Tochter von Vivi und Douglas. Als das schwarze Schaf ihrer Familie hat sie bereits einige schwere Jahre hinter sich. Hat sie doch in den vergangenen Jahren extrem viel Geld ausgegeben, um sich über ihre unglücklichen Gedanken hinweg zu trösten. So waren sie und ihr Mann Neil bald hemmungslos verschuldet und mussten ihre Wohnung in London verkaufen und zu Vivis Eltern nach Dere Hampton ziehen. Doch Suzanna fühlt sich in der Kleinstadt nicht wohl und möchte auch so wenig Kontakt wie möglich zu ihrer Familie, wo jedes Wort zu Streitereien führt, denn Suzanna ist nur Vivis Stieftochter und eigentlich die Tochter von Athene, die aber bei der Geburt verstorben ist. Mit einem eigenen Laden im kleinen Städtchen möchte sie sich einen Traum erfüllen und nicht nur für sich eine Aufgabe finden, sondern auch anderen Menschen einen Rückzugsort bieten, wo sie in aller Ruhe einen Kaffee trinken können. Dass sich ihr Traum sogar erfüllt und sie mit ihren Stammkunden auch Freunde hinzugewinnt, hätte Suzanna nicht für möglich gehalten. 

Jojo Moyes schildert das Familienschicksal der Fairley-Hulmes auf eine bewegende Weise, mit vielen emotionalen Momenten und Einblicke tief in die Gedanken der Familienmitglieder, wobei aber Vivi und Suzanna im Mittelpunkt der Handlung stehen. Was anfangs etwas verwirrend wirkt, gibt nach einigen Seiten Sinn und bildet einen roten Faden, der sich durch das Geschehen zieht. Denn gerade der erste Teil des Buches, der im Jahre 1963 spielt, scheint nicht zum Klappentext und dem erwarteten Roman zu passen, fügt sich schlussendlich aber perfekt in die Handlung ein.

Leider hatte ich mit diesem Buch so meine Schwierigkeiten. Denn ich habe einige Zeit gebraucht, um mit den Charakteren warm zu werden, die allesamt immer wieder etwas seltsam agiert haben und auch wenig nahbar waren. Das hat sich mit der Zeit aber gelegt und ich war neugierig, wie die Familiengeschichte der Fairley-Hulmes und der Peacocks weitergeht. Allerdings war ich während der knapp 500 Seiten nie so gefesselt, dass ich das Buch nicht freiwillig aus der Hand legen wollte, was schade war, denn ich hatte mir mehr erhofft.

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 496
Ersterscheinung: 28.08.2025
ISBN: 9783499267949
Preis: 18,00

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Jojo Moyes für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 26. Juli 2026

Rezension: Sarah Martens - Für immer an deiner Seite

Ein Roman, bei dem Lachen und Weinen nah beieinanderliegen 

Daniel hat in Emma seine große Liebe gefunden. Sieben Jahre sind sie nun schon ein Paar und wollen im nächsten Jahr auch endich heiraten. Allerdings kommt dann Daniels Krebsdiagnose und ihr aktives und glücklich Leben wird beinahe auf Pause gesetzt. Denn der Krebs ist aggressiv und Daniel bleiben nur noch wenige Monate. Die verbringen die Beiden immer zusammen und versuchen, noch möglichst viel voneinander zu haben. Dennoch verstirbt Daniel nach nur wenigen Wochen und lässt Emma mitten im nasskalten Januar in ihrem Stadthaus in Inverness allein zurück. Emma ist verzweifelt und würde ihr Haus am liebsten gar nicht mehr verlassen. Doch Daniel kannte seine Emma gut und wusste um ihre Art zu trauern und hat ihr mithilfe von vielen Briefen und einem ganz besonderen Geschenk einen Ausweg geboten. Denn der Terrier-Mischling Sam hat im Tierheim zuerst Vertrauen zu Daniel gefasst, nachdem er nach dem Tod seines Herrchens in diesem Zwinger eingesperrt leben musste und am liebsten gar nicht mehr aufgestanden wäre. In Sam sieht Daniel den perfekten Hund für seine Emma und sie nimmt sein Geburtstagsgeschenk schließlich an. Niemals hätte sie gedacht, dass sie durch Sam Trost und einen weniger pessimistischen Blick in die Zukunft gewinnen könnte, doch er beweist ihr das Gegenteil und bringt sie ganz langsam wieder ins Leben zurück. 

Sarah Martens hat hier eine großartige Liebesgeschichte zu Papier gebracht. Denn sie vereint die Trauer um den Herzensmenschen und den Blick in die Zukunft, nachdem ein Teil eines Paares alleine zurückbleibt. Mit Hund Sam bietet sie Emma einen Anker in schweren Zeiten und einen treuen und empathischen Freund, der ihr immer zur Seite stehen wird. 

Dieser Roman hat mich von der ersten Seite an tief berührt und mitgerissen. Denn ich liebe Hunde und kann diese Treue, tiefe Zuneigung und Empathie, wie sie nur Hunde haben, nachvollziehen. Da während der gesamten Handlung lagen die Trauer um Daniel und die unterhaltsamen Momente mit Sam dicht beieinander und ich musste immer wieder lachen, habe aber auch so manche Träne vergossen, wenn es allzu emotional und traurig war. Daher war dieser Roman einfach nur perfekt für mich und ich kann ihn allen Hundefreunden und Fans von wunderschönen Liebesgeschichten nur ans Herz legen! 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 416
Ersterscheinung: 15.04.2025
ISBN: 9783499015816
Preis: 14,00 

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Sarah Martens für das Rezensionsexemplar! 

Mittwoch, 3. Juni 2026

Rezension: Karen Sander - Die Tiefe: Verloren

Das großartige Ende einer Trilogie

Mascha Krieger und Tom Engelhardt haben sich nun endlich als Paar geoutet und sind froh, ihr Versteckspiel nun endlich aufhören zu können. Was auch gut ist, denn die Verfolgung von Mascha durch die junge Frau im blauen Dacia ist immer noch Realität und auch die Überwachungskamera in ihrem Wohnzimmer wirft noch Fragen auf. Auch die sieben und leider bald acht Mordopfer sorgen für weitere Unklarheiten, denn ein Zusammenhang zwischen den Morden ist nicht erkennbar und dennoch handelt es sich um einen Serienmörder, der scheinbar noch nicht am Ende seiner Pläne angelangt ist. Doch können sie die Mordserie aufklären, bevor sie noch weitere Opfer fordert?

Karen Sander gelingt es während der gesamten Trilogie die Spannung extrem hoch zu halten und so die Leser*innen zu fesseln. Denn Mascha und Tom sind zwei sehr sympathische und großartige Ermittler, die perfekt als Paar funktionieren. Obwohl die gesamte Handlung von der Angst vor weiteren Morden überschattet wird, ist die Atmosphäre nie übertrieben dunkel. Da die Autorin in chronologischer Reihenfolge zwischen den unterschiedlichen Schauplätzen wechselt, sind die gesamten Geschehnisse sehr kurzweilig und es bleibt immer spannend. 

Da bereits die ersten beiden Bände der Trilogie mich so gefesselt haben, dass ich kaum aufhören konnte zu lesen, war ich nun wirklich auf die Auflösung des Falls gespannt. Und diese ist großartig, spannend und rundum perfekt. Da die Autorin die Reihe mit einem Cliffhanger beendet, deutet bereits alles auf weitere Bände hin und das finde ich wirklich gut, denn selten habe ich eine so gelungene Krimi- beziehungsweise Thriller-Reihe gelesen! 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 400
Ersterscheinung: 15.05.2026
ISBN: 9783499016127
Preis: 14,00
Reihe: Engelhardt & Krieger ermitteln, Band 9

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Karen Sander für das Rezensionsexemplar! 

Samstag, 30. Mai 2026

Rezension: Manuela Inusa - Lake Paradise - Ein Ort für Träume

Eine neue Liebesgeschichte in Lake Paradise?

Trish liebt ihr Leben in der Kleinstadt Lake Paradise. Auch wenn sie bisher schon so einige Hürden meistern musste und seit ihrem siebzehnten Lebensjahr für ihre beiden jüngeren Schwestern verantwortlich ist, da ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sind. Als Besitzerin eines Tiersalons kann sie ihre Liebe zu Tieren ausleben und gleichzeitig mit ihrer besten Freundin Lexi zusammenarbeiten. Aber eins fragt sie sich immer häufiger - warum hat sie noch immer niemanden an ihrer Seite, mit dem sie Freud und Leid teilen kann? Dabei datet sie doch so viel, trifft dabei aber immer wieder die Falschen...

Wyatt ist vor vier Jahren aus Omaha in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Denn nachdem ihn seine Ex-Freundin Hannah nach der Geburt ihrer Tochter immer mehr im Stich gelassen hat und lieber mit ihren Freundinnen feiern oder in den Urlaub gegangen ist, hat sie die Beiden irgendwann einfach verlassen und war lange Zeit spurlos verschwunden. Deshalb hat Wyatt dankbar das Angebot seiner Mutter angenommen, sich mit ihm um die kleine Abigail zu kümmern, während er seiner Arbeit als Sheriff nachgehen kann. Bereits in seinen ersten Wochen ist ihm die acht Jahre jüngere Trish ins Auge gestochen und hat sich heimlich in sein Herz geschlichen, allerdings sieht sie in ihm wohl nur den Kleinstadtpolizisten und Helfer bei Problemen, nicht aber Boyfriend-Potential...

Manuela Inusa schildert das Kleinstadtleben in Lake Paradise auf sehr unterhaltsame Weise und stellt dabei die drei Damen Delores, Murielle und Sadie in den Vordergrund, um Informationen über das tägliche Geschehen einzubringen. Aber auch Trish und Wyatt bekommen kapitelweise die Gelegenheit, die Dinge aus ihrer Sicht zu erzählen und einen Blick in ihre Gedanken und Gefühle zuzulassen. Da in Lake Paradise immer etwas los ist, fliegen die Seiten nur so dahin und unterhalten die Leser*innen auf großartige Weise. 

Da die Autorin zu meinen liebsten Autorinnen gehört, habe ich das Buch voller Freude gelesen und war auch nach längerer Pause zu den beiden Vorgängerbänden schnell wieder mitten im Geschehen. Ich liebe das beschauliche Kleinstadtleben und die unterschiedlichen Charaktere, die allesamt total liebenswürdig sind. Daher finde ich es schade, dass es nun keinen vierten Band mehr geben wird. 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 352
Ersterscheinung: 15.08.2023
ISBN: 9783499007507
Preis: 12,00
Reihe: Lake Paradise, Band 3

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Manuela Inusa für das Rezensionsexemplar! 

Donnerstag, 21. Mai 2026

Rezension: Karen Sander - Die Tiefe: Verblendet

Das Morden geht weiter...

Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt steckt immer noch mitten in den Ermittlungen rund um den Mord der Familie auf der Segeljacht. Er konnte zwar gemeinsam mit seiner Kollegin und Freundin Mascha Krieger einen Trittbrettfahrer ermitteln und hinter Gitter bringen, aber der Vierfachmörder der Familie fehlt immer noch. Zudem sind noch weitere Leichen aufgetaucht und ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Morden noch nicht geklärt. Tom, Mascha und alle ihre Kollegen ermitteln auf Hochtouren, aber auch in ihrem Privatleben steht die Zeit nicht still und gerade bei Mascha geht es alles andere als beschaulich zu. 

Karen Sander knüpft mit diesem zweiten Band der Trilogie nahtlos an den Vorgängerteil an. Somit befinden sich die Leser*innen direkt wieder mitten im Geschehen und werden nicht von langen Einleitungskapiteln ausgebremst. Daher ist es ratsam, die einzelnen Bände der Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen, wohingegen die drei Trilogien rund um die beiden Ermittler auch einzeln gelesen werden können. Durch viele Orts- und Perspektivwechsel erhält die Handlung eine Vielschichtigkeit, die für noch mehr Spannung sorgt. 

Diese Reihe hat mich vollkommen in ihren Bann gezogen und ich kann beim Lesen alles um mich herum vergessen. Denn der Mordfall der Familie zieht sich durch alle drei Bände und bringt so manche Wendung der Ereignisse mit sich. Es faszinert und begeistert mich sehr, wie die Autorin eine solche Spannung aufbaut und dennoch nie übertreibt oder ins unrealistische abrutscht. Nun bin ich wirklich neugierig auf den dritten und leider schon letzten Band, denn bisher habe ich tatsächlich noch nicht wirklich eine Idee, wer hinter alldem stecken könnte...

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Bewertung: 5 von 5 Sterne 

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 352
Ersterscheinung: 20.02.2026
ISBN: 9783499016110
Preis: 14,00
Reihe: Engelhardt und Krieger ermitteln, Band 8

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Karen Sander für das Rezensionsexemplar! 

Sonntag, 17. Mai 2026

Rezension: Stefan Kuhlmann - Umweg zum Sommer

Ein ganz besonderer Roadtrip

Martins Leben ist gerade geprägt von Geldproblemen und fehlender Inspiration für neue Songs. Denn der Chartstürmer hatte in den Nullerjahren einen Hit, der ihm zu großem Ruhm verholfen hat, konnte aber keinen zweiten nachlegen und ist so wieder in Vergessenheit geraten. Dennoch hat Martin sein Leben der Musik verschrieben und muss deshalb auch den Gig als Aushilfsbassist einer anderen Band annehmen. Obwohl er bereits 49 Jahre alt ist, hat er kaum Geld und lebt immer noch in seiner Studentenbude. Als seine Freundin Sophie auch noch Schluss macht, hat er das Gefühl, wieder bei Null starten zu müssen. Als aber nun seine Schwester Nicole aufgrund eines Burnouts eine Therapie in Bayern antreten muss, hat er automatisch die Verantwortung für ihren Sohn Karl. Für Martin droht der Gig in Portugal ins Wasser zu fallen - höchstens er fährt einfach und erzählt seiner Schwester nichts davon. Das ist der Beginn eines ganz besonderen Roadtrips, der für so manchen unvergesslichen Moment für Martin und Karl sorgt. 

Stefan Kuhlmann hat hier einen unterhaltsamen, kurzweiligen Sommerroman geschaffen, der teilweise nachdenklich stimmt, aber auch mit so mancher Situation zum Schmunzeln aufwartet. Die Reise führt Onkel und Neffe durch die Schweiz, Italien, Frankreich, Spanien und Portugal und schon allein durch die wechselnde Kulisse dieser südeuropäischen Länder kommt Urlaubsstimmung auf. Da sich der Erzählstil des Autors flüssig liest, fliegen die Seiten nur so dahin. 

Obwohl ich anfangs ein paar Schwierigkeiten mit dem Einstieg in die Handlung hatte und erst im zweiten Drittel in einen stetigen Lesefluss gefunden habe, konnte ich letztlich den Roman sehr genießen und in die besondere Atmosphäre eintauchen. Da mir beide Protagonisten im Lauf der Geschichte immer mehr ans Herz gewachsen sind, war ich mit dem Ende sehr zufrieden und fand es perfekt gelungen. 

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 352
Ersterscheinung: 13.05.2025
ISBN: 9783499015984
Preis: 16,00 

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Stefan Kuhlmann für das Rezensionsexemplar! 

Montag, 11. Mai 2026

Rezension: Karen Sander - Die Tiefe: Versunken

Serienmörder oder Zufall?

Alina bereut ihre vorschnelle Aussage, tauchen zu können bereits ab der ersten Minute danach. Denn nun soll sie die Hobbyschatzsucher Danny und Timm auf einem Tauchgang zu einem versunkenen Wikingerschiff begleiten. Doch das, was Alina stattdessen auf dem Meeresgrund entdeckt, wird ihr noch lange im Gedächtnis bleiben. Denn wer vergisst schon den Moment, wenn er eine einäugige Leiche aus einem Segelboot herausschauen sieht. Da es sich bei dieser Leiche allerdings um die Mutter einer vierköpfigen Familie handelt, die zusammen ermordet wurde, muss Krimialhauptkommissar Tom Engelhardt notgedrungen seinen Urlaub in Spanien abbrechen und an die Ostsee zurückkehren. Auch seine Freundin Mascha Krieger, die als Kryptologin bei einer Sonderkommission arbeitet, hat direkt nach ihrem Lehrgang in Vancouver einen neuen Fall und muss einen rätselhaften Brief entschlüsseln. Dieser soll die Spur zum Mörder einer ermordeten Gynäkologin sein. Als in Toms Nähe zwei weitere Leichen in einem Motorboot entdeckt werden, liegt die Frage nahe, ob es sich um einen Serienmörder handelt oder alles nur zufällig ähnlich ist. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren...

Karen Sander beginnt diesen ersten Teil einer neuen Trilogie rund um die beiden Ermittler Tom Engelhardt und Mascha Krieger mit einem abrupten Einstieg in das Geschehen. So wirkt es anfangs ein wenig überraschend und überfordernd, denn es tauchen viele neue Personen auf, die vorallem dann unbekannt sind, wenn noch keiner der sechs Vorgängerbände gelesen wurde. Was allerdings nur kurze Zeit ein Problem darstellt, denn die Namen sind eingängig und schnell den passenden Personen zuordenbar. Die Fälle an sich haben nichts miteinander zu tun, dennoch passen sie gut zusammen und werden durch die beiden Protagonisten verbunden. Da die einzelnen Tage als Kapitel dienen und darunter jeweils die Schauplätze für eine weitere Unterteilung in relativ kurze Abschnitte sorgen, fliegen die Seiten nur so dahin.

Obwohl ich eher weniger Krimis und Thriller lese, kann ich die gebannten Lesestunden mit einem guten Buch aus diesem Genre sehr schätzen. So erging es mir auch mit diesem Reihenauftakt und ich bin wirklich froh, dass die beiden anderen Bände auch schon hierliegen. Denn ich bin wirklich neugierig, wie es bei Tom und Mascha weitergeht, schließlich läuft der Mörder der vierköpfigen Familie immer noch frei herum. 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 368
Ersterscheinung: 11.11.2025
ISBN: 9783499016103
Preis: 14,00
Reihe: Engelhardt und Krieger ermitteln, Band 7 

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Karen Sander für das Rezensionsexemplar! 

Dienstag, 28. April 2026

Rezension: Liv Helland - Die Schloss-Schwestern: Dünensommerliebe

Drei Schwestern und eine Menge Geheimnisse

Der erste Monat auf Schloss Süderholt ist für die drei Schwestern Marie, Ebba und Levke nun um. So bleiben noch zwei Monate, die sie alle gemeinsam in ihrem alten Heimatort verbringen müssen, um die testamentarischen Verfügungen ihres Großvaters zu erfüllen. Doch obwohl sie schon auf den Spuren der Familie Jensen und auf so manches Geheimnis gestoßen sind, ist noch vieles rätselhaft. Deshalb verbringt Marie auch viel Zeit mit Noah, denn er und dessen dementer Großvater besitzen noch Unterlagen über das Schloss und in klaren Momenten sind die Erzählungen des alten Mannes eine große Hilfe. Doch eine vollständige Lösung um die Geschehnisse in dieser bedeutendenden Nacht 1960 gibt es noch lange nicht. Für Ebba dreht sich stattdessen alles um ihre Tochter Feli und deren Vater Cord, der erst jetzt von seiner Vaterschaft erfahren hat und nun dementsprechend wütend und enttäuscht ist. Doch die Annäherung der Beiden klappt gut und mit dem Surfen haben sie ein tolles gemeinsames Hobby. Levke bangt leider um ihren großen Traum, selbst Events im Schloss ausrichten zu können, denn das Denkmalschutzamt ist streng und Levke weiß, dass sie sich eine solche Renovierung nicht leisten kann, wie der Beamte fordert. 

Liv Helland erzählt in diesem zweiten Band rund um die Schloss-Schwestern nahtlos weiter und knüpft direkt an Vergangenes an. Da sie die Trilogie nicht auf die Schwestern aufgeteilt hat, sondern in die drei Monate der testamentarischen Forderung, kommen alle drei Schwestern und andere Charaktere abwechselnd mit dem Erzählen dran und sorgen so für eine vielschichtige und abwechslungsreiche Handlung. 

Diese Reihe hat mich bisher von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Denn die Autorin hat eine großartige Art zu erzählen. Zudem finde ich die Gliederung der drei Bände perfekt gelungen und mag es, dass alle Personen gleichermaßen in den Fokus rücken und ihre Perspektive in die Gesamthandlung einfließt. So bleibt es immer spannend und ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Schade, dass es noch ein wenig dauert, bis der dritte und leider schon letzte Band erscheint.  

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 320
Ersterscheinung: 13.03.2026
ISBN: 9783499017322
Preis: 14,00
Reihe: Die Schloss-Schwestern-Trilogie, Band 2

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Liv Helland für das Rezensionsexemplar! 

Mittwoch, 15. April 2026

Rezension: Miriam Georg - Das Tor zur Welt: Hoffnung

Ava & Claire - Zwei unterschiedliche Frauen in Hamburgs Auswandererhallen 

Hamburg, 1912: Claire wurde nach ihrer Ankunft in New York direkt wieder zurück nach Hamburg geschickt, denn eine schlimme Augeninfektion hat die Einreise verhindert. So lag sie wochenlang im Krankenhaus und wird einen bleibenden Schaden am linken Auge behalten. Doch schlimmer ist die Zurückweisung durch ihren Geliebten Magnus, der sie in New York verleugnen ließ und lieber zu seiner Ehefrau nach Hamburg zurückgekehrt ist, um zu tun, als wäre nie etwas geschehen und er habe Claire schon lange nicht mehr gesehen. Aber auch Ava, ihre Freundin, der sie das Ticket für die Überfahrt nach Amerika gestohlen hat, kämpft weiter um eine gerechte Zukunft und arbeitet für ein kleines Zimmer und ein wenig Geld in Ballinstadt. Dennoch vergibt sie Claire ihr plötzliches Verschwinden und gemeinsam machen sie sich daran, endlich einen Weg für ihre Zukunft zu finden, der sie glücklich werden lässt. 

Miriam Georg knüpft in diesem zweiten Band der Reihe rund um die Hamburger Auswandererhallen nahtlos an den ersten Band an. Daher sollte die Reihe in der richtigten Reihenfolge gelesen werden, denn Vorkenntnisse sind dringend notwendig. Mithilft von vielen Perspektiven vermittelt die Autorin einen umfassenden Einblick in das Leben der Auswanderer und der Menschen, die an ihrer Ausreise maßgeblich beteiligt sind. Durch diese unzähligen Perspektiven und Charaktere entwickeln sich viele Handlungsstränge, die letztlich aber zu einem runden Abschluss finden. 

Ich habe diesen zweiten Band nun mit längerem Abstand zum ersten Teil gelesen, hatte aber dennoch keine Probleme, wieder in die Handlung zu finden, denn diese war sehr eindrücklich und dadurch noch im Gedächtnis. Claire hat mich nun wirklich beeindruckt, denn aus der verwöhnten, egoistischen Göre ist eine erwachsene, reife und hilfsbereite Frau geworden, die für sich einsteht, aber auch an ihre Mitmenschen denkt. Aber auch Ava ist unheimlich reif und begeistert mich durch ihr großes Herz und ihre Fähigkeit Claire zu verzeihen und voll und ganz zu ihrer Freundin zu stehen, obwohl sie einen riesengroßen Verrat durch sie erlitten hat. Allein diese beiden Frauen sorgen dafür, dass mir die Dilogie noch lange im Kopf bleiben wird, aber auch sämtliche andere Charaktere sind beeindruckend, wenn auch nicht immer nur im positiven Sinne. Daher vergebe ich gerne fünf Sterne spreche eine klare Leseempfehlung aus! 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 656
Ersterscheinung: 18.10.2022
ISBN: 9783499008580
Preis: 14,00
Reihe: Die Hamburger Auswandererstadt, Band 2

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Miriam Georg für das Rezensionsexemplar! 

Samstag, 7. März 2026

Rezension: Sophie Tammen - Kojengrab: Frau Scholles Gespür für Mord

Gabriele Scholle, wieder auf Amrum und wieder eine Leiche

Die Wiesbadener Polizeisekretärin Gabriele Scholle kehrt nach vier Monaten in ihrer Heimat wieder auf die Nordseeinsel Amrum zurück. Kaum ist sie dort angekommen, findet sie schon wieder eine Leiche. Diesmal im berühmten Öömrang Hüs, wo sie eigentlich auf eine interessante Führung durch das Haus gewartet hat. Leider wurde die ehrenamtliche Gästeführerin und Journalistin Greta Jansen ermordet und in ein Alkovenbett im Museumshaus drapiert. Und schon steckt Gaby wieder mitten in den Ermittlungen, denn ohne sie und Frerk geht irgendwie nichts vorwärts. Doch die Spuren sind uneindeutig und die beiden Hobbyermittler tappen lange im Dunkeln.

Sophie Tammen setzt die Cosy Crime-Reihe rund um Gabriele Scholle und die Insel Amrum mit einem spannenden und undurchsichtigen zweiten Teil fort. Sehr sympathisch, wagemutig und klug ermitteln die beiden Freunde Frerk und Gaby, natürlich gemeinsam mit Labradoodle-Hündin Dolores. Die Insel Amrum ist eine perfekte Kulisse für diese Reihe und wird von der Autorin voller Liebe zu diesem Ort sehr authentisch beschrieben. 

Sophie Tammen alias Anne Barns gehört zu meinen liebsten Autorinnen und sie hat mich mit ihrer Amrum-Liebe mittlerweile auch schon infiziert, sodass mein nächster Nordseeurlaub mich definitiv auf diese Insel führen wird. Dieser zweite Fall von Gabriele Scholle ist wieder sehr gelungen, denn ich mag es, wie der Fall bis zum Ende fesselnd und unklar bleibt. Daher wünsche ich mir sehr, dass es in Zukunft noch weitere Fälle von ihr und ihrem zauberhaften Hund Dolores geben wird. 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 320
Ersterscheinung: 15.04.2025
ISBN: 9783499012761 
Preis: 13,00
Reihe: Frau Scholle ermittelt auf Amrum, Band 2

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Sophie Tammen für das Rezensionsexemplar! 

Montag, 2. März 2026

Rezension: Anne Barns - Der Klang von Wind und Wellen

Julias wertvoller Winter auf Amrum

Julias Leben ist gerade vollkommen im Umbruch. Denn vor einem halben Jahr hat sie sich von ihrem Ex-Freund Tobias getrennt und ist zu ihrem Großvater ins Haus gezogen. Dort konnte sie sich besser um ihn kümmern und die Zeit mit ihm genießen. Doch nun ist er gestorben, Julia ist unendlich traurig und zudem auch noch ohne Arbeitsstelle, denn auch diese hat sie vor kurzem verloren. Als sie Fotos und ein Notizbuch findet, das auf eine tiefere Verbindung zu Amrum hindeuten und nicht nur an die alljährlichen Familienurlaube erinnern, macht sie sich spontan auf den Weg dorthin. Und Julia findet auf der kleinen Insel nicht nur Entspannung und Ruhe, sondern auch Freunde, Spuren ihrer Großeltern und einen Job.

Anne Barns widmet diesen Roman ganz Julia, die vor vielen Neuanfängen steht und auf Amrum die Zeit findet, sich Gedanken über ihr Leben, ihre Träume und ihre Zukunft zu machen. Die Handlung ist erfüllt von der winterlichen Stimmung der Nordseeinsel Amrum und gibt Julia und ihrer Zeit dort den perfekten Rahmen. Auch ohne große und lange Liebesgeschichte sind die Tage Julias erfüllt von Gedanken, wunderschönen Treffen mit neuen Freunden und dem Meer, sodass niemals Langeweile aufkommt. 

Ich liebe die atmosphärischen Wohlfühlromane von Anne Barns! Sie schreibt so fesselnd und bewegend, dass ich kaum mehr aufhören kann zu lesen. Da die winterliche und teilweise stürmische Nordsee einen großen Platz in der Handlung dieses Buches einnimmt, habe ich jetzt richtiggehend Meerweh, vorallem weil ich schon immer einmal Urlaub zu dieser Zeit dort machen wollte. 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 352
Ersterscheinung: 14.10.2025
ISBN: 9783499016448 
Preis: 13,00

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Anne Barns für das Rezensionsexemplar! 

Mittwoch, 14. Januar 2026

Rezension: Liv Helland - Die Schloss-Schwestern: Sturmwindherz

Drei Schwestern und ein Schloss

Die drei Schwestern Ebba, Levke und Marie haben sich seit Jahren nicht mehr gesehen und treffen sich nun nur in ihrer Heimat wieder, weil ihr Großvater verstorben ist und nun die Testamentsvollstreckung stattfinden soll. Doch für alle drei Schwestern ist nicht nur das Erbe mit seinen einhergehenden Verpflichtungen herausfordernd, sondern auch die Rückkehr in die alte Heimat. Denn Ebba wollte ihren Ex-Freund Cord nie wiedersehen, nachdem er sie zutiefst verletzt hat gehen lassen. Auch Levke kämpft mit den Ereignissen der jüngsten Zeit und sie erhofft sich nun einen Neuanfang auf Schloss Süderholt. Für Marie ist die Rückkehr auch ein Ausflug in die Vergangenheit und das Trauma, das sie seither mit sich herumträgt. Doch obwohl sie sich so entfremdet haben, spüren sie eine Verbindung und treten gemeinsam das Erbe an. 

Liv Helland hat diesen Reihenauftakt sehr spannend gestaltet. Durch viele Rückblicke in die Geschichte der drei Schwestern und der Familie erhalten die Leser*innen ein Gefühl für die Vergangenheit und bauen eine Verbindung zu den Protagonistinnen auf. Doch auch die Gegenwart ist emotional schwierig und herausfordernd, sodass die Hürden, die sie meistern müssen, sie wieder zusammenwachsen lassen. 

Nie hätte ich gedacht, dass ich dieses Buch in nur knapp einem Tag beenden würde, doch die Handlung mit seinen packenden Ereignissen und aufwühlenden Momenten hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Da die Autorin zwischen den unterschiedlichen Perspektiven wechselt, rücken vorallem die drei Schwestern, aber auch andere Charaktere in den Vordergrund und sorgen für viele tiefe Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der Personen. Leider ist der zweite Band noch nicht erschienen und ich muss mich noch etwas gedulden bis ich weiterlesen kann, aber Vorfreude ist bekanntlich ja die schönste Freude...

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 336
Ersterscheinung: 12.12.2025
ISBN: 9783499017315 
Preis: 14,00
Reihe: Die Schloss-Schwestern, Band 1 

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Liv Helland für das Rezensionsexemplar! 

Dienstag, 28. Oktober 2025

Rezension: Katharina Herzog - A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe

Ein Neuanfang in Cornwall

Sophie Wilde hat sich in den letzten Jahren einen Namen in der Gastrobranche gemacht, indem sie ehrliche und fundierte Restaurantkritiken verfasst hat. Doch an diesem Tag ist sie wirklich im Stress. Denn erst musste sie ihre Mutter Tanya aus der Seniorenresidenz abholen, weil diese dort aufgrund des Besitzes einer Marihuanapflanze und dem Backen von Haschkeksen dort rausgeflogen ist. Dann sind auch noch die Scheidungspapiere bei ihr eingetroffen, was bedeutet, dass sie ab jetzt eine geschiedene und somit wieder freie Frau ist. Wegen all diesen Zwischenfällen musste sie ein heißersehntes und ganz besonderes Interview mit einem großartigen Koch absagen. Für Sophie ist der Tag eigentlich schon gelaufen. Trotzdem muss sie noch zur Eröffnungsfeier des neuen Restaurants "Runaway" von Model Annabelle Scott, dabei kann sie diese Stars mit ihren neuen Restaurants nicht leiden, denn hier zählt der Bekanntheitsgrad mehr als die Qualität der Speisen. Leider trinkt Sophie an diesem Abend viel zu viel, legt sich schließlich mit Annabelle an und wird dabei gefilmt. Das Video geht viral und die ganze Welt kann sehen, wie Sophie das Model beschimpft. Auch die Restaurantkritik verfasst Sophie noch an diesem Abend und ihr Chef Harry schaltet sie prompt frei. Der Shitstorm, der nun über Sophie hereinbricht war absehbar und bringt sie schließlich dazu nach Port Haven an der Küste Cornwalls zu gehen und somit die Herausforderung, die ihr ihr Chef aufgeboten hat, anzunehmen. Denn so kann sie ihren Zwangsurlaub mit einem neuen Projekt und der Aussicht auf eine eigene TV-Show verbinden und hoffentlich in einem Jahr wieder nach London zurückkehren. Dass das Smuggler's Inn allerdings so viele Herausforderungen mit sich bringt, damit hätte Sophie niemals gerechnet. 

Katharina Herzog versteht es, kurzweilig und fesselnd zu erzählen. So fliegen die Seiten nur so dahin. Der Schauplatz an der malerischen Küste Cornwalls wurde perfekt gewählt und sorgt für gute Laune und eine Wohlfühlatmosphäre. Auch die Dorfbewohner von Port Haven mit ihren Eigenheiten und Gewohnheiten, die bitte für immer unverändert so bleiben sollen, sorgen für zusätzliche Unterhaltung und eine gewisse Spannung zwischen Sophie und den anderen Personen. Sophie selbst ist anfangs eine getriebene und sehr gestresste junge Frau, die die meiste Zeit ihres Tages der Arbeit widmet. Dennoch liebt sie ihre Familie über alles und versucht, allen ein gutes Gefühl zu geben und niemanden zu vernachlässigen. Doch als sie in Cornwall Fuß fasst, wird spürbar, wie gut ihr die Ruhe dort tut. 

Wie nicht anders zu erwarten bei Romanen von Katharina Herzog, hatte ich traumhaft schöne Lesestunden und wäre am liebsten für immer in Port Haven geblieben. Ich liebe die malerische Kulisse, die etwas eigenen Dorfbewohner und die Protagonistin Sophie, die mit der Zeit eine neue Heimat und auch eine neue Liebe findet. Ein perfekt gelungener Roman, der mich wunderbar unterhalten hat! 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 368
Ersterscheinung: 15.07.2025
ISBN: 9783499017001 
Preis: 17,00
Reihe: Die Cornwall-Reihe, Band 1 

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Katharina Herzog für das Rezensionsexemplar! 

Dienstag, 21. Oktober 2025

Rezension: Ulrike Schweikert - Berlin Friedrichstraße: Novembersturm

Stürmische Zeiten brechen an

Berlin, 1920: Robert, Johannes, Ilse und Luise waren allerbeste Freunde und kaum ohne einander anzutreffen, als sie in ihrer Kindheit viel Zeit zusammen vor und in ihrem Wohnhaus an der Friedrichstraße verbracht haben. Auch Ella aus dem Hinterhaus war immer zugegen und hatte vorallem Augen für den feschen Johannes. Doch nun, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, ist alles anders, denn Johannes gilt immer noch als verschollen und niemand rechnet mehr damit, dass er jemals nach Berlin zurückkehren würde. So versucht auch Luise weiterzumachen und nimmt schließlich den Heiratsantrag von Robert an. Denn schon früher bestand zwischen ihm und Johannes ein Konkurrenzkampf um Luises Gunst. Dass Johannes aber gerade an dem Tag aus dem fernen Frankreich zurückkehrt, als die Beiden sich das Ja-Wort geben, bringt alles durcheinander. Für die Freunde beginnt eine wilde Zeit voller Unsicherheit, Vergebung und geprägt von den dunklen Schatten, die der vergangene Krieg immer noch auf ihre Leben wirft. 

Ulrike Schweikert widmet diesen ersten Band ihrer Familiensaga rund um diese fünf Charaktere aus der Friedrichstraße in Berlin den Goldenen Zwanzigern mit seinen zahlreichen politischen Umbrüchen, der Inflation, dem damit einhergehenden Hunger, dem neuerwachten kulturellen Leben in der Hauptstadt und dem Erwachsenwerden der Protagonisten. Aufgrund der gründlichen Recherchen der Autorin wirken die Begebenheiten sehr realistisch und ziehen die Leser mitten hinein in diese stürmische Zeit. 

Voller Freude habe ich diesen Roman begonnen zu lesen und fand das Leben der fünf jungen Menschen faszinierend und sehr interessant. Allerdings hat das Buch mit dem Fortschreiten der Handlung an Spannung verloren und ich habe die berührenden, emotionalen Momente vermisst. Denn die Autorin erwähnt jeden politischen Umbruch, jedes Attentat, jeden Putsch und alle anderen historischen Fakten und sorgt so dafür, dass es irgendwann sehr sachlich wird. Ebenso ergeht es mir mit der Nennung der vielen Kulturschaffenden, die zwar sehr prägend für dieses Jahrzehnt sind, aber auch so viel Platz im Geschehen einnehmen, dass das Leben der wahren Protagonisten immer weiter in den Hintergrund rückt, was ich sehr schade finde. Naütrlich möchte ich trotzdem noch den zweiten Teil der Familiensaga lesen und bin gespannt, wie es in der Friedrichstraße mit seinen Bewohnern weitergeht. 

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 512
Ersterscheinung: 14.09.2021
ISBN: 9783499000089 
Preis: 15,00
Reihe: Friedrichstraßensaga, Band 1 

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Ulrike Schweikert für das Rezensionsexemplar! 

