Posts mit dem Label Bayern werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bayern werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 29. Juni 2026

Rezension: Linda Winterberg - Die Berghebamme - Tage der Liebe

Marias Kampf um Gerechtigkeit

Brannenburg, 1896: Maria hat es endlich geschafft und hat sich die Anerkennung aller Frauen ihrer Gemeinde verdient. So ist sie immer sehr beschäftigt und häufig nächtelang nicht zu Hause, da sie Geburten bereut. Darum fehlt ihr momentan auch etwas die Zeit für ihre beste Freundin Evi, die leider bereits kurz vor der Eheschließung mit ihrem Verlobten intim geworden und nun schwanger ist. Als dieser bei einem großen Unglück auf dem Berg stirbt, ist Evi verzweifelt und bittet Maria um Hilfe. Doch Maria kann sich nicht vorstellen, ihr auf diese Art zu helfne, wie Evi es bräuchte. In ihrer Verzweiflung geht sie zu einer Engelmacherin und stirbt wenig später an einer Sepsis. Maria und auch der neue Dorfarzt Georg Saller machen sich Vorwürfe, dass sie ihr nicht mehr helfen konnten. Als auch noch ein Kriminalkommissar nach Brannenburg kommt und behauptet, dass Maria hinter Evis Tod und auch dem Versterben einer Magd eines benachbarten Hofes steckt, bekommt Maria Angst um ihren guten Ruf...

Linda Winterberg knüpft mit diesem zweiten Band der Reihe rund um die Berghebamme Maria im Brannenburger Land nahtlos an den ersten Teil an. Sie wiederholt nur im Rahmen der Ereignisse kurz die wichtigsten Fakten aus dem vergangenen Band. Da die Handlung schnell an Fahrt aufnimmt, fliegen die Seiten nur so dahin. 

Bereits der erste Band der Reihe hat mir wunderschöne Lesestunden geschenkt und ich war sehr gespannt auf den Fortgang der Handlung. Da die Autorin so perfekt an das vergangene Geschehen anknüpft, hatte ich breits nach den ersten Seiten wieder das Gefühl, selbst Teil der Handlung zu sein und habe mit Maria gehofft und gebangt. Ein großartiger zweiter Teil der Trilogie! 

Hier geht es zur Verlagsseite mit Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 374
Ersterscheinung: 14.05.2025
ISBN: 9783746641393
Preis: 14,00
Reihe: Kinder-der-Berge-Saga, Band 2 

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Linda Winterberg für das Rezensionsexemplar! 

Donnerstag, 4. Juni 2026

Rezension: Sophie Oliver - Das Haus am Walchensee: Herzensort zum Bleiben

Lena macht Zukunftspläne

Lena,  die Cousine von Freya und Niklas Siebert, hat mit ihren 31 Jahren bisher einige Ausbildungen begonnen und wieder abgebrochen, ist nach einiger Zeit entfernt vom Walchensee wieder in ihre Heimat zurückgekehrt und kümmert sich nun mit ihren Eltern um die Ferienwohnungen und die Landwirtschaft auf dem heimischen Hof. Außerdem ist sie zu einem festen Bestandteil des Fischerfleck-Teams geworden und liebt die Arbeit mit den Gästen. Dennoch hat sie in letzter Zeit immer mehr das Gefühl, endlich etwas eigenes zu erschaffen und nicht mehr nur für andere zu arbeiten. So hält sie an den Plänen eines eigenen Hotels fest und beginnt mit den konkreten Planungen auf der Nachbarwiese des Fischerflecks. Auch dank der Hilfe des Künstlers Christian, der als Dauergast auf dem Hof mittlerweile schon beinahe ein Teil der Familie geworden ist, kann sie ihre Pläne gut umsetzen und wagt den Schritt in Richtung Selbständigkeit. Das ist allerdings gar nicht so einfach, denn die finanziellen Ausgaben sind hoch und auch die Konkurrenz im Ort wächst.

Sophie Oliver entführt ihre Leser*innen in diesem dritten Band der Reihe zum letzten Mal an den Walchensee. Dort erleben sie so manche Wendung, die in den beiden Vorgängerbänden unvorstellbar gewesen wäre, aber auch Rückschläge hält das Leben für sie bereit und sorgt für turbulente Zeiten im Fischerfleck und der Familie Siebert. Da sich der Erzählstil der Autorin so flüssig und kurzweilig liest, fliegen die Seiten nur so dahin. 

Schade, dass ich nun schon am Ende der Trilogie angelangt bin und nicht mehr zurück an den Walchensee darf. Denn es hat mir immer sehr gut dort gefallen und ich habe alle drei Bände unheimlich gerne gelesen. 

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: FISCHER Taschenbuch
Seitenzahl: 368
Ersterscheinung: 28.08.2024
ISBN: 9783596709274
Preis: 13,00
Reihe: Walchensee, Band 3

Vielen Dank an den Fischer-Verlag und Sophie Oliver für das Rezensionsexemplar! 

Mittwoch, 29. April 2026

Rezension: Sophie Oliver - Das Haus am Walchensee: Glück ist Familiensache

Überraschungen, Geheimnisse und viel Gefühl

Niklas und Freya sind zufrieden mit dem ersten Jahr ihres Gasthauses. Denn der Fischerfleck ist mittlerweile weit über den Walchensee hinaus bekannt und viele Tage sind komplett ausgebucht. Sogar während der Nebensaison gelingt es ihnen genug Gäste anzulocken. Doch das Leben hält immer wieder neue Überraschungen bereit, sodass Niklas vollkommen überrumpelt auf seine Ex-Verlobte Pia trifft, die ihm mitteilt, dass sie ab jetzt häufiger wieder am Walchensee sein wird. Und das, nachdem sie ihn vor elf Jahren wortlos verlassen hat und er sie seither nie mehr gesehen hat. Niklas ist durcheinander und weiß nicht, was er denken soll, denn obwohl er sich einredet, dass da keine Gefühle mehr wären, ist er sich dessen nicht so sicher. Als die Geschwister auch noch auf Pias Verlobten, den Unternehmer Sven Neuroth, treffen, der eine große Brauerei mit Gin- und Whisky-Destillerie bauen möchte, spüren sie schon deutlich, dass da so einige Probleme auf sie zukommen. 

Sophie Oliver knüpft mit diesem zweiten Band der Walchensee-Reihe nahtlos an den ersten Teil an. Mit Pia ist eine neue Protagonistin aufgetaucht, die für Wirbel im Ort, aber auch in Niklas Gefühlswelt sorgt. Da sämtliche Hauptcharaktere abwechselnd zu Wort kommen, bleibt die Handlung vielschichtig und gibt den Leser*innen tiefe Einblicke in die Gedanken und Gefühle. 

Nach meinem Ausflug an den Walchensee im letzten Jahr, weiß ich, warum die Autorin immer wieder ins Schwärmen gerät, wenn es um den See an sich und das wunderbar klare Wasser geht. Aber auch die natürliche und kaum verbaute Umgebung ist einzigartig und sorgt dafür, dass sich sofort Entspannung breitmacht. Dennoch habe ich auch die große Masse an Touristen gesehen und weiß, wie belastend dies für die Einheimischen ist. Daher werde ich vermutlich nicht mehr allzu häufig dorthin fahren und lieber noch den dritten Band der Reihe lesen und mich gedanklich an den wunderschönen Walchensee träumen. Dafür ist die Reihe aber wirklich perfekt, denn sie ist fesselnd, berührend und einfach rundum perfekt gelungen! 

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: FISCHER Taschenbuch
Seitenzahl: 384
Ersterscheinung: 06.12.2023
ISBN: 9783596707881
Preis: 12,00
Reihe: Walchensee, Band 2

Vielen Dank an den Fischer-Verlag und Sophie Oliver für das Rezensionsexemplar! 

Sonntag, 8. Februar 2026

Rezension: Alexander Huber - Dahoam: Bayerische Wohlfühlküche

Alexander Hubers großartige Heimatküche

Alexander Huber ist Koch mit Leib und Seele. Denn bereits seine Kindheit verbrachte er in der heimischen Gastwirtschaft in Altötting zwischen Stammtisch, Küche und Metzgerei, was ihn stark geprägt und seine Liebe zur bayerischen Küche nur verstärkt hat. Während seiner ersten Zeit als Koch hat er viele unterschiedliche Stationen bei bekannten Köchen wie Hans Haas in München, Andreas Döllerer im Salzburger Land und bei Jean Luc Garnier in der Nähe von Erding, wo er die französische Küche erlernen durfte. Nach seiner Rückkehr in die bereits seit elf Generationen bestehenden Gastwirtschaft macht er sich dann an die Entwicklung seiner ganz eigenen bayerischen Kulinarik und hat dem Huberwirt so seine ganz eigene Note verliehen. 

Obazda & Erdäpfelkas

In diesem Kochbuch vereint der Profikoch, der auch bei der TV-Sendung "Wir in Bayern" immer wieder Rezepte vorstellt, sämtliche Rezepte seiner Heimatküche, die ihm am Herzen liegen. So schreibt er selbst, dass sie ihn teilweise an seine Kindheit erinnern, andere täglich auf der Wirtshauskarte stehen oder ursprünglich aus Erinnerungen und Überlieferungen stammen. 

Kaspressknödel

Damit das Kochbuch übersichtlich bleibt, wurden die Rezepte in folgende Kategorien gegliedert: Brotzeit, Suppen & Eintöpfe, vegetarische Hauptgerichte, Hauptgerichte mit Fleisch und Fisch, Süßes und Beilagen & Grundrezepte. Die neunzig Rezepte sind allesamt gleich aufgebaut, damit ein Nachkochen möglichst einfach und schnell möglich ist und jederzeit eine Übersicht gegeben ist. Mit zusätzlichen Tipps können die Nachkochenden so manches Rezept länger haltbar machen, in den Zutaten ein wenig variieren oder Hintergrundinformationen zu den enthaltenen Produkten erfahren. 

Grobe Erdäpfelsuppe mit Wienerl

Da ich selbst in Bayern lebe, sind mir einige der Gerichte geläufig. Aber ich habe mich sehr über die neuen Rezepte und Abwandlungen von mir geläufigen Gerichten gefreut. Denn die bayerische Küche ist vielfältig und immer wieder ein Genuss. Für meine Familie habe ich fünf Essen nachgemacht und wir waren von ihnen allesamt so begeistert, dass wir keinen Favoriten haben. So waren die Spinat-Bärlauch-Knöderl mit brauner Butter, die grobe Erdäpfelsuppe mit Wienerl, die Kaspressknödel, der Obazda und der Erdäpfelkas, ebenso wie der legendäre 10-Eier-Kuchen undheimlich lecker und schnell zubereitet. Die Kaspressknödel haben wir aber mittlerweile schon zweimal nach Hubers Rezept gemacht. 

Spinat-Bärlauch-Knöderl mit brauner Butter

Daher erhält dieses Kochbuch ganz klar die allerbeste Bewertung von meiner Familie und mir und wird auch weiterhin seinen Platz ganz weit vorne im Bücherregal haben. 

Der legendäre 10-Eier-Kuchen

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: DK Verlag Dorling Kindersley
Seitenzahl: 240
Ersterscheinung: 11.09.2023
ISBN: 9783831047253 
Preis: 29,95

Vielen Dank an den DK-Verlag und Alexander Huber für das Rezensionsexemplar! 

Donnerstag, 5. Februar 2026

Rezension: Jana Lukas - Traummomente in der Bergpraxis

Maries Rückkehr nach Waldkirch

Marie Brunner hat vor vierzehn Jahren ihren Heimatort Waldkirch fluchtartig verlassen. Denn nach einem schrecklichen Unglück konnte sie nicht mehr dort bleiben, wo jeder ihr die Schuld gab und sie sowieso schon immer eine Außenseiterin war. Doch nun muss sie für ihre Oma Fanny in den kleinen Ort im Allgäu zurückkehren. War diese doch die ganze Kindheit für sie da, nachdem ihre Mutter einfach abgehauen war. Allerdings hätte Marie niemals mit diesem Hass gerechnet, der ihr überall entgegenschlägt. Einzig ihr Chef Simon Thaler, in dessen Arztpraxis sie nun als Arzthelferin einen Job gefunden hat, behandelt sie normal und versucht, ihr ein Freund zu sein und ihr zu zeigen, dass sie in Waldkirch durchaus willkommen ist. Aber Marie ist eine Kämpferin, die gelernt hat, alleine für sich einzustehen und sich von ihren Mitmenschen nicht mehr alles verderben zu lassen. 

Jana Lukas hat in diesem zweiten Band der Reihe rund um die Bergpraxis Simon in den Mittelpunkt gestellt, der mit seinem freundlichen und offenen Wesen versucht, Marie den Neustart in Waldkirch zu erleichtern. So lernen die Leser*innen nun Simon besser kennen und dürfen mit Marie eine neue Person in der Bergpraxis begrüßen. Sie ist eine sympathische junge Frau, die schon früh das Kämpfen lernen musste, aber nun erhobenen Hauptes und nicht bereit wieder zu gehen nach Waldkirch zurückkehrt. 

Ich bin begeistert von der Art, wie Jana Lukas es immer wieder gelingt, mich zu fesseln und mir wunderschöne Lesestunden zu schenken. Denn dieser zweite Teil der Reihe hat es durchaus in sich und sorgt für spannende und emotionale Momente, die mich nicht mehr so schnell losgelassen haben. Daher freue ich mich schon jetzt auf den dritten Band!  

Hier geht es zur Verlagsseite mit Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Heyne
Seitenzahl: 448
Ersterscheinung: 16.07.2025
ISBN: 9783453429079 
Preis: 12,00
Reihe: Die Bergpraxis, Band 2 

Vielen Dank an das Bloggerportal, den Heyne-Verlag und Jana Lukas für das Rezensionsexemplar! 

Mittwoch, 21. Januar 2026

Rezension: Rita Falk - Apfelstrudel-Alibi

Eberhofers dreizehnter Fall 

Diesmal erreicht den Franz ein etwas anderer Auftrag. Denn wie er so gemütlich daheim, nach seiner extrem anstrengenden Joggingrunde, die ihn nur zum Simmerl in die Metzgerei geführt hat, unter die Dusche springen will, ruft der Richter Moratschek an. Denn vor einigen Tagen ