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Mittwoch, 3. Juni 2026

Rezension: Karen Sander - Die Tiefe: Verloren

Das großartige Ende einer Trilogie

Mascha Krieger und Tom Engelhardt haben sich nun endlich als Paar geoutet und sind froh, ihr Versteckspiel nun endlich aufhören zu können. Was auch gut ist, denn die Verfolgung von Mascha durch die junge Frau im blauen Dacia ist immer noch Realität und auch die Überwachungskamera in ihrem Wohnzimmer wirft noch Fragen auf. Auch die sieben und leider bald acht Mordopfer sorgen für weitere Unklarheiten, denn ein Zusammenhang zwischen den Morden ist nicht erkennbar und dennoch handelt es sich um einen Serienmörder, der scheinbar noch nicht am Ende seiner Pläne angelangt ist. Doch können sie die Mordserie aufklären, bevor sie noch weitere Opfer fordert?

Karen Sander gelingt es während der gesamten Trilogie die Spannung extrem hoch zu halten und so die Leser*innen zu fesseln. Denn Mascha und Tom sind zwei sehr sympathische und großartige Ermittler, die perfekt als Paar funktionieren. Obwohl die gesamte Handlung von der Angst vor weiteren Morden überschattet wird, ist die Atmosphäre nie übertrieben dunkel. Da die Autorin in chronologischer Reihenfolge zwischen den unterschiedlichen Schauplätzen wechselt, sind die gesamten Geschehnisse sehr kurzweilig und es bleibt immer spannend. 

Da bereits die ersten beiden Bände der Trilogie mich so gefesselt haben, dass ich kaum aufhören konnte zu lesen, war ich nun wirklich auf die Auflösung des Falls gespannt. Und diese ist großartig, spannend und rundum perfekt. Da die Autorin die Reihe mit einem Cliffhanger beendet, deutet bereits alles auf weitere Bände hin und das finde ich wirklich gut, denn selten habe ich eine so gelungene Krimi- beziehungsweise Thriller-Reihe gelesen! 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 400
Ersterscheinung: 15.05.2026
ISBN: 9783499016127
Preis: 14,00
Reihe: Engelhardt & Krieger ermitteln, Band 9

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Karen Sander für das Rezensionsexemplar! 

Donnerstag, 21. Mai 2026

Rezension: Karen Sander - Die Tiefe: Verblendet

Das Morden geht weiter...

Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt steckt immer noch mitten in den Ermittlungen rund um den Mord der Familie auf der Segeljacht. Er konnte zwar gemeinsam mit seiner Kollegin und Freundin Mascha Krieger einen Trittbrettfahrer ermitteln und hinter Gitter bringen, aber der Vierfachmörder der Familie fehlt immer noch. Zudem sind noch weitere Leichen aufgetaucht und ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Morden noch nicht geklärt. Tom, Mascha und alle ihre Kollegen ermitteln auf Hochtouren, aber auch in ihrem Privatleben steht die Zeit nicht still und gerade bei Mascha geht es alles andere als beschaulich zu. 

Karen Sander knüpft mit diesem zweiten Band der Trilogie nahtlos an den Vorgängerteil an. Somit befinden sich die Leser*innen direkt wieder mitten im Geschehen und werden nicht von langen Einleitungskapiteln ausgebremst. Daher ist es ratsam, die einzelnen Bände der Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen, wohingegen die drei Trilogien rund um die beiden Ermittler auch einzeln gelesen werden können. Durch viele Orts- und Perspektivwechsel erhält die Handlung eine Vielschichtigkeit, die für noch mehr Spannung sorgt. 

Diese Reihe hat mich vollkommen in ihren Bann gezogen und ich kann beim Lesen alles um mich herum vergessen. Denn der Mordfall der Familie zieht sich durch alle drei Bände und bringt so manche Wendung der Ereignisse mit sich. Es faszinert und begeistert mich sehr, wie die Autorin eine solche Spannung aufbaut und dennoch nie übertreibt oder ins unrealistische abrutscht. Nun bin ich wirklich neugierig auf den dritten und leider schon letzten Band, denn bisher habe ich tatsächlich noch nicht wirklich eine Idee, wer hinter alldem stecken könnte...

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Bewertung: 5 von 5 Sterne 

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 352
Ersterscheinung: 20.02.2026
ISBN: 9783499016110
Preis: 14,00
Reihe: Engelhardt und Krieger ermitteln, Band 8

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Karen Sander für das Rezensionsexemplar! 

Freitag, 15. Mai 2026

Rezension: Sabine Hofmann - Weiße Westen, schwarze Nächte

Hedys verhängnisvoller Diebstahl

Ruhrgebiet, 1960er Jahre: Hedy Voss wurde schon als Jugendliche zur Diebin herangezogen und sie hat ihre Aufgabe immer gut gemacht. So ist sie auch heute noch auf Diebeszügen und spioniert auf gewitzte Weise ihre Objekte aus. Dass sie gerade in der Villa von Seufert ein verhängnisvolles Notizbuch findet und einsteckt, das noch schwerwiegende Folgen nach sich ziehen würde, hätte sie nicht gedacht. Denn sie klaut vorallem, um selbst über die Runden zu kommen und ihrer psychisch kranken und tablettensüchtigen Schwester die Aufenthalte in kostspieligen Privatkliniken zu ermöglichen. 

Sabine Hofmann hat das Ruhrgebiet der 1960er Jahre als Kulisse für diesen besonderen Kriminalroman gewählt. Denn die damalige Zeit steckt voller Umbrüche. Neben der Gesellschaft, die sich wandelt, ist auch die politische Situation schwierig und es gibt so manchen Spion, der versucht an Informationen zu kommen, um diese dann für seine Seite möglicht positiv zu verwenden. So gibt es in diesem Roman zwei Seiten, die parallel erzählt werden und dennoch irgendwann zu einem werden. Die historischen Hintergründe wurden von der Autorin gut und gründlich recherchiert und perfekt in der Handlung verwendet. 

Ich war wirklich gespannt auf diesen Roman, denn die Autorin ist mir bereits aus anderen Romanen bekannt und ich mag ihre Art zu erzählen. Diesmal konnte sie mich aber nicht so fesseln, wie ich es mir erhofft hatte. Was zum einen daran lag, dass ich anfangs große Probleme hatte, sämtliche Personen zuzuordnen und nicht durcheinander zu kommen. Zum anderen fand ich die Handlungsstränge etwas verwirrend und kam nicht in den erwünschten Lesefluss, sondern habe mich oft ablenken lassen. Dennoch fand ich die Kulisse, die gewählt wurde und die Atmosphäre des, sich im Aufbruch befindlichen Ruhrgebiets sehr gut getroffen und passend für die Handlung. 

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 352
Ersterscheinung: 13.05.2026
ISBN: 9783746642468
Preis: 13,00 

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Sabine Hofmann für das Rezensionsexemplar! 

Montag, 11. Mai 2026

Rezension: Karen Sander - Die Tiefe: Versunken

Serienmörder oder Zufall?

Alina bereut ihre vorschnelle Aussage, tauchen zu können bereits ab der ersten Minute danach. Denn nun soll sie die Hobbyschatzsucher Danny und Timm auf einem Tauchgang zu einem versunkenen Wikingerschiff begleiten. Doch das, was Alina stattdessen auf dem Meeresgrund entdeckt, wird ihr noch lange im Gedächtnis bleiben. Denn wer vergisst schon den Moment, wenn er eine einäugige Leiche aus einem Segelboot herausschauen sieht. Da es sich bei dieser Leiche allerdings um die Mutter einer vierköpfigen Familie handelt, die zusammen ermordet wurde, muss Krimialhauptkommissar Tom Engelhardt notgedrungen seinen Urlaub in Spanien abbrechen und an die Ostsee zurückkehren. Auch seine Freundin Mascha Krieger, die als Kryptologin bei einer Sonderkommission arbeitet, hat direkt nach ihrem Lehrgang in Vancouver einen neuen Fall und muss einen rätselhaften Brief entschlüsseln. Dieser soll die Spur zum Mörder einer ermordeten Gynäkologin sein. Als in Toms Nähe zwei weitere Leichen in einem Motorboot entdeckt werden, liegt die Frage nahe, ob es sich um einen Serienmörder handelt oder alles nur zufällig ähnlich ist. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren...

Karen Sander beginnt diesen ersten Teil einer neuen Trilogie rund um die beiden Ermittler Tom Engelhardt und Mascha Krieger mit einem abrupten Einstieg in das Geschehen. So wirkt es anfangs ein wenig überraschend und überfordernd, denn es tauchen viele neue Personen auf, die vorallem dann unbekannt sind, wenn noch keiner der sechs Vorgängerbände gelesen wurde. Was allerdings nur kurze Zeit ein Problem darstellt, denn die Namen sind eingängig und schnell den passenden Personen zuordenbar. Die Fälle an sich haben nichts miteinander zu tun, dennoch passen sie gut zusammen und werden durch die beiden Protagonisten verbunden. Da die einzelnen Tage als Kapitel dienen und darunter jeweils die Schauplätze für eine weitere Unterteilung in relativ kurze Abschnitte sorgen, fliegen die Seiten nur so dahin.

Obwohl ich eher weniger Krimis und Thriller lese, kann ich die gebannten Lesestunden mit einem guten Buch aus diesem Genre sehr schätzen. So erging es mir auch mit diesem Reihenauftakt und ich bin wirklich froh, dass die beiden anderen Bände auch schon hierliegen. Denn ich bin wirklich neugierig, wie es bei Tom und Mascha weitergeht, schließlich läuft der Mörder der vierköpfigen Familie immer noch frei herum. 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 368
Ersterscheinung: 11.11.2025
ISBN: 9783499016103
Preis: 14,00
Reihe: Engelhardt und Krieger ermitteln, Band 7 

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Karen Sander für das Rezensionsexemplar! 

Mittwoch, 25. März 2026

Rezension: Anne Gordon - Mord & Breakfast

Melody auf Mörderjagd

Melody Moss ist Journalistin in London und hat gerade einen spektakulären Artikel über Korruption im Stadtrat an ihren Chef geschickt. Doch bevor sie ihre erwünsche Beförderung auch nur ansprechen kann, wird sie von ihm gefeuert. Melody ist todunglücklich und unfassbar wütend, denn die Kündigung war alles andere als gerechtfertigt. Ihr Kampf um Gerechtigkeit hat aber noch nicht wirklich begonnen, als sie einen Anruf erhält. Der Anwalt ihrer Tante Mabel möchte, dass sie schnellstmöglich nach Seagull Bay kommt und das Erbe antritt, das ihre Tante allein ihr hinterlassen hat. Im idyllischen Schottland angekommen, erfährt sie, dass sie ein Bed & Breakfast an den Steilklippen und einen nicht unerheblichen Geldbetrag geerbt hat. Aber nur, wenn sie das B&B weiterführt und nicht verkauft. So bleibt Melody nichts anderes übrig, als im Coastal Inn zu bleiben. Doch schnell spürt sie, dass kaum jemand um ihre Tante wirklich trauert und auch die Todesumstände sind mysteriös. Da Melody schon immer sehr neugierig war, macht sie sich auf Spurensuche und entdeckt so manches Geheimnis, was zu der Einsicht führt, dass Mabels Tod definitiv kein Unfall war. 

Anne Gordon hat mit Melody Moss eine Protagonistin geschaffen, die durch ihre Menschenkenntnis, ihren genauen Blick und ihre unbezwingbare Neugier das Zeug zu einer großen Detektivin hat. Da die Kulisse an der schottischen Steilküste sehr idyllisch ist und auch die Kleinstadt Seagull Bay ein Flair ausstrahlt, das gute Laune macht, liegen perfekte Rahmenbedingungen für einen guten Cosy Crime vor. 

Dieser erste Band der Reihe rund um Melody ist sehr gelungen und ich habe ihn tatsächlich an nur einem Tag beendet. Da die Kapitel nicht allzu lang sind, die Autorin sehr kurzweilig und unterhaltsam schreibt und Melody und die anderen Protagonisten sympathisch sind, fliegen die Seiten nur so dahin und ich freue mich schon auf den zweiten Band, der erscheint aber leider erst im März 2027.  

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Seitenzahl: 272
Ersterscheinung: 19.02.2026
ISBN: 9783423221719
Preis: 13,00
Reihe: Ein Fall für Melody Moss, Band 1 

Vielen Dank an den dtv-Verlag und Anne Gordon für das Rezensionsexemplar! 

Samstag, 7. März 2026

Rezension: Sophie Tammen - Kojengrab: Frau Scholles Gespür für Mord

Gabriele Scholle, wieder auf Amrum und wieder eine Leiche

Die Wiesbadener Polizeisekretärin Gabriele Scholle kehrt nach vier Monaten in ihrer Heimat wieder auf die Nordseeinsel Amrum zurück. Kaum ist sie dort angekommen, findet sie schon wieder eine Leiche. Diesmal im berühmten Öömrang Hüs, wo sie eigentlich auf eine interessante Führung durch das Haus gewartet hat. Leider wurde die ehrenamtliche Gästeführerin und Journalistin Greta Jansen ermordet und in ein Alkovenbett im Museumshaus drapiert. Und schon steckt Gaby wieder mitten in den Ermittlungen, denn ohne sie und Frerk geht irgendwie nichts vorwärts. Doch die Spuren sind uneindeutig und die beiden Hobbyermittler tappen lange im Dunkeln.

Sophie Tammen setzt die Cosy Crime-Reihe rund um Gabriele Scholle und die Insel Amrum mit einem spannenden und undurchsichtigen zweiten Teil fort. Sehr sympathisch, wagemutig und klug ermitteln die beiden Freunde Frerk und Gaby, natürlich gemeinsam mit Labradoodle-Hündin Dolores. Die Insel Amrum ist eine perfekte Kulisse für diese Reihe und wird von der Autorin voller Liebe zu diesem Ort sehr authentisch beschrieben. 

Sophie Tammen alias Anne Barns gehört zu meinen liebsten Autorinnen und sie hat mich mit ihrer Amrum-Liebe mittlerweile auch schon infiziert, sodass mein nächster Nordseeurlaub mich definitiv auf diese Insel führen wird. Dieser zweite Fall von Gabriele Scholle ist wieder sehr gelungen, denn ich mag es, wie der Fall bis zum Ende fesselnd und unklar bleibt. Daher wünsche ich mir sehr, dass es in Zukunft noch weitere Fälle von ihr und ihrem zauberhaften Hund Dolores geben wird. 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 320
Ersterscheinung: 15.04.2025
ISBN: 9783499012761 
Preis: 13,00
Reihe: Frau Scholle ermittelt auf Amrum, Band 2

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Sophie Tammen für das Rezensionsexemplar! 

Mittwoch, 21. Januar 2026

Rezension: Rita Falk - Apfelstrudel-Alibi

Eberhofers dreizehnter Fall 

Diesmal erreicht den Franz ein etwas anderer Auftrag. Denn wie er so gemütlich daheim, nach seiner extrem anstrengenden Joggingrunde, die ihn nur zum Simmerl in die Metzgerei geführt hat, unter die Dusche springen will, ruft der Richter Moratschek an. Denn vor einigen Tagen ist sein allerliebstes Patenkind, die Letti bei einem Bergunglück zu Tode gekommen und der Richter glaubt nicht, dass es hier mit rechten Dingen zugegangen ist. Natürlich weiß der Eberhofer gleich, dass er hier wieder einmal Hilfe vom Birkenberger rudi braucht und ruft ihn direkt an. Der ist aber ein wenig komisch und bittet ihn schließlich um Geld, denn in seiner Privatdetektei geht gerade gar nichts mehr und der Rudi ist pleite. Also begeben die Beiden sich auf die Suche nach den wirklichen Geschehnissen, die zu Lettis Tod geführt haben. Allerdings muss der Franz auch zuhause mehr einspringen, denn seit die Susi Bürgermeisterin ist, denkt sie nur noch an die Arbeit und der Paul braucht schließlich auch Eltern, dei sich um ihn kümmern. Wie gut, dass Vater und Sohn sich im Rahmen der Ermittlungen auf in den Urlaub auf einen Campingplatz machen können. 

Rita Falk erzählt diesen dreizehnten Fall vom Eberhofer in gewohnter Manier. Denn die Sprache ist unverändert bairisch geprägt und in vielen Teilen etwas umgangssprachlich. Da der Franz immer noch einen  Haufen Machoallüren hat, die er wohl nie mehr ablegen wird, bleibt alles beim Alten. Nur bei den Eberhofers auf dem Hof ist es anders, denn die Oma wird langsam alt und zerbrechlich und hat manchmal kaum mehr die Kraft, ihr Bett zu verlassen und verbringt die Stunden dort gerne mit ihrem Enkel Paul und zockt ihm beim Quartett regelmäßig ab. 

Da der bereits alle Bände der Reihe kenne, sind der Franz, sein Vater, der Birkenberger Rudi, die Susi, der Paul und all die anderen Charaktere wie alte Bekannte für mich und ich wundere mich nicht mehr über so manche Aussage vom Franz. Denn er ist ein Macho und wird es immer bleiben, dennoch kümmert er sich sehr gut um seinen Sohn und verbindet beim Camping das Nützliche mit dem Praktischen. Den Fall fand ich wirklich gelungen und habe das Buch sehr gerne gelesen.  

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Seitenzahl: 336
Ersterscheinung: 16.10.2025
ISBN: 9783423264457 
Preis: 18,00
Reihe: Franz Eberhofer, Band 13

Vielen Dank an den dtv-Verlag und Rita Falk für das Rezensionsexemplar! 

Dienstag, 23. Dezember 2025

Rezension: Patrick Budgen - Das Zwergpudel-Zerwürfnis

Ein neuer Mordfall für Alexander Toth

Eigentlich hat Alexander Toth seinen Job im Fernsehen ja für eine ausgeglichenere Work-Life-Balance aufgegeben. Doch seit er als Bestatter auf dem Wiener Zentralfriedhof arbeitet, kommt ihm nun schon die dritte Mordermittlung in die Quere. Denn die Tote, die nun bestattet werden soll ist niemand anderes als die berühmte Schlagersängerin Cornelia Rothschedl, besser bekannt als Conny Red. Zusammen mit ihrem cognacfarbenen Zwergpudel war sie eine Ikone für viele Schlagerfans. Umso erschrockener waren sie über ihren plötzlichen Tod in der Sauna. Natürlich wusste jeder um ihr starkes Asthma, welches auch an ihrem Ableben schuld sein soll. Doch ein geheimnisvoller Trauerkranz mit hochbrisantem Foto bei der Bestattung lässt Toths Chefin und die Agentin der Sängerin an einen Stalker denken, der nun für schlechte Publicity sorgen kann. Toth und auch seine gute Freundin Marie-Theres, die Sargträgerin beginnen zu ermitteln und wagen einen Blick hinter die Kulissen der berühmten Sängerin. 

Patrick Budgen beherrscht es, spannend und unterhaltsam zu erzählen. Denn einerseits dreht sich alles um die Ermittlungen rund um den Mordfall. Andererseits ist auch Platz für Toths und Marie-Theres Leben und ihre persönlichen Probleme und Gefühle und. Vor der Kulisse des Wiener Zentralfriedhofs entsteht so die perfekte Mischung für einen Cosy Crime-Schmöcker de luxe. 

Da ich die beiden Vorgängerbände der Reihe rund um Toth und seine Kollegin Marie-Theres bisher nicht kannte, war ich sehr gespannt, wie sich der Krimi wohl lesen würde. Und ich wurde so gut unterhalten, dass ich gar nicht mehr zu lesen aufhören wollte. Die Mischung aus Alltag und Krimi ist ausgewogen. Da der Täter lange Zeit nicht bekannt ist, bleibt es auch durchgehend spannend. Natürlich besorge ich mir auch noch die beiden Vorgängerteile, denn ich möchte unbedingt mit den beiden sympathischen Friedhofsangestellten weiterermitteln. Ein rundum gelungener Cosy Crime!

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: edition a
Seitenzahl: 224
Ersterscheinung: 04.10.2025
ISBN: 9783990018439
Preis: 20,00
Reihe: Wiener Zentralfriedhofs-Krimi, Band 3 

Vielen Dank an den edition a-Verlag und Patrick Budgen für das Rezensionsexemplar! 

Montag, 3. November 2025

Rezension: Flores & Santana - Lava und Lügen auf Lanzarote

Unfall oder Mord? - Ben und Naira ermitteln auf Lanzarote

Ben Rodríguez und Naira Calderón treffen sich regelmäßig und sind irgendetwas zwischen guten Bekannten und Liebespaar. Als Ben nun wegen eines neuen Auftrags nach Lanzarote muss und Naira zeitgleich den Anruf einer guten Bekannten erhält, die tief in der Trauer um ihren Lebensgefährten steckt, beschließen sie, sich früher als geplant auf die Reise zu begeben. Für Ben soll die Arbeit nur die ersten beiden Tage auf der Insel ausfüllen, danach möchte er Zeit mit Naira verbringen und die stimmungsvolle Insel mit ihren kulinarischen Köstlichkeiten genießen. Auch Naira freut sich auf die Zeit mit ihrer Freundin Valerie und die Ausflüge mit Ben, bei denen sie neben Buchhandlungen auch leckeres Essen und Wein verkosten möchte. Doch schnell stellt sich heraus, dass neben Bens journalistischem Auftrag auch die Frage im Raum steht, ob Valeries große Liebe Gil tatsächlich bei einem Unfall verstorben ist oder ob mehr dahinter steckt.

Flores & Santana haben mit diesem Buch ihre Reihe rund um Rodríguez und Calderón fortgesetzt. Da sie bereits auf den Inseln La Palme und Teneriffa ermittelt haben, befinden sich Tatort und Nachforschungen nun auf Lanzarote. Die besondere Athmosphäre auf der Insel wird von den Autoren schon von Beginn an sehr gut passend in den Roman eingebunden, sodass auch Kulinarik, Sehenswürdigkeiten und Städte gut in die Handlung integriert werden. 

Da ich bisher noch keinen der beiden Vorgängerbände gelesen habe, war ich gespannt, wie sich die Reise auf die Insel Lanzarote gestalten würde. Nachdem ich anfangs so meine Schwierigkeiten mit den unzähligen spanischen Namen von Orten, Personen und Speisen hatte, wurde es mit der zweiten Hälfte besser. Denn hier gewinnt die Ermittlungsarbeit die Oberhand und die beiden Protagonisten konzentrieren sich mehr auf die Lösung des Falls denn auf das Essen. Allerdings bin ich auch wegen der Längen zu Anfang nur schlecht in einen Lesefluss gekommen und habe mich häufig von Nebensächlichkeiten in meiner Umgebung ablenken lassen und das Buch unzählige Male aus der Hand gelegt. Ich kann mir vorstellen, dass Menschen, die bereits auf Lanzarote waren und die Begebenheiten kennen, sich leichter tun, für mich war alles leider schwierig. Trotzdem würde ich gerne wieder mit den beiden Hobbyermittlern auf Fuerteventura weiterermitteln. 

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: Haymon Verlag
Seitenzahl: 256
Ersterscheinung: 29.07.2025
ISBN: 9783709979907
Preis: 14,95
Reihe: Calderón und Rodriguez ermitteln, Band 3 

Vielen Dank an den Haymon-Verlag und Flores und Santana für das Rezensionsexemplar!

Samstag, 25. Oktober 2025

Rezension: Marie O'Hare - I Know Where You Buried Your Husband

Fünf Freundinnen und ihr größtes Geheimnis

Bereits seir ihrer Schulzeit sind Sophia, Safa, Ella, Caoimhe und Ajola beste Freundinnen. Gemeinsam haben sie so manche schwierige Zeiten durchgestanden und sich gegenseitig Kraft gegeben, wenn eine Unterstützung gebraucht hat. So war es auch vor sieben Jahren als Sophias Ehemann Chris plötzlich tot im eigenen Wohnzimmer gelegen war. Da alle Indizien auf Sophia gedeutet und andere Zufälle dafür gesorgt haben, dass bisher niemand von dem Todesfall wissen konnte, haben die fünf Frauen beschlossen, die Leiche selbst zu beseitigen. Und sie hatten auch sieben Jahre lang ihre Ruhe, auch wenn jede für sich immer Angst hatte, irgednwann doch erwischt zu werden. Doch nun taucht plötzlich wieder Sophias frühere beste Freundin Jill auf und parallel dazu eine Erpressernachricht, dass dieser jemand weiß, was damals geschehen ist. Doch kann es wirklich sein, dass diese beiden Personen sich nur zufällig beinahe zeitgleich bei Sophia melden?! Nun müssen sich die fünf Freundinnen wieder zusammenraufen und zusammen eine Lösung für das Problem finden. 

Marie O'Hare hatte eine wirklich tolle Idee für einen Thriller. Verbunden mit schwarzem Humor, Feminismus, Gesellschaftskritik und der nötigen Spannung ist das der Stoff für einen gelungenen Thriller. Letzlich ist die Handlung aber nicht lange genug spannend und es fehlt ein wirklicher Showdown in den letzten Seiten, denn die Auflösung erfolgt hier einfach zu früh. Auch die fünf Frauen unterscheiden sich zwar in ihren Charakteren, könnten aber gerne noch unterschiedlicher sein, um ein besseres Abbild der Gesellschaft darzustellen. Obwohl die Handlung manchmal unnötig in die Länge gezogen wirkt, liest sich der Schreibstil der Autorin sehr flüssig. 

Ich finde es gerade ein wenig schade, dass mich das Buch nicht mehr fesseln konnte, denn ich hatte mir nach dem Lesen des Klappentextes einen unterhaltsamen, spannenden und besonderen Thriller erwartet.  

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Bewertung: 3 von 5 Sterne

Verlag: Lübbe
Seitenzahl: 480
Ersterscheinung: 29.08.2025
ISBN: 9783757701345 
Preis: 16,00 

Vielen Dank an die Bloggerjury, den Lübbe-Verlag und Marie O'Hare für das Rezensionsexemplar!

Donnerstag, 16. Oktober 2025

Rezension: Oreg Rogerson - Einbruch mit Stil

 
Alex & Mike - einer Verbrecherbande auf der Spur

Gerade erst haben Alex und Mike den Fall um die doppelten Kunstwerke gelöst und schon ereignen sich mysteriöse Einbrüche in ihrer Nachbarschaft. Zuerst erscheint es ihnen eher zufällig, doch als sie selbst Opfer eines solchen Einbruchs werden, haben sie das Gefühl, es steckt eine Masche dahinter. Doch zuerst verlaufen sich alle ihre Vermutungen im Sand und sie müssen einige Niederlagen einstecken. Allerdings geben sie nicht auf, denn die Polizei macht nicht den Anschein, als sei ihr viel daran gelegen, die Einbruchsserie schnell zu stoppen. Doch wer, wenn nicht Alex und Mike kann diesen Fall lösen?!

Oreg Rogerson hat das sympathische schwule Pärchen nun in einem zweiten Fall ermitteln lassen. Auch diesmal begeben sie sich in so manche gefährliche Lage und schrecken vor nur wenig zurück, um endlich die Täter zu schnappen. Doch obwohl der Kriminalfall spannend ist, fehlt es nicht an unterhaltsamen Situationen, die aus dem Buch einen perfekten Cosy Crime machen. 

Schon während dem ersten Band habe ich mich in Aley und Mike verliebt, die durch ihre offene und unheimlich liebenswürdige Art auffallen und für so manche Erheiterung beim Lesen sorgen. Der Autor schafft es perfekt, die Ermittlungen mit dem alltäglichen Leben der beiden Protagonisten zu verbingen und so das perfekte Lesevergnügen zu schaffen. Ich hoffe sehr, dass sehr bald weitere Bände der Reihe erscheinen, denn ich hatte immer großen Spaß beim Lesen!

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Seitenzahl: 190
Ersterscheinung: 26.06.2025
ISBN: 9783989989894
Preis: 9,99
Reihe: High Society Crimes, Band 2 

Vielen Dank an Oreg Rogerson für das Rezensionsexemplar! 

Dienstag, 14. Oktober 2025

Rezension: Jörg Maurer - Den letzten Gang serviert der Tod

Kommissar Jennerweins kriminalistischer Ausflug in die Gastronomie

Als Kommissar Jennerwein diesmal zu ihrem neuen Fall gerufen werden, führt sie ihr Weg hinauf zum Ein-Sterne-Restaurant "Hubschmidt's". Dort ist nicht nur ein Mann in einem Topf voller heißer Bouallabaisse ertränkt, sondern auch seine Jugendliebe, die Staatsanwältin Antonia Beissle, mit einer Bratpfanne erschlagen, der Flugkapitän Reininghaus mit einem japanischen Messer erstochen und der Chef persönlich mit einem Pilzeintopf vergiftet worden. Die Kriminalkommissare stehen vor einem Rätsel, denn hat der Täter nicht nur ein riesengroßes Chaos veranstaltet, sondern auch auf kleinstem Raum vier Personen ermordet. Handelt es sich hier um Kalkül oder war es eine Tat aus Effekt? Und wer kann der Mörder sein? Hatte er näheren Kontakt zu den Opfern oder war alles nur ein Zufall? Jennerwein muss genau hinsehen und fragt sich nur immer wieder, welche wesentliche Tatsache er übersehen hat.

Jörg Maurer knüpft mit diesem dreizehnten Band der Reihe rund um Kommissar Jennerwein nahtlos an vorangegangene Bücher an. Denn natürlich sind die Charaktere weiterhin etwas skurril, besitzen alle ihre Eigenheiten und haben gemeinsam schon so einiges erlebt. Auch der Fall ist speziell, was aber auch nicht anders zu erwarten war. 

Bisher habe ich jeden der Teile dieser Reihe verschlungen und war voller Begeisterung immer mit dabei. Ich liebe diese ganz besonderen Fälle, die Jörg Maurer schafft und die so wunderbar abgehoben sind und alles ein wenig überspitzt darstellen. Dieser dreizehnte Band lag nun lange ungelesen in meinem Bücherregal, passt aber nun zufällig perfekt zur Jahreszeit und hat mir sehr spannende und unterhaltsame Lesestunden geschenkt.  

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: FISCHER Scherz
Seitenzahl: 416
Ersterscheinung: 14.10.2020
ISBN: 9783651025899 
Preis: 16,99
Reihe: Kommissar Jennerwein ermittelt, Band 13 

Sonntag, 21. September 2025

Rezension: Susanne Oswald - Mörderisch verstrickt - Ein Strickclub ermittelt

 

Ein Mord im beschaulichen Lüttjekoog

Mette hat vor acht Jahren ihren Traum vom eigenen Strickladen wahr werden lassen. Eher aus der Not heraus, hat sie das Haus ihrer geliebten Lieblings-Käthe übernommen und dafür letztlich auch das beinahe fertige Tiermedizin-Studium abgebrochen. Doch den Traum vom eigenen Strickladen und die daraus resultierenden Konsequenzen hat sie nie bereut und liebt ihr Lädchen und die Donnerstags-Stricktreffen ganz besonders. Denn an diesem Tag, aber auch sonst immer wieder, treffen sich Friseurin Brunhilde, Pfarrerin Anne und Bootsverleiher und Witwer Gustavsen, um zusammen zu stricken, aber auch den neusten Klatsch und Tratsch der Kleinstadt auszutauschen. So ist mittlerweile eine eingeschworene Clique aus den Vieren geworden. Alles ändert sich aber in dem Moment, als Anne eine Goldstatue im Watt findet und diese in der örtlichen Kirche ausgestellt werden soll. Denn erst wird Anne nachts niedergeschlagen, dann die Statue gestohlen und schließlich liegt auch noch ein Toter in einem von Gustavsens Booten. Die kriminalistischen Fähigkeiten der vier Freunde sind gefragt, denn die Polizei alleine macht nicht den Eindruck, als würden sie den oder die Täter jemals schnappen.

Susanne Oswald verbindet in diesem Reihenauftakt die beiden Eigenschaften cosy und crime perfekt. Denn der Roman wird vorallem in der ersten Hälfte von den gemütlichen Wohlfühlstunden im Strickschick, am Deich oder im beschaulichen Lüttjekoog beherrscht, während der Diebstahl und der Mord erst später Einzug in die Handlung halten. So lernen die Leser die vier Hauptcharaktere erst gut kennen, bevor der Kriminalfall in den Vordergrund rückt. Vorallem Mette und Anne sind die Protagonistinnen und erzählen abwechselnd die Handlung aus ihrer Sicht.

Ich habe dieses Buch geliebt, denn es hat mir wunderbare Wohlfühl-Lesestunden auf meinem gemütlichen Sofa geschenkt. Gerade jetzt, wenn die Tage wieder kürzer werden, das Wetter ungemütlicher und herbstlicher, liebe ich diese Sonntage in meinem Wohnzimmer. Die Mischung aus Kleinstadtleben, sehr sympathischen Menschen und der Liebe zum Stricken ist wunderbar gelungen und hat auch ohne Raub und Mord bereits gut unterhalten. Doch auch die Ermittlungen der vier Freunde sind wunderbar kurzweilig und passen perfekt zur Handlung, daher gerne mehr davon! Ich möchte auch erwähnen, dass die Autorin immer wieder Bezug auf andere strickende Charaktere aus ihren vorhergehenden Romanen nimmt und mich so frühere, wunderbare Lesestunden erinnert hat. Deshalb bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung von mir! 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: HarperCollins Taschenbuch
Seitenzahl: 320
Ersterscheinung: 24.06.2025
ISBN: 9783365010273 
Preis: 13,00
Reihe: Mörderisch verstrickt, Band 1 

Vielen Dank an den HarperCollins-Verlag und Susanne Oswald für das Rezensionsexemplar! 

Montag, 1. September 2025

Rezension: Oreg Rogerson - Kunstvoll morden

Alex & Mike ermitteln in ihrem ersten Fall

Alex und Mike sind ein Paar und leben zusammen in einer wunderschönen Villa in Los Angeles. Alex treibt für sein Leben gerne Sport und gibt sich ebenso gerne dem Shopping und Lifestyle hin. Mike dagegen muss hin und wieder "Gesicht" in der Firma zeigen, die er als CEO führt und die für den Reichtum des schwulen Pärchens sorgt. Deshalb kann Mike sich auch ganz seiner Leidenschaft, dem Sammeln von Kunstwerken, insbesondere von Walt Dermond, widmen. Doch nachdem Alex das eben erst gelieferte Bild in der Galerie von Herbert Seltman entdeckt, ist er sich sicher, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Mit guten Argumenten gelingt es ihm dann auch, Mike von seinem Misstrauen dem Galeristen gegenüber zu überzeugen, was zu eigenen Ermittlungen in der Sache führt.

Oreg Rogerson gelingt es, eine unterhaltsamen, herzlichen und kurzweiligen Krimi zu schaffen. Alex und Mike sind ein liebenswürdiges Pärchen, das sich durch seine charakterlichen Gegensätze sehr gut ergänzt. Auch die Kulisse LAs ist perfekt für diese Art von Krimi, wie der Autor ihn erzählt.

Als ich die erste Seite des Buches gelesen habe, wusste ich nicht wirklich, was hier auf mich zukommt und ich war nach nur wenigen Seiten begeistert. Denn ich mag die beiden Protagonisten und Hobbyermittler total gerne und finde die Art, wie der Autor über deren Leben und ihren Umgang untereinander erzählt, realistisch und schön anzusehen. Da die komplette Handlung auf eine sehr bildliche Weise geschildert wird, hatte ich während dem gesamten Lesen Kopfkino vom Feinsten. Auch der Umfang von 182 Seiten ist perfekt und hat mir meinen Tag heute sehr gelungen verschönert. Ich würde gerne noch mehr von den beiden liebenswürdigen Ermittlern lesen! 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Seitenzahl: 182
Ersterscheinung: 20.05.2025
ISBN: 9783989989863 
Preis: 9,99
Reihe: High Society Crimes, Band 1 

Vielen Dank an Oreg Rogerson für das Rezensionsexemplar! 

Samstag, 30. August 2025

Rezension: Carina Heer - Das Bierkomplott

 

Eine grüne Leiche, ein schnuckeliger Rechtsmediziner und eine liebenswürdige Staatsanwältin

Evi Pflaum ist vor gar noch nicht allzu langer Zeit wieder in ihr Kinderzimmer gezogen. Denn nach der Trennung von ihrem Ex-Freund, hat es sie wieder in ihre Heimat Franken gezogen. Dorthin wo beinahe jede Woche ein anderes Dorf tagelang Kerwa feiert, jeder jeden kennt und auch die beste Freundin lebt. Einzig die Sache mit dem Neuanfang so ohne eigene Wohnung, eigenes Auto und neuem Job ist etwas anstrengend. Doch dann begegnet Evi dem attraktiven Gerichtsmedizinier Dr. Niklas Rosenbeet und ermittelt schon ab dem ersten Tag im neuen Job gemeinsam mit ihm in einem Mordfall mit einer grünen Leiche.

Carina Heer erzählt diesen Krimi rund um Evi Pflaum, der Münchner Geheimwaffe, wie die Kollegen aus Franken sie nur nennen, sehr unterhaltsam und voller Liebe zu Franken. Evi ist Anfang dreißig und musste leider gezwungenermaßen wieder zurück in ihr Kinderzimmer ziehen, was sie dazu bringt, sich wieder ein bisschen wie ein Teenager zu fühlen und so manches Mal die Sau rauszulassen. Auch die Anziehung zwischen Evi und Niklas ist interessant und macht Lust auf mehr. So ist der Autorin die perfekte Mischung zwischen Cosy Crime und RomCom gelungen.

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt und ich habe beinahe ohne Pause bis zur letzten Seite gelesen. Denn ich liebe diese Mischung aus Humor, Romantik und Krimi. Hoffentlich werden noch weitere Bände rund um Evi Pflaum folgen, denn sie ist mir mittlerweile doch sehr ans Herz gewachsen. 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Gutkind Verlag
Seitenzahl: 304
Ersterscheinung: 31.07.2025
ISBN: 9783989411081 
Preis: 16,00

Vielen Dank an den Gutkind-Verlag und Carina Heer für das Rezensionsexemplar! 

Montag, 11. August 2025

Rezension: Hedda Anders - Tot überm Weidezaun

 

Ein Mord zwischen Kuhweiden, Alpakas und eigenwilligen Dackeln

Wencke Dierksen hat ihren Job als Kriminalpolizistin an den Nagel gehängt, nachdem ein sehr unschöner Vorfall für hohe Wellen gesorgt hat. Seither lebt sie auf dem geerbten Hof ihres Onkels Johann in Sorum, dreißig Minuten von Hamburg entfernt. Sie genießt die Ruhe, das Ausschlafen, das Zusammensein mit Alpaka Christopher, der sich auch heimisch im Wohnhaus fühlt, und die Zeit mit ihrem Freund Hosse. Doch als überraschend ihr früherer Kollege Theo Kleist auf ihrem Hof auftaucht, ahnt sie schon, dass etwas im Busch ist. Und tatsächlich soll sie ihm bei den Ermittlungen zu seinem neuesten Fall helfen, denn es exisitiert lediglich das Video eines vermeintlichen Mordes, aufgenommen von Dackel Bootsmann, der immer wieder von zuhause abhaut und dabei gerne das Smartphone seines Herrchens mitnimmt. Nachdem Wencke nicht wirklich ablehnen kann, macht sie sich an die Arbeit und sucht nach Spuren im Video, die ihr weiterhelfen können. Schneller als erhofft steckt sie auch schon mitten in den Ermittlungen und fühlt sich eigentlich ganz wohl dabei.

Hedda Anders ist ein Pseudonym und verhilft einer Hamburgerin dazu ihren ersten Kriminalroman zu veröffentlichen. Der Erzählstil der Autorin ist flüssig und gespickt von unterhaltsamen Momenten. Dennoch steht die Ermittlungsarbeit immer im Mittelpunkt. Da das Landleben sehr bildlich und detailreich dargestellt wird, fühlen die Leser sich schnell angekommen und beinahe selbst als Teil der Dorfgemeinschaft.

Ich mochte den Krimi sehr gerne, auch wenn das Ende etwas vorhersehbar war. Wencke, Theo und Hosse sind drei Charaktere, die ich gerne in weiteren Büchern wiedertreffen möchte, weshalb ich auf eine Fortsetzung hoffe.

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Seitenzahl: 256
Ersterscheinung: 11.03.2025
ISBN: 9783499015441 
Preis: 13,00
Reihe: Ein Mord auf dem platten Land, Band 1

Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag und Hedda Anders für das Rezensionsexemplar! 

Freitag, 1. August 2025

Rezension: Christina Wermescher - Blutroter Main

 

Ein neuer Fall für Mira und Philipp

Mira und Philipp teilen sich momentan das Büro, denn noch immer hat sich kein neuer Kollege für Mira gefunden, sodass Philipp als Praktikant sie unterstützt. Doch dieser neue Fall hat es in sich, denn das was mit vergifteten Krapfen während einer Stadtratssitzung beginnt, wächst sich bald zu etwas Größerem aus. So wird kurz darauf das Auto des Stadtrats Karl-Heinz Märker mit "Umweltsau" beschmiert, eine Verfolgung der vermeintlichen Täterin endet erfolglos im Wald und schließlich ist die Verdächtige tot. Mira und Philipp ermitteln auf Hochtouren und stoßen auf so manche Fährte, die im Sande verläuft...

Christina Wermescher hat den beiden Bayreuther Ermittlern Mira, der Kriminalkommissarin, und Philipp, dem Praktikanten, der kurz vor dem Ende seines Studiums steht, nun einen neuen Fall gegeben. Dieser wartet durch viele spannende Momente auf, aber auch mit taktischen Handlungen, viel Regionalpolitik und vielen verschiedenen Spuren, die erst entwirrt und dann kombiniert werden müssen.

Bereits der erste Fall der beiden Polizisten hat mir nur zu gut gefallen, denn ich mochte die Art, wie die Autorin ihre Krimis aufbaut. Dank des sehr flüssigen und fesselnden Erzählstils sind die Seiten dann nur so dahingeflogen und ich war leider viel zu schnell am Ende und der Auflösung des Falles angelangt. Gerne mehr davon! 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Emons Verlag
Seitenzahl: 256
Ersterscheinung: 23.05.2024
ISBN: 9783740820831 
Preis: 13,00

Vielen Dank an den Emons-Verlag und Christina Wermescher für das Rezensionsexemplar! 

Montag, 21. Juli 2025

Rezension: Julia Niermann - Schatten der Schuld

 

Toni Russo jagt den Mörder

Berlin, 1900: Antonella Russo, Spitzname Toni, lebt nahe dem Prenzlauer Tor in Berlin. Als Teil der italienischen Arbeiterfamilien, die größtenteils für das Entstehen der vielen neuen Mietskasernen verantwortlich sind, kennt sie Armut und Hunger nur zur gut. Doch Toni ist intelligent und hat einen Ausweg aus dem eintönigen und harten Leben als Frau gefunden - sie verkleidet sich als Mann und erlangt so ein klein wenig mehr Freiheit. Doch die Neujahrsnacht hat es in sich, denn erst kümmert sie sich um eine junge Frau, Grete, die ganz verloren und vollkommen fehl am Platz in einer Kneipe aufgetaucht ist, dann werden sie beinahe von zwei Männern gestellt und sexuell angegriffen und schließlich entdeckt sie ihren behinderten Onkel Francesco tot an einer Laterne hängen. Toni ist entsetzt und weiß, dass sie diese Nacht niemals mehr vergessen wird. Aber die Polizei beendet die Ermittlungen ohne große Ergebnisse und wieder einmal voller Vorurteile gegenüber den italienischen Familien. Aber erst durch Grete, die nach Toni gesucht hat, gewinnt sie wieder Mut und macht sich gemeinsam mit ihrer neuen Freundin auf die Suche nach dem Mörder.

Julia Niermann ist Wahl-Berlinerin und liebt die Stadt. Auch deshalb hatte sie großen Spaß an diesem Roman rund um die Italienerin Toni, die im historischen Berlin um 1900 gelebt hat. Der Erzählstil der Autorin liest sich sehr flüssig und sorgt dafür, dass der Roman innerhalb kürzester Zeit fertig gelesen ist. Da die Handlung eine sehr gelungene Mischung aus historischem Roman und Krimi mit durchaus spannenden Anteilen ist, bekommen die Leser tiefe Einblicke in das Leben zur damaligen Zeit und die schrecklichen Verhältnisse, in denen die ärmeren Menschen leben mussten.

Ich finde den Roman wirklich super, denn er hat die beiden Genres perfekt vereint, die ich gerne lese. Obwohl es niemals extrem spannend war, wollte ich doch immer weiterlesen und war gefesselt von den Geschehnissen. Falls es jemals noch einen zweiten Band rund um Toni Russo geben sollte, werde ich ihn auf jeden Fall lesen. 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag
Seitenzahl: 352
Ersterscheinung: 29.12.2022
ISBN: 9783548066448 
Preis: 11,99

Vielen Dank an den Ullstein-Verlag und Julia Niermann für das Rezensionsexemplar! 

Samstag, 12. Juli 2025

Rezension: Eric Weißmann - Tod im Friesenhaus

Kristan Dennermann ermittelt wieder

Kristan Dennermann ist Immobilienmakler auf Sylt und stößt durch Zufall nun schon auf seine zweite Leiche. Dabei hat er die Ermittlungen zum ersten Mordfall noch nicht richtig verarbeitet. Doch Kommissar Kröger schätzt ihn scheinbar sehr, denn wie selbstverständlich bezieht er ihn in die Ermittlungen mit ein. Denn Dorothea Hußmann war eine inselbekannte Antiquitätenhändlerin, die von allen gemocht wurde und eine große Liebe zu den Schätzen in ihrem Laden verspürt und diese auch an ihre Kunden weitergegeben hat. Doch nun liegt sie im Hinterzimmer ihres Ladens und konnte nicht wie geplant auf große Reise gehen, dabei lag die Abreise kurz bevor. Schließlich wolle sie noch etwas vom Leben haben und sich ihre Rente nun redlich verdient, hat sie allen erzählt. Diese Pläne wurden abrupt zunichte gemacht und Kristan ist fassungslos darüber. Natürlich hilft er bei den Ermittlungen und stellt sich seinen größten Ängsten.

Eric Weißmann knüpft mit diesem neuen Mordfall an den ersten Band der Reihe an, setzt aber nicht voraus, dass dieser bei allen Lesern bekannt ist, sodass vielleicht manches Detail fehlt, aber das ist dann auch nicht relevant. Kristan Dennermann ist ein ganz besonderer Charakter, der sich seinem Hund, einem Corgi namens Prince, sehr verbunden fühlt und diesen immer dabei hat. Seine Arbeit als Immobilienmakler erledigt er sehr gewissenhaft und besitzt eine sehr gute Beobachtungsgabe, die bei den Ermittlungen rund um den Mord von Dorothea Hußmann sehr von Nutzen ist. Obwohl sich der Krimi vordergründig um den Mord dreht, ist auch viel Platz für die persönlichen Belange von Kristan, sodass die Leser ihn sehr gut kennenlernen.

Da sich der Schreibstil von Eric Weißmann sehr flüssig und gut liest, sind die Seiten nur so dahingeflogen und ich war schneller als erwartet am Ende des Buches angelangt. Nachdem ich nun schon zwei Bände der Reihe gelesen habe, ist Kristan mir ans Herz gewachsen und ich mag ihn und seine besonderen Charaktereigenschaften sehr gerne. Die Kombination aus Wohlfühlatmosphäre, der traumhaften Kulisse Sylts und die Ermittlungen im Mordfall ist sehr gelungen und macht Lust auf mehr! 

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Seitenzahl: 352
Ersterscheinung: 17.04.2025
ISBN: 9783423221085 
Preis: 13,00
Reihe: Kristan Dennermann, Band 2 

Vielen Dank an den dtv-Verlag und Eric Weißmann für das Rezensionsexemplar! 

Dienstag, 8. Juli 2025

Rezension: Svea Jensen - Nordweststurm

Ein neuer Fall ungeahnten Ausmaßes

Als Lennart Norberg seinen Sohn, den Polizisten Hendrik um Hilfe ersucht, weiß dieser erst nicht, was er davon halten soll. Denn Lennart vermisst seinen Freund Petter Jansson, den er seit vier Tagen nicht mehr gesehen oder gesprochen hat und der wohl hinter einer ganz großen Story her wäre. Als sich die Hinweise verdichten, dass Petter nicht freiwillig verschwunden ist, beginnen Anna Wagner und Norberg mit der Spurensuche. Dass sich aber auch noch Verbindungen zu dem Mordfall eines Drogendealers und Strichers, der gerade von Norbergs K4 in Itzehoe aufgeklärt wird, ergeben, macht das ganze noch schwieriger und die beiden erfahrenen Ermittler spüren, dass nun ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Svea Jensen ist es auch in diesem fünften Band der Reihe gelungen, die Spannung schnell aufzubauen und dann lange sehr hoch zu halten. Denn ständig ergeben sich neue Spuren, Hinweise und Entwicklungen, die die Ermittler antreiben und eine deutlich spürbare Angst um den Verschwundenen erzeugen. Da es um zwei unterschiedliche Opfer geht, deren Fälle anfangs rein gar nichts miteinander zu tun haben, sich schließlich aber doch kreuzen, wird der Fall im Lauf des Buches immer komplexer und dadurch spannender. Obwohl aber die Ermittlungen im Mittelpunkt des Krimis stehen, bleibt auch Zeit für die persönlichen Geschichten von Norberg, dessen Familie und Anna Wagner.

Diese Krimireihe gehört seit vielen Jahren zu meinen Lieblingsreihen, denn sie ist durchweg spannend und ich mag Anna und Norberg wirklich gerne, sodass ich nicht nur deren Ermittlungen gebannt mitverfolge, sondern auch deren Freundschaft, die mit den Jahren deutlich tiefer und vertrauter geworden ist. Hoffentlich ist die Autorin noch lange nicht am Ende angelangt und unterhält mich bald wieder mit einem neuen Fall für die Soko St. Peter-Ording. 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: HarperCollins Taschenbuch
Seitenzahl: 320
Ersterscheinung: 25.03.2025
ISBN: 9783365009321 
Preis: 14,00
Reihe: Ein Fall für die Soko St. Peter-Ording, Band 5

Vielen Dank an den HarperCollins-Verlag und Svea Jensen für das Rezensionsexemplar!