Posts mit dem Label Krimi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Krimi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 12. Oktober 2026

Rezension: Nikolas Kuhl & Stefan Sandrock - Bittere Nacht

Ein komplexer neuer Fall für Juha und Lux 

Und plötzlich stecken Juha und Lux vom LKA Hamburg wieder mitten in einem neuen Fall. Denn aus einem vermeintlichen Suizid wird schnell ein Mordfall und der junge Unternehmer ein Opfer. Als Lux und Juha Zeugen eines weiteren Anschlages werden und den Partner des ersten Opfers ebenfalls nicht mehr retten können, ist klar, dass dieser Fall komplex und schwierig werden wird. So stürzen sich die Beiden sofort in die Ermittlungen, haben aber auch in ihrem Privatleben mit so manchen Schwierigkeiten und unvorhersehbaren Ereignissen zu kämpfen. 

Die beiden Autoren Nikolas Kuhl und Stefan Sandrock haben mit diesem zweiten Band der Reihe sehr gut an den Auftaktteil angeknüpft. Mit einer ausgewogenen Mischung aus Ermittlungsarbeit und Privatleben der beiden Kommissare unterhalten sie ihre Leser*innen. Da die Kapitel eher kurz sind, liest sich der Krimi flüssig und spannend, wenn auch im Mittelteil einige Längen vorhanden waren und der Fall nur langsam vorangeschritten ist. Dafür baut sich gegen Ende deutlich mehr Spannung auf und auch das Ende ist nicht wirklich vorhersehbar. 

Ich mag Juha und Lux sehr gerne und habe mich gefreut, wieder mit ihnen einen neuen Fall zu durchleben. Auch wenn mir auch dieses Mal wieder ein wenig die Spannung gefehlt hat, hatte ich doch Spaß beim Lesen und war gespannt auf die Auflösung, wer denn nun der Täter ist. 

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 464
Ersterscheinung: 12.08.2025 
ISBN: 9783499014291 
Preis: 14,00  
Reihe: Die LKA-Hamburg-Reihe, Band 2 

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag, Nikolas Kuhl und Stefan Sandrock für das Rezensionsexemplar!

Dienstag, 22. September 2026

Rezension: Susanne Oswald - Mörderisch verstrickt. Ein Fall für die Strickcrew

Der Strickclub aus Lüttjekoog auf großer Fahrt

Endlich geht es los für Mette, Anne, Gustavsen und Brunhilde! Sie haben eine Strickreise gebucht. Auf einer Fähre geht es über die Färöer nach Island. Alle sind schon ganz gespannt und freuen sich auf die Tage zusammen. Denn alles wird unter dem Motto "Stricken und See" stehen und viele begeisterte Stricker*innen vereinen. Mit so einigen Plänen, was sie alle gerne stricken möchten, Vorfreude auf Ruhe und Entspannung und die Gemeinschaft geht es los. Doch schon zu Beginn fällt ihnen ein junger Mann auf, der nicht gerade so aussieht, als wäre er ein begeisterter Fan vom Stricken. Und tatsächlich fehlt schon nach kurzer Zeit jede Spur von ihm, sodass sie sich gezwungen sehen, das Fernbleiben von ihm beim Bordpersonal zu melden. Dass er dann wirklich tot in seiner Kabine liegt, damit hätte keiner gerechnet. Umso wichtiger ist es deshalb für Mette genauer hinzusehen, denn kein junger Mann erleidet einfach so einen Herzinfarkt, wie der Bordarzt es sofort für wahrscheinlich gehalten hat. So gesellt sich zu den Plänen der kleinen Truppe auch noch die Aufklärung eines Mordfalls...

Susanne Oswald knüpft mit diesem zweiten Band an die Reihe rund um die kleine Donnerstags-Strickrunde aus Lüttjekoog an. Doch diesmal spielt die Handlung nicht in dem kleinen Ort an der Nordsee, sondern mitten auf dem Meer. Die Ausflüge auf die Färöer und nach Island sorgen für eine ganz besondere Atmosphäre und bringen die Vier zu den Ursprüngen ihrer Wolle. Selbstverständlich dürfen auch so einige Strickanleitungen nicht fehlen, denn dieses Buch macht große Lust, selbst die Nadeln in die Hand zu nehmen und mitzustricken. 

Da ich bereits den ersten Band der Reihe kenne, habe ich voller Vorfreude zu lesen begonnen. Da die Handlung sehr kurzweilig und unterhaltsam ist und neben den Ermittlungen zum Mordfall noch genug Zeit für schöne Ausflüge und Erlebnisse ist, passt alles perfekt zusammen und die Seiten fliegen nur so dahin. Leider war ich deshalb auch viel zu schnell am Ende angelangt, freue mich aber schon auf den dritten Band, den ich vorhin schon in einer Vorschau entdeckt habe. 

Hier geht es zur Verlagsseite mit Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: HarperCollins Taschenbuch
Seitenzahl: 320
Ersterscheinung: 23.06.2026
ISBN: 9783365013038 
Preis: 13,00
Reihe: Mörderisch verstrickt, Band 2 

Vielen Dank an den HarperCollins-Verlag und Susanne Oswald für das Rezensionsexemplar! 

Mittwoch, 26. August 2026

Rezension: Oreg Rogerson - Tod mit fünf Sternen

Ein Urlaub voller Sonne, Entspannung und Ermittlungsarbeit

Mike und Alex freuen sich schon sehr auf ihren Urlaub in einem Luxusresort auf einer tropischen Insel. Doch allein die Anreise mit einem Wasserflugzeug ist turbulent und zeigt, wie bunt gemischt die Gruppe ist. Denn die Eröffnungswoche hat Hoteldirektor Stan Finch ganz besonderen Gästen gewidmet. So reisen neben dem Pärchen auch ein Basketballstar mit seiner Frau, zwei alleinreisende Herren, eine dreiköpfige Familie, eine reiche Dame mit Hund und Hundesitter und eine Mutter mit Sohn an. Leider ist es mit der Entspannung unter Palmen schnell wieder vorbei, nachdem Alex die halbe Nacht wegen einem krähenden Hahn wach liegt und dieser dann am nächsten Morgen geköpft im Pool einer Miturlauberin liegt. Außerdem wird ein anderer Gast von einer herabstürzenden Kokosnuss erwischt - glücklicherweise nur am Knie. Als dann auch noch statt Trinkwasser stinkende Brühe aus den Wasserhähnen läuft, wird den Beiden und Finch klar, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht und sie beginnen, ihre Augen offen zu halten, um den Täter möglichstbald dingfest zu machen. 

Oreg Rogerson nimmt seine Leser in diesem dritten Band der Reihe mit auf eine einsame Insel mitten in den Tropen. Voller Luxusbunglaows und Palmen sollten die Urlauber einen besonders luxuriösen und unvergesslichen Urlaub erleben, was bei Alex und Mike aber nicht so ist, denn wieder einmal müssen sie ermitteln und den Dingen auf den Grund gehen. Mit ihrer unvergleichlichen humorvollen Art sind sie den Lesern sicherlich schon ans Herz gewachsen, schließlich handelt es sich ja schon um den dritten Teil der Reihe. 

Voller Begeisterung habe ich gesehen, dass es nun einen neuen Krimi von Oreg Rogerson gibt und mich sehr auf die Lesestunden gefreut. Meine Freude wurde keine einzige Sekunde getrübt, denn dieser Fall ist wieder sehr unterhaltsam und hat mich in seinen Bann gezogen. Hoffentlich werden noch viele weitere Bände folgen, denn ich möchte die beiden Hobbyermittler aus Los Angeles nicht so schnell missen!

Hier geht es zur Verlagsseite mit Leseprobe. 

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Seitenzahl: 240
Ersterscheinung: 26.03.2026
ISBN: 9783690905695
Preis: 9,99
Reihe: High Society Crimes, Band 3

Vielen Dank an den dp Digital Publishers-Verlag und Oreg Rogerson für das Rezensionsexemplar! 

Sonntag, 23. August 2026

Rezension: Arne Jensen - Eine vergessene Schuld

Wenn die Geschichte bis ins Heute reicht...

Der pensionierte Verfassungsrichter aus Karlsruhe Rudolf Heppner hat in den letzten beiden Jahren viele kontroverse Diskussionen über politische Grundsatzthemen ins Leben gerufen. Denn auf seiner Homepage und in den sozialen Medien ist er ständig präsent und zieht die Aufmerksamkeit des rechten, aber auch des linken Lagers auf sich. Als er als Gast in einer Talkshow eingeladen ist, wird ein Attentat auf ihn verübt. Der verkleidete Mann hat sich unter falschen Tatsachen in das Firmengebäude geschlichen und dann mit einer Waffe auf den ehemaligen Richter gezielt. Dass dieser überlebt hat, war wohl genauso geplant, doch warum hat dieser Anschlag überhaupt stattgefunden? Die Ermittler Harry Glaser und Filippa Andrescu stehen vor einem Rätsel. Denn was ist das Motiv, soll es weitere Anschläge geben und wer war überhaupt der Täter oder die Täterin? Um Rudolf Heppner besser verstehen zu können, wird ihnen eine Kriminalpsychologin zur Seite gestellt, die hinter die Fassade des alten Mannes blicken soll. Aber auch sie kämpft gegen eine innere Schuld gegenüber ihrem jüngeren Bruder, sodass sie lange nicht weiß, ob sie diesen Fall tatsächlich übernehmen und ausführen kann. 

Arne Jensen hat in diesem Roman das Thema der Schuld in den Mittelpunkt gestellt. Auf mehreren Zeitebenen dreht sich alles um unterschiedliche Personen und deren Anteil am Zeitgeschehen. So wurde der ehemalige Richter Rudolf Heppner zwar im Heute zum Opfer eines Attentats, hat er aber doch in seiner Vergangenheit durchaus Schuld auf sich geladen, die ihn vielleicht noch bis in die Gegenwart beeinflusst. Neben dem Jahr 2023, in dem die Ermittlungen und der Anschlag stattfinden, gibt es auch noch die Jahre 1944/45, wo ein Halbjude als Marinesoldat in den Niederlanden dient und die Jahre 1969/70, als Rudolf Heppner als 17-jähriger eigene Wege geht und die Vergangenheit des Vaters ihn einholt. Auch der Krieg in Syrien 2001 findet Erwähnung und spielt eine Rolle im Geschehen. Diese vielen Zeitebenen verbinden sich im Verlauf des Romans zu einem Ganzen und sorgen für eine tiefgründige Handlung.

Ich war sehr gespannt auf das Buch und hatte eigentlich keinerlei Erwartungen, denn das Thema der Schuld ist ja ein sehr großes und breites. Allerdings hat der Roman beinahe zwei Drittel gebraucht, um mich endlich zu fesseln und dazu zu bringen, weiterlesen zu wollen. Denn gerade anfangs habe ich mich häufig gefragt, wozu es die beiden Zeitebenen (Gegenwart und 1944) braucht. Das kenne ich aber auch von anderen Romanen und war gespannt, wann die Fäden wohl zusammenlaufen. Leider konnten mich aber zu diesem Zeitpunkt auch die Gegenwart mit den polizeilichen Ermittlungen und der Geschichte rund um Rudolf Heppner nicht packen, denn irgendwie war mir immer zu wenig los und alles hat sich in die Länge gezogen. Die vier Sterne bekommt das Buch letztendlich nur, weil es im letzten Drittel tatsächlich noch spannender wurde und ich den Roman dann auch beenden wollte.  

Hier geht es zur Verlagsseite mit Leseprobe.

 

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: Heyne
Seitenzahl: 480
Ersterscheinung: 14.01.2026
ISBN: 9783453429574
Preis: 17,00 

Vielen Dank an das Bloggerportal, den Heyne-Verlag und Arne Jensen für das Rezensionsexemplar! 

Donnerstag, 6. August 2026

Rezension: Hedda Anders - Mörder bei die Fische

Eine Leiche statt einem Aal - ein schwieriger Fang

Wencke Dierksen lebt mit Hosse in ihrer alten Heimat und fühlt sich mittlerweile wieder heimisch dort. Doch auf die legendäre "Aalnacht" hat sie eigentlich keine Lust, Hosse zuliebe geht sie aber mit ihm hin. Dass dort gleich wieder Arbeit auf sie wartet, hätte sie aber nicht erwartet. Denn der ungeschlagene Aalkönig fängt in diesem Jahr statt einem Aal den Aussiedler und Tierschützer Peter Hacke, dessen Leiche sich wohl im Schilf verfangen hat. So steckt Wencke schnell wieder mitten in den Ermittlungen und darf, diesmal mit Verschwiegenheitserklärung, an Kleists Seite ermitteln. 

Hedda Anders hat einen ganz besonderen Humor, mit dem sie das Landleben in Sorum gehörig auf die Schippe nimmt. So sorgt sie für so manchen Lacher beim Lesen und unvergessliche Lesestunden. Der Fall des toten Tierschützers steht zwar im Mittelpunkt des Krimis, aber auch Wenckes Privatleben kommt nicht zu kurz, weshalb es ratsam ist, die beiden Bände der Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen. 

Bereits der erste Teil dieser Reihe hat mich begeistert und mir kurzweilige Lesestunden beschert, weshalb ich nun unbedingt weiterlesen wollte. Denn Wencke lebt mittlerweile mitten in einer riesengroßen Baustelle, weil Hosse ihr uraltes Haus renoviert und endlich schick macht. Das, der Mordfall und die eigentümlichen, ganz besonderen Bewohner Sorums machen diesen Krimi einzigartig und wirklich unterhaltsam!  

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 240
Ersterscheinung: 13.03.2026
ISBN: 9783499015311
Preis: 14,00
Reihe: Ein Mord auf dem platten Land, Band 2 

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Hedda Anders für das Rezensionsexemplar! 

Mittwoch, 3. Juni 2026

Rezension: Karen Sander - Die Tiefe: Verloren

Das großartige Ende einer Trilogie

Mascha Krieger und Tom Engelhardt haben sich nun endlich als Paar geoutet und sind froh, ihr Versteckspiel nun endlich aufhören zu können. Was auch gut ist, denn die Verfolgung von Mascha durch die junge Frau im blauen Dacia ist immer noch Realität und auch die Überwachungskamera in ihrem Wohnzimmer wirft noch Fragen auf. Auch die sieben und leider bald acht Mordopfer sorgen für weitere Unklarheiten, denn ein Zusammenhang zwischen den Morden ist nicht erkennbar und dennoch handelt es sich um einen Serienmörder, der scheinbar noch nicht am Ende seiner Pläne angelangt ist. Doch können sie die Mordserie aufklären, bevor sie noch weitere Opfer fordert?

Karen Sander gelingt es während der gesamten Trilogie die Spannung extrem hoch zu halten und so die Leser*innen zu fesseln. Denn Mascha und Tom sind zwei sehr sympathische und großartige Ermittler, die perfekt als Paar funktionieren. Obwohl die gesamte Handlung von der Angst vor weiteren Morden überschattet wird, ist die Atmosphäre nie übertrieben dunkel. Da die Autorin in chronologischer Reihenfolge zwischen den unterschiedlichen Schauplätzen wechselt, sind die gesamten Geschehnisse sehr kurzweilig und es bleibt immer spannend. 

Da bereits die ersten beiden Bände der Trilogie mich so gefesselt haben, dass ich kaum aufhören konnte zu lesen, war ich nun wirklich auf die Auflösung des Falls gespannt. Und diese ist großartig, spannend und rundum perfekt. Da die Autorin die Reihe mit einem Cliffhanger beendet, deutet bereits alles auf weitere Bände hin und das finde ich wirklich gut, denn selten habe ich eine so gelungene Krimi- beziehungsweise Thriller-Reihe gelesen! 

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 400
Ersterscheinung: 15.05.2026
ISBN: 9783499016127
Preis: 14,00
Reihe: Engelhardt & Krieger ermitteln, Band 9

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Karen Sander für das Rezensionsexemplar! 

Donnerstag, 21. Mai 2026

Rezension: Karen Sander - Die Tiefe: Verblendet

Das Morden geht weiter...

Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt steckt immer noch mitten in den Ermittlungen rund um den Mord der Familie auf der Segeljacht. Er konnte zwar gemeinsam mit seiner Kollegin und Freundin Mascha Krieger einen Trittbrettfahrer ermitteln und hinter Gitter bringen, aber der Vierfachmörder der Familie fehlt immer noch. Zudem sind noch weitere Leichen aufgetaucht und ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Morden noch nicht geklärt. Tom, Mascha und alle ihre Kollegen ermitteln auf Hochtouren, aber auch in ihrem Privatleben steht die Zeit nicht still und gerade bei Mascha geht es alles andere als beschaulich zu. 

Karen Sander knüpft mit diesem zweiten Band der Trilogie nahtlos an den Vorgängerteil an. Somit befinden sich die Leser*innen direkt wieder mitten im Geschehen und werden nicht von langen Einleitungskapiteln ausgebremst. Daher ist es ratsam, die einzelnen Bände der Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen, wohingegen die drei Trilogien rund um die beiden Ermittler auch einzeln gelesen werden können. Durch viele Orts- und Perspektivwechsel erhält die Handlung eine Vielschichtigkeit, die für noch mehr Spannung sorgt. 

Diese Reihe hat mich vollkommen in ihren Bann gezogen und ich kann beim Lesen alles um mich herum vergessen. Denn der Mordfall der Familie zieht sich durch alle drei Bände und bringt so manche Wendung der Ereignisse mit sich. Es faszinert und begeistert mich sehr, wie die Autorin eine solche Spannung aufbaut und dennoch nie übertreibt oder ins unrealistische abrutscht. Nun bin ich wirklich neugierig auf den dritten und leider schon letzten Band, denn bisher habe ich tatsächlich noch nicht wirklich eine Idee, wer hinter alldem stecken könnte...

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne 

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 352
Ersterscheinung: 20.02.2026
ISBN: 9783499016110
Preis: 14,00
Reihe: Engelhardt und Krieger ermitteln, Band 8

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Karen Sander für das Rezensionsexemplar! 

Freitag, 15. Mai 2026

Rezension: Sabine Hofmann - Weiße Westen, schwarze Nächte

Hedys verhängnisvoller Diebstahl

Ruhrgebiet, 1960er Jahre: Hedy Voss wurde schon als Jugendliche zur Diebin herangezogen und sie hat ihre Aufgabe immer gut gemacht. So ist sie auch heute noch auf Diebeszügen und spioniert auf gewitzte Weise ihre Objekte aus. Dass sie gerade in der Villa von Seufert ein verhängnisvolles Notizbuch findet und einsteckt, das noch schwerwiegende Folgen nach sich ziehen würde, hätte sie nicht gedacht. Denn sie klaut vorallem, um selbst über die Runden zu kommen und ihrer psychisch kranken und tablettensüchtigen Schwester die Aufenthalte in kostspieligen Privatkliniken zu ermöglichen. 

Sabine Hofmann hat das Ruhrgebiet der 1960er Jahre als Kulisse für diesen besonderen Kriminalroman gewählt. Denn die damalige Zeit steckt voller Umbrüche. Neben der Gesellschaft, die sich wandelt, ist auch die politische Situation schwierig und es gibt so manchen Spion, der versucht an Informationen zu kommen, um diese dann für seine Seite möglicht positiv zu verwenden. So gibt es in diesem Roman zwei Seiten, die parallel erzählt werden und dennoch irgendwann zu einem werden. Die historischen Hintergründe wurden von der Autorin gut und gründlich recherchiert und perfekt in der Handlung verwendet. 

Ich war wirklich gespannt auf diesen Roman, denn die Autorin ist mir bereits aus anderen Romanen bekannt und ich mag ihre Art zu erzählen. Diesmal konnte sie mich aber nicht so fesseln, wie ich es mir erhofft hatte. Was zum einen daran lag, dass ich anfangs große Probleme hatte, sämtliche Personen zuzuordnen und nicht durcheinander zu kommen. Zum anderen fand ich die Handlungsstränge etwas verwirrend und kam nicht in den erwünschten Lesefluss, sondern habe mich oft ablenken lassen. Dennoch fand ich die Kulisse, die gewählt wurde und die Atmosphäre des, sich im Aufbruch befindlichen Ruhrgebiets sehr gut getroffen und passend für die Handlung. 

Hier geht es zur Verlagsseite mit Leseprobe.

 

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 352
Ersterscheinung: 13.05.2026
ISBN: 9783746642468
Preis: 13,00 

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Sabine Hofmann für das Rezensionsexemplar! 

Montag, 11. Mai 2026

Rezension: Karen Sander - Die Tiefe: Versunken

Serienmörder oder Zufall?

Alina bereut ihre vorschnelle Aussage, tauchen zu können bereits ab der ersten Minute danach. Denn nun soll sie die Hobbyschatzsucher Danny und Timm auf einem Tauchgang zu einem versunkenen Wikingerschiff begleiten. Doch das, was Alina stattdessen auf dem Meeresgrund entdeckt, wird ihr noch lange im Gedächtnis bleiben. Denn wer vergisst schon den Moment, wenn er eine einäugige Leiche aus einem Segelboot herausschauen sieht. Da es sich bei dieser Leiche allerdings um die Mutter einer vierköpfigen Familie handelt, die zusammen ermordet wurde, muss Krimialhauptkommissar Tom Engelhardt notgedrungen seinen Urlaub in Spanien abbrechen und an die Ostsee zurückkehren. Auch seine Freundin Mascha Krieger, die als Kryptologin bei einer Sonderkommission arbeitet, hat direkt nach ihrem Lehrgang in Vancouver einen neuen Fall und muss einen rätselhaften Brief entschlüsseln. Dieser soll die Spur zum Mörder einer ermordeten Gynäkologin sein. Als in Toms Nähe zwei weitere Leichen in einem Motorboot entdeckt werden, liegt die Frage nahe, ob es sich um einen Serienmörder handelt oder alles nur zufällig ähnlich ist. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren...

Karen Sander beginnt diesen ersten Teil einer neuen Trilogie rund um die beiden Ermittler Tom Engelhardt und Mascha Krieger mit einem abrupten Einstieg in das Geschehen. So wirkt es anfangs ein wenig überraschend und überfordernd, denn es tauchen viele neue Personen auf, die vorallem dann unbekannt sind, wenn noch keiner der sechs Vorgängerbände gelesen wurde. Was allerdings nur kurze Zeit ein Problem darstellt, denn die Namen sind eingängig und schnell den passenden Personen zuordenbar. Die Fälle an sich haben nichts miteinander zu tun, dennoch passen sie gut zusammen und werden durch die beiden Protagonisten verbunden. Da die einzelnen Tage als Kapitel dienen und darunter jeweils die Schauplätze für eine weitere Unterteilung in relativ kurze Abschnitte sorgen, fliegen die Seiten nur so dahin.

Obwohl ich eher weniger Krimis und Thriller lese, kann ich die gebannten Lesestunden mit einem guten Buch aus diesem Genre sehr schätzen. So erging es mir auch mit diesem Reihenauftakt und ich bin wirklich froh, dass die beiden anderen Bände auch schon hierliegen. Denn ich bin wirklich neugierig, wie es bei Tom und Mascha weitergeht, schließlich läuft der Mörder der vierköpfigen Familie immer noch frei herum. 

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 368
Ersterscheinung: 11.11.2025
ISBN: 9783499016103
Preis: 14,00
Reihe: Engelhardt und Krieger ermitteln, Band 7 

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Karen Sander für das Rezensionsexemplar! 

Mittwoch, 25. März 2026

Rezension: Anne Gordon - Mord & Breakfast

Melody auf Mörderjagd

Melody Moss ist Journalistin in London und hat gerade einen spektakulären Artikel über Korruption im Stadtrat an ihren Chef geschickt. Doch bevor sie ihre erwünsche Beförderung auch nur ansprechen kann, wird sie von ihm gefeuert. Melody ist todunglücklich und unfassbar wütend, denn die Kündigung war alles andere als gerechtfertigt. Ihr Kampf um Gerechtigkeit hat aber noch nicht wirklich begonnen, als sie einen Anruf erhält. Der Anwalt ihrer Tante Mabel möchte, dass sie schnellstmöglich nach Seagull Bay kommt und das Erbe antritt, das ihre Tante allein ihr hinterlassen hat. Im idyllischen Schottland angekommen, erfährt sie, dass sie ein Bed & Breakfast an den Steilklippen und einen nicht unerheblichen Geldbetrag geerbt hat. Aber nur, wenn sie das B&B weiterführt und nicht verkauft. So bleibt Melody nichts anderes übrig, als im Coastal Inn zu bleiben. Doch schnell spürt sie, dass kaum jemand um ihre Tante wirklich trauert und auch die Todesumstände sind mysteriös. Da Melody schon immer sehr neugierig war, macht sie sich auf Spurensuche und entdeckt so manches Geheimnis, was zu der Einsicht führt, dass Mabels Tod definitiv kein Unfall war. 

Anne Gordon hat mit Melody Moss eine Protagonistin geschaffen, die durch ihre Menschenkenntnis, ihren genauen Blick und ihre unbezwingbare Neugier das Zeug zu einer großen Detektivin hat. Da die Kulisse an der schottischen Steilküste sehr idyllisch ist und auch die Kleinstadt Seagull Bay ein Flair ausstrahlt, das gute Laune macht, liegen perfekte Rahmenbedingungen für einen guten Cosy Crime vor. 

Dieser erste Band der Reihe rund um Melody ist sehr gelungen und ich habe ihn tatsächlich an nur einem Tag beendet. Da die Kapitel nicht allzu lang sind, die Autorin sehr kurzweilig und unterhaltsam schreibt und Melody und die anderen Protagonisten sympathisch sind, fliegen die Seiten nur so dahin und ich freue mich schon auf den zweiten Band, der erscheint aber leider erst im März 2027.  

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Seitenzahl: 272
Ersterscheinung: 19.02.2026
ISBN: 9783423221719
Preis: 13,00
Reihe: Ein Fall für Melody Moss, Band 1 

Vielen Dank an den dtv-Verlag und Anne Gordon für das Rezensionsexemplar! 

Samstag, 7. März 2026

Rezension: Sophie Tammen - Kojengrab: Frau Scholles Gespür für Mord

Gabriele Scholle, wieder auf Amrum und wieder eine Leiche

Die Wiesbadener Polizeisekretärin Gabriele Scholle kehrt nach vier Monaten in ihrer Heimat wieder auf die Nordseeinsel Amrum zurück. Kaum ist sie dort angekommen, findet sie schon wieder eine Leiche. Diesmal im berühmten Öömrang Hüs, wo sie eigentlich auf eine interessante Führung durch das Haus gewartet hat. Leider wurde die ehrenamtliche Gästeführerin und Journalistin Greta Jansen ermordet und in ein Alkovenbett im Museumshaus drapiert. Und schon steckt Gaby wieder mitten in den Ermittlungen, denn ohne sie und Frerk geht irgendwie nichts vorwärts. Doch die Spuren sind uneindeutig und die beiden Hobbyermittler tappen lange im Dunkeln.

Sophie Tammen setzt die Cosy Crime-Reihe rund um Gabriele Scholle und die Insel Amrum mit einem spannenden und undurchsichtigen zweiten Teil fort. Sehr sympathisch, wagemutig und klug ermitteln die beiden Freunde Frerk und Gaby, natürlich gemeinsam mit Labradoodle-Hündin Dolores. Die Insel Amrum ist eine perfekte Kulisse für diese Reihe und wird von der Autorin voller Liebe zu diesem Ort sehr authentisch beschrieben. 

Sophie Tammen alias Anne Barns gehört zu meinen liebsten Autorinnen und sie hat mich mit ihrer Amrum-Liebe mittlerweile auch schon infiziert, sodass mein nächster Nordseeurlaub mich definitiv auf diese Insel führen wird. Dieser zweite Fall von Gabriele Scholle ist wieder sehr gelungen, denn ich mag es, wie der Fall bis zum Ende fesselnd und unklar bleibt. Daher wünsche ich mir sehr, dass es in Zukunft noch weitere Fälle von ihr und ihrem zauberhaften Hund Dolores geben wird. 

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 320
Ersterscheinung: 15.04.2025
ISBN: 9783499012761 
Preis: 13,00
Reihe: Frau Scholle ermittelt auf Amrum, Band 2

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Sophie Tammen für das Rezensionsexemplar! 

Mittwoch, 21. Januar 2026

Rezension: Rita Falk - Apfelstrudel-Alibi

Eberhofers dreizehnter Fall 

Diesmal erreicht den Franz ein etwas anderer Auftrag. Denn wie er so gemütlich daheim, nach seiner extrem anstrengenden Joggingrunde, die ihn nur zum Simmerl in die Metzgerei geführt hat, unter die Dusche springen will, ruft der Richter Moratschek an. Denn vor einigen Tagen ist sein allerliebstes Patenkind, die Letti bei einem Bergunglück zu Tode gekommen und der Richter glaubt nicht, dass es hier mit rechten Dingen zugegangen ist. Natürlich weiß der Eberhofer gleich, dass er hier wieder einmal Hilfe vom Birkenberger rudi braucht und ruft ihn direkt an. Der ist aber ein wenig komisch und bittet ihn schließlich um Geld, denn in seiner Privatdetektei geht gerade gar nichts mehr und der Rudi ist pleite. Also begeben die Beiden sich auf die Suche nach den wirklichen Geschehnissen, die zu Lettis Tod geführt haben. Allerdings muss der Franz auch zuhause mehr einspringen, denn seit die Susi Bürgermeisterin ist, denkt sie nur noch an die Arbeit und der Paul braucht schließlich auch Eltern, dei sich um ihn kümmern. Wie gut, dass Vater und Sohn sich im Rahmen der Ermittlungen auf in den Urlaub auf einen Campingplatz machen können. 

Rita Falk erzählt diesen dreizehnten Fall vom Eberhofer in gewohnter Manier. Denn die Sprache ist unverändert bairisch geprägt und in vielen Teilen etwas umgangssprachlich. Da der Franz immer noch einen  Haufen Machoallüren hat, die er wohl nie mehr ablegen wird, bleibt alles beim Alten. Nur bei den Eberhofers auf dem Hof ist es anders, denn die Oma wird langsam alt und zerbrechlich und hat manchmal kaum mehr die Kraft, ihr Bett zu verlassen und verbringt die Stunden dort gerne mit ihrem Enkel Paul und zockt ihm beim Quartett regelmäßig ab. 

Da der bereits alle Bände der Reihe kenne, sind der Franz, sein Vater, der Birkenberger Rudi, die Susi, der Paul und all die anderen Charaktere wie alte Bekannte für mich und ich wundere mich nicht mehr über so manche Aussage vom Franz. Denn er ist ein Macho und wird es immer bleiben, dennoch kümmert er sich sehr gut um seinen Sohn und verbindet beim Camping das Nützliche mit dem Praktischen. Den Fall fand ich wirklich gelungen und habe das Buch sehr gerne gelesen.  

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Seitenzahl: 336
Ersterscheinung: 16.10.2025
ISBN: 9783423264457 
Preis: 18,00
Reihe: Franz Eberhofer, Band 13

Vielen Dank an den dtv-Verlag und Rita Falk für das Rezensionsexemplar! 

Dienstag, 23. Dezember 2025

Rezension: Patrick Budgen - Das Zwergpudel-Zerwürfnis

Ein neuer Mordfall für Alexander Toth

Eigentlich hat Alexander Toth seinen Job im Fernsehen ja für eine ausgeglichenere Work-Life-Balance aufgegeben. Doch seit er als Bestatter auf dem Wiener Zentralfriedhof arbeitet, kommt ihm nun schon die dritte Mordermittlung in die Quere. Denn die Tote, die nun bestattet werden soll ist niemand anderes als die berühmte Schlagersängerin Cornelia Rothschedl, besser bekannt als Conny Red. Zusammen mit ihrem cognacfarbenen Zwergpudel war sie eine Ikone für viele Schlagerfans. Umso erschrockener waren sie über ihren plötzlichen Tod in der Sauna. Natürlich wusste jeder um ihr starkes Asthma, welches auch an ihrem Ableben schuld sein soll. Doch ein geheimnisvoller Trauerkranz mit hochbrisantem Foto bei der Bestattung lässt Toths Chefin und die Agentin der Sängerin an einen Stalker denken, der nun für schlechte Publicity sorgen kann. Toth und auch seine gute Freundin Marie-Theres, die Sargträgerin beginnen zu ermitteln und wagen einen Blick hinter die Kulissen der berühmten Sängerin. 

Patrick Budgen beherrscht es, spannend und unterhaltsam zu erzählen. Denn einerseits dreht sich alles um die Ermittlungen rund um den Mordfall. Andererseits ist auch Platz für Toths und Marie-Theres Leben und ihre persönlichen Probleme und Gefühle und. Vor der Kulisse des Wiener Zentralfriedhofs entsteht so die perfekte Mischung für einen Cosy Crime-Schmöcker de luxe. 

Da ich die beiden Vorgängerbände der Reihe rund um Toth und seine Kollegin Marie-Theres bisher nicht kannte, war ich sehr gespannt, wie sich der Krimi wohl lesen würde. Und ich wurde so gut unterhalten, dass ich gar nicht mehr zu lesen aufhören wollte. Die Mischung aus Alltag und Krimi ist ausgewogen. Da der Täter lange Zeit nicht bekannt ist, bleibt es auch durchgehend spannend. Natürlich besorge ich mir auch noch die beiden Vorgängerteile, denn ich möchte unbedingt mit den beiden sympathischen Friedhofsangestellten weiterermitteln. Ein rundum gelungener Cosy Crime!

Hier geht es zur Verlagsseite. 

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: edition a
Seitenzahl: 224
Ersterscheinung: 04.10.2025
ISBN: 9783990018439
Preis: 20,00
Reihe: Wiener Zentralfriedhofs-Krimi, Band 3 

Vielen Dank an den edition a-Verlag und Patrick Budgen für das Rezensionsexemplar! 

Montag, 3. November 2025

Rezension: Flores & Santana - Lava und Lügen auf Lanzarote

Unfall oder Mord? - Ben und Naira ermitteln auf Lanzarote

Ben Rodríguez und Naira Calderón treffen sich regelmäßig und sind irgendetwas zwischen guten Bekannten und Liebespaar. Als Ben nun wegen eines neuen Auftrags nach Lanzarote muss und Naira zeitgleich den Anruf einer guten Bekannten erhält, die tief in der Trauer um ihren Lebensgefährten steckt, beschließen sie, sich früher als geplant auf die Reise zu begeben. Für Ben soll die Arbeit nur die ersten beiden Tage auf der Insel ausfüllen, danach möchte er Zeit mit Naira verbringen und die stimmungsvolle Insel mit ihren kulinarischen Köstlichkeiten genießen. Auch Naira freut sich auf die Zeit mit ihrer Freundin Valerie und die Ausflüge mit Ben, bei denen sie neben Buchhandlungen auch leckeres Essen und Wein verkosten möchte. Doch schnell stellt sich heraus, dass neben Bens journalistischem Auftrag auch die Frage im Raum steht, ob Valeries große Liebe Gil tatsächlich bei einem Unfall verstorben ist oder ob mehr dahinter steckt.

Flores & Santana haben mit diesem Buch ihre Reihe rund um Rodríguez und Calderón fortgesetzt. Da sie bereits auf den Inseln La Palme und Teneriffa ermittelt haben, befinden sich Tatort und Nachforschungen nun auf Lanzarote. Die besondere Athmosphäre auf der Insel wird von den Autoren schon von Beginn an sehr gut passend in den Roman eingebunden, sodass auch Kulinarik, Sehenswürdigkeiten und Städte gut in die Handlung integriert werden. 

Da ich bisher noch keinen der beiden Vorgängerbände gelesen habe, war ich gespannt, wie sich die Reise auf die Insel Lanzarote gestalten würde. Nachdem ich anfangs so meine Schwierigkeiten mit den unzähligen spanischen Namen von Orten, Personen und Speisen hatte, wurde es mit der zweiten Hälfte besser. Denn hier gewinnt die Ermittlungsarbeit die Oberhand und die beiden Protagonisten konzentrieren sich mehr auf die Lösung des Falls denn auf das Essen. Allerdings bin ich auch wegen der Längen zu Anfang nur schlecht in einen Lesefluss gekommen und habe mich häufig von Nebensächlichkeiten in meiner Umgebung ablenken lassen und das Buch unzählige Male aus der Hand gelegt. Ich kann mir vorstellen, dass Menschen, die bereits auf Lanzarote waren und die Begebenheiten kennen, sich leichter tun, für mich war alles leider schwierig. Trotzdem würde ich gerne wieder mit den beiden Hobbyermittlern auf Fuerteventura weiterermitteln. 

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: Haymon Verlag
Seitenzahl: 256
Ersterscheinung: 29.07.2025
ISBN: 9783709979907
Preis: 14,95
Reihe: Calderón und Rodriguez ermitteln, Band 3 

Vielen Dank an den Haymon-Verlag und Flores und Santana für das Rezensionsexemplar!

Samstag, 25. Oktober 2025

Rezension: Marie O'Hare - I Know Where You Buried Your Husband

Fünf Freundinnen und ihr größtes Geheimnis

Bereits seir ihrer Schulzeit sind Sophia, Safa, Ella, Caoimhe und Ajola beste Freundinnen. Gemeinsam haben sie so manche schwierige Zeiten durchgestanden und sich gegenseitig Kraft gegeben, wenn eine Unterstützung gebraucht hat. So war es auch vor sieben Jahren als Sophias Ehemann Chris plötzlich tot im eigenen Wohnzimmer gelegen war. Da alle Indizien auf Sophia gedeutet und andere Zufälle dafür gesorgt haben, dass bisher niemand von dem Todesfall wissen konnte, haben die fünf Frauen beschlossen, die Leiche selbst zu beseitigen. Und sie hatten auch sieben Jahre lang ihre Ruhe, auch wenn jede für sich immer Angst hatte, irgednwann doch erwischt zu werden. Doch nun taucht plötzlich wieder Sophias frühere beste Freundin Jill auf und parallel dazu eine Erpressernachricht, dass dieser jemand weiß, was damals geschehen ist. Doch kann es wirklich sein, dass diese beiden Personen sich nur zufällig beinahe zeitgleich bei Sophia melden?! Nun müssen sich die fünf Freundinnen wieder zusammenraufen und zusammen eine Lösung für das Problem finden. 

Marie O'Hare hatte eine wirklich tolle Idee für einen Thriller. Verbunden mit schwarzem Humor, Feminismus, Gesellschaftskritik und der nötigen Spannung ist das der Stoff für einen gelungenen Thriller. Letzlich ist die Handlung aber nicht lange genug spannend und es fehlt ein wirklicher Showdown in den letzten Seiten, denn die Auflösung erfolgt hier einfach zu früh. Auch die fünf Frauen unterscheiden sich zwar in ihren Charakteren, könnten aber gerne noch unterschiedlicher sein, um ein besseres Abbild der Gesellschaft darzustellen. Obwohl die Handlung manchmal unnötig in die Länge gezogen wirkt, liest sich der Schreibstil der Autorin sehr flüssig. 

Ich finde es gerade ein wenig schade, dass mich das Buch nicht mehr fesseln konnte, denn ich hatte mir nach dem Lesen des Klappentextes einen unterhaltsamen, spannenden und besonderen Thriller erwartet.  

Hier geht es zur Verlagsseite.

 

Bewertung: 3 von 5 Sterne

Verlag: Lübbe
Seitenzahl: 480
Ersterscheinung: 29.08.2025
ISBN: 9783757701345 
Preis: 16,00 

Vielen Dank an die Bloggerjury, den Lübbe-Verlag und Marie O'Hare für das Rezensionsexemplar!

Donnerstag, 16. Oktober 2025

Rezension: Oreg Rogerson - Einbruch mit Stil

 
Alex & Mike - einer Verbrecherbande auf der Spur

Gerade erst haben Alex und Mike den Fall um die doppelten Kunstwerke gelöst und schon ereignen sich mysteriöse Einbrüche in ihrer Nachbarschaft. Zuerst erscheint es ihnen eher zufällig, doch als sie selbst Opfer eines solchen Einbruchs werden, haben sie das Gefühl, es steckt eine Masche dahinter. Doch zuerst verlaufen sich alle ihre Vermutungen im Sand und sie müssen einige Niederlagen einstecken. Allerdings geben sie nicht auf, denn die Polizei macht nicht den Anschein, als sei ihr viel daran gelegen, die Einbruchsserie schnell zu stoppen. Doch wer, wenn nicht Alex und Mike kann diesen Fall lösen?!

Oreg Rogerson hat das sympathische schwule Pärchen nun in einem zweiten Fall ermitteln lassen. Auch diesmal begeben sie sich in so manche gefährliche Lage und schrecken vor nur wenig zurück, um endlich die Täter zu schnappen. Doch obwohl der Kriminalfall spannend ist, fehlt es nicht an unterhaltsamen Situationen, die aus dem Buch einen perfekten Cosy Crime machen. 

Schon während dem ersten Band habe ich mich in Aley und Mike verliebt, die durch ihre offene und unheimlich liebenswürdige Art auffallen und für so manche Erheiterung beim Lesen sorgen. Der Autor schafft es perfekt, die Ermittlungen mit dem alltäglichen Leben der beiden Protagonisten zu verbingen und so das perfekte Lesevergnügen zu schaffen. Ich hoffe sehr, dass sehr bald weitere Bände der Reihe erscheinen, denn ich hatte immer großen Spaß beim Lesen!

Hier geht es zur Verlagsseite.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Seitenzahl: 190
Ersterscheinung: 26.06.2025
ISBN: 9783989989894
Preis: 9,99
Reihe: High Society Crimes, Band 2 

Vielen Dank an Oreg Rogerson für das Rezensionsexemplar! 

Dienstag, 14. Oktober 2025

Rezension: Jörg Maurer - Den letzten Gang serviert der Tod

Kommissar Jennerweins kriminalistischer Ausflug in die Gastronomie

Als Kommissar Jennerwein diesmal zu ihrem neuen Fall gerufen werden, führt sie ihr Weg hinauf zum Ein-Sterne-Restaurant "Hubschmidt's". Dort ist nicht nur ein Mann in einem Topf voller heißer Bouallabaisse ertränkt, sondern auch seine Jugendliebe, die Staatsanwältin Antonia Beissle, mit einer Bratpfanne erschlagen, der Flugkapitän Reininghaus mit einem japanischen Messer erstochen und der Chef persönlich mit einem Pilzeintopf vergiftet worden. Die Kriminalkommissare stehen vor einem Rätsel, denn hat der Täter nicht nur ein riesengroßes Chaos veranstaltet, sondern auch auf kleinstem Raum vier Personen ermordet. Handelt es sich hier um Kalkül oder war es eine Tat aus Effekt? Und wer kann der Mörder sein? Hatte er näheren Kontakt zu den Opfern oder war alles nur ein Zufall? Jennerwein muss genau hinsehen und fragt sich nur immer wieder, welche wesentliche Tatsache er übersehen hat.

Jörg Maurer knüpft mit diesem dreizehnten Band der Reihe rund um Kommissar Jennerwein nahtlos an vorangegangene Bücher an. Denn natürlich sind die Charaktere weiterhin etwas skurril, besitzen alle ihre Eigenheiten und haben gemeinsam schon so einiges erlebt. Auch der Fall ist speziell, was aber auch nicht anders zu erwarten war. 

Bisher habe ich jeden der Teile dieser Reihe verschlungen und war voller Begeisterung immer mit dabei. Ich liebe diese ganz besonderen Fälle, die Jörg Maurer schafft und die so wunderbar abgehoben sind und alles ein wenig überspitzt darstellen. Dieser dreizehnte Band lag nun lange ungelesen in meinem Bücherregal, passt aber nun zufällig perfekt zur Jahreszeit und hat mir sehr spannende und unterhaltsame Lesestunden geschenkt.  

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: FISCHER Scherz
Seitenzahl: 416
Ersterscheinung: 14.10.2020
ISBN: 9783651025899 
Preis: 16,99
Reihe: Kommissar Jennerwein ermittelt, Band 13 

Sonntag, 21. September 2025

Rezension: Susanne Oswald - Mörderisch verstrickt - Ein Strickclub ermittelt

 

Ein Mord im beschaulichen Lüttjekoog

Mette hat vor acht Jahren ihren Traum vom eigenen Strickladen wahr werden lassen. Eher aus der Not heraus, hat sie das Haus ihrer geliebten Lieblings-Käthe übernommen und dafür letztlich auch das beinahe fertige Tiermedizin-Studium abgebrochen. Doch den Traum vom eigenen Strickladen und die daraus resultierenden Konsequenzen hat sie nie bereut und liebt ihr Lädchen und die Donnerstags-Stricktreffen ganz besonders. Denn an diesem Tag, aber auch sonst immer wieder, treffen sich Friseurin Brunhilde, Pfarrerin Anne und Bootsverleiher und Witwer Gustavsen, um zusammen zu stricken, aber auch den neusten Klatsch und Tratsch der Kleinstadt auszutauschen. So ist mittlerweile eine eingeschworene Clique aus den Vieren geworden. Alles ändert sich aber in dem Moment, als Anne eine Goldstatue im Watt findet und diese in der örtlichen Kirche ausgestellt werden soll. Denn erst wird Anne nachts niedergeschlagen, dann die Statue gestohlen und schließlich liegt auch noch ein Toter in einem von Gustavsens Booten. Die kriminalistischen Fähigkeiten der vier Freunde sind gefragt, denn die Polizei alleine macht nicht den Eindruck, als würden sie den oder die Täter jemals schnappen.

Susanne Oswald verbindet in diesem Reihenauftakt die beiden Eigenschaften cosy und crime perfekt. Denn der Roman wird vorallem in der ersten Hälfte von den gemütlichen Wohlfühlstunden im Strickschick, am Deich oder im beschaulichen Lüttjekoog beherrscht, während der Diebstahl und der Mord erst später Einzug in die Handlung halten. So lernen die Leser die vier Hauptcharaktere erst gut kennen, bevor der Kriminalfall in den Vordergrund rückt. Vorallem Mette und Anne sind die Protagonistinnen und erzählen abwechselnd die Handlung aus ihrer Sicht.

Ich habe dieses Buch geliebt, denn es hat mir wunderbare Wohlfühl-Lesestunden auf meinem gemütlichen Sofa geschenkt. Gerade jetzt, wenn die Tage wieder kürzer werden, das Wetter ungemütlicher und herbstlicher, liebe ich diese Sonntage in meinem Wohnzimmer. Die Mischung aus Kleinstadtleben, sehr sympathischen Menschen und der Liebe zum Stricken ist wunderbar gelungen und hat auch ohne Raub und Mord bereits gut unterhalten. Doch auch die Ermittlungen der vier Freunde sind wunderbar kurzweilig und passen perfekt zur Handlung, daher gerne mehr davon! Ich möchte auch erwähnen, dass die Autorin immer wieder Bezug auf andere strickende Charaktere aus ihren vorhergehenden Romanen nimmt und mich so frühere, wunderbare Lesestunden erinnert hat. Deshalb bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung von mir! 

Hier geht es zur Verlagsseite mit Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: HarperCollins Taschenbuch
Seitenzahl: 320
Ersterscheinung: 24.06.2025
ISBN: 9783365010273 
Preis: 13,00
Reihe: Mörderisch verstrickt, Band 1 

Vielen Dank an den HarperCollins-Verlag und Susanne Oswald für das Rezensionsexemplar! 

Montag, 1. September 2025

Rezension: Oreg Rogerson - Kunstvoll morden

Alex & Mike ermitteln in ihrem ersten Fall

Alex und Mike sind ein Paar und leben zusammen in einer wunderschönen Villa in Los Angeles. Alex treibt für sein Leben gerne Sport und gibt sich ebenso gerne dem Shopping und Lifestyle hin. Mike dagegen muss hin und wieder "Gesicht" in der Firma zeigen, die er als CEO führt und die für den Reichtum des schwulen Pärchens sorgt. Deshalb kann Mike sich auch ganz seiner Leidenschaft, dem Sammeln von Kunstwerken, insbesondere von Walt Dermond, widmen. Doch nachdem Alex das eben erst gelieferte Bild in der Galerie von Herbert Seltman entdeckt, ist er sich sicher, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Mit guten Argumenten gelingt es ihm dann auch, Mike von seinem Misstrauen dem Galeristen gegenüber zu überzeugen, was zu eigenen Ermittlungen in der Sache führt.

Oreg Rogerson gelingt es, eine unterhaltsamen, herzlichen und kurzweiligen Krimi zu schaffen. Alex und Mike sind ein liebenswürdiges Pärchen, das sich durch seine charakterlichen Gegensätze sehr gut ergänzt. Auch die Kulisse LAs ist perfekt für diese Art von Krimi, wie der Autor ihn erzählt.

Als ich die erste Seite des Buches gelesen habe, wusste ich nicht wirklich, was hier auf mich zukommt und ich war nach nur wenigen Seiten begeistert. Denn ich mag die beiden Protagonisten und Hobbyermittler total gerne und finde die Art, wie der Autor über deren Leben und ihren Umgang untereinander erzählt, realistisch und schön anzusehen. Da die komplette Handlung auf eine sehr bildliche Weise geschildert wird, hatte ich während dem gesamten Lesen Kopfkino vom Feinsten. Auch der Umfang von 182 Seiten ist perfekt und hat mir meinen Tag heute sehr gelungen verschönert. Ich würde gerne noch mehr von den beiden liebenswürdigen Ermittlern lesen! 

Hier geht es zur Verlagsseite mit Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Seitenzahl: 182
Ersterscheinung: 20.05.2025
ISBN: 9783989989863 
Preis: 9,99
Reihe: High Society Crimes, Band 1 

Vielen Dank an Oreg Rogerson für das Rezensionsexemplar! 

Samstag, 30. August 2025

Rezension: Carina Heer - Das Bierkomplott

 

Eine grüne Leiche, ein schnuckeliger Rechtsmediziner und eine liebenswürdige Staatsanwältin

Evi Pflaum ist vor gar noch nicht allzu langer Zeit wieder in ihr Kinderzimmer gezogen. Denn nach der Trennung von ihrem Ex-Freund, hat es sie wieder in ihre Heimat Franken gezogen. Dorthin wo beinahe jede Woche ein anderes Dorf tagelang Kerwa feiert, jeder jeden kennt und auch die beste Freundin lebt. Einzig die Sache mit dem Neuanfang so ohne eigene Wohnung, eigenes Auto und neuem Job ist etwas anstrengend. Doch dann begegnet Evi dem attraktiven Gerichtsmedizinier Dr. Niklas Rosenbeet und ermittelt schon ab dem ersten Tag im neuen Job gemeinsam mit ihm in einem Mordfall mit einer grünen Leiche.

Carina Heer erzählt diesen Krimi rund um Evi Pflaum, der Münchner Geheimwaffe, wie die Kollegen aus Franken sie nur nennen, sehr unterhaltsam und voller Liebe zu Franken. Evi ist Anfang dreißig und musste leider gezwungenermaßen wieder zurück in ihr Kinderzimmer ziehen, was sie dazu bringt, sich wieder ein bisschen wie ein Teenager zu fühlen und so manches Mal die Sau rauszulassen. Auch die Anziehung zwischen Evi und Niklas ist interessant und macht Lust auf mehr. So ist der Autorin die perfekte Mischung zwischen Cosy Crime und RomCom gelungen.

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt und ich habe beinahe ohne Pause bis zur letzten Seite gelesen. Denn ich liebe diese Mischung aus Humor, Romantik und Krimi. Hoffentlich werden noch weitere Bände rund um Evi Pflaum folgen, denn sie ist mir mittlerweile doch sehr ans Herz gewachsen. 

Hier geht es zur Verlagsseite. 

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Gutkind Verlag
Seitenzahl: 304
Ersterscheinung: 31.07.2025
ISBN: 9783989411081 
Preis: 16,00

Vielen Dank an den Gutkind-Verlag und Carina Heer für das Rezensionsexemplar!