Sonntag, 7. September 2025

Rezension: Julie Caplin - Das kleine Zuhause in Prag

 

Prag und die Liebe

Anna Love ist gerade etwas frustriert von ihrem Leben in England. Denn obwohl sie in der Brauerei ihrer verstorbenen Eltern arbeiten darf, hält sie nur so wenige Anteile, dass sie kein Mitspracherecht hat. Das führt dazu, dass sich das Bier, das vorallem von angestellten Brauern hergestellt wird, seelenlos anfühlt. Denn ihr Onkel und ihre Cousins brennen nicht für die Brauerei und ihr Produkt, sondern sehen sie als eine Firma, die sie leiten. Da kam die Ausschreibung einer Fortbildung in Prag zum perfekten Zeitpunkt. Dass Anna letztlich auch angenommen wurde, wirkt wie ein Wink des Himmels. Handelt es sich doch auch nicht nur um eine Schulung, enthält sie doch auch einen Wettbewerb, mit dessen Gewinn sie sich mit einer eigenen Brauerei selbständig machen könnte. Auch Leo Knight hat sich für die Fortbildung beworben und teilt sich schließlich auch die Wohnung für die beiden Fortbildungs- und Wettbewerbsteilnehmer mit Anna. Leider findet Anna diese WG alles andere als gelungen, denn Leo ist ihr Ex-Mann, mit dem sie vor sechs Jahren für kurze Zeit verheiratet war. Ab jetzt beginnt es kompliziert zu werden, denn Annas Freund Steve weiß nichts von der kurzen Ehe und obwohl Anna versucht, Leo distanziert und möglichst wenig zu begegnen, teilen sie eine gemeinsame Vergangenheit. Dank des wochenlangen Aufenthalts in Prag schleicht sich wieder eine gewisse Vertrautheit ein und droht alte Gefühle heraufzubeschwören...

Julie Caplin beherrscht es, die Geschichte von Anna und Leo auf eine fesselnde und berührende Weise zu erzählen. Doch obwohl viele Emotionen im Spiel sind, bleibt der gesamte Roman sehr unterhaltsam und wird durch Leos lockere Art dominiert. So fliegen die Seiten nur dahin und machen, aufgrund der vielen Eindrücke der Stadt Prag, die nebenbei die perfekte Kulisse für diesen Roman darstellt, Lust auf einen Kurztrip dorthin.

Bisher habe ich noch keinen Roman der Autorin gelesen und war vollkommen begeistert von ihrer Art, diese Second-Chance-Romance zu erzählen. Da sie die Kulisse so perfekt gewählt hat und immer wieder wunderbare Orte der Stadt in die Handlung einbaut, hat das Fernweh bei mir nicht allzu lange auf sich warten lassen. Ich hatte großartige, kurzweilige und wirklich romantische Lesestunden mit diesem Buchhighlight! 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 416
Ersterscheinung: 12.08.2025
ISBN: 9783499017261 
Preis: 14,00
Reihe: Romantic Escapes, Band 12

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Julie Caplin für das Rezensionsexemplar! 

Montag, 11. August 2025

Rezension: Hedda Anders - Tot überm Weidezaun

 

Ein Mord zwischen Kuhweiden, Alpakas und eigenwilligen Dackeln

Wencke Dierksen hat ihren Job als Kriminalpolizistin an den Nagel gehängt, nachdem ein sehr unschöner Vorfall für hohe Wellen gesorgt hat. Seither lebt sie auf dem geerbten Hof ihres Onkels Johann in Sorum, dreißig Minuten von Hamburg entfernt. Sie genießt die Ruhe, das Ausschlafen, das Zusammensein mit Alpaka Christopher, der sich auch heimisch im Wohnhaus fühlt, und die Zeit mit ihrem Freund Hosse. Doch als überraschend ihr früherer Kollege Theo Kleist auf ihrem Hof auftaucht, ahnt sie schon, dass etwas im Busch ist. Und tatsächlich soll sie ihm bei den Ermittlungen zu seinem neuesten Fall helfen, denn es exisitiert lediglich das Video eines vermeintlichen Mordes, aufgenommen von Dackel Bootsmann, der immer wieder von zuhause abhaut und dabei gerne das Smartphone seines Herrchens mitnimmt. Nachdem Wencke nicht wirklich ablehnen kann, macht sie sich an die Arbeit und sucht nach Spuren im Video, die ihr weiterhelfen können. Schneller als erhofft steckt sie auch schon mitten in den Ermittlungen und fühlt sich eigentlich ganz wohl dabei.

Hedda Anders ist ein Pseudonym und verhilft einer Hamburgerin dazu ihren ersten Kriminalroman zu veröffentlichen. Der Erzählstil der Autorin ist flüssig und gespickt von unterhaltsamen Momenten. Dennoch steht die Ermittlungsarbeit immer im Mittelpunkt. Da das Landleben sehr bildlich und detailreich dargestellt wird, fühlen die Leser sich schnell angekommen und beinahe selbst als Teil der Dorfgemeinschaft.

Ich mochte den Krimi sehr gerne, auch wenn das Ende etwas vorhersehbar war. Wencke, Theo und Hosse sind drei Charaktere, die ich gerne in weiteren Büchern wiedertreffen möchte, weshalb ich auf eine Fortsetzung hoffe.

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 256
Ersterscheinung: 11.03.2025
ISBN: 9783499015441 
Preis: 13,00
Reihe: Ein Mord auf dem platten Land, Band 1

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Hedda Anders für das Rezensionsexemplar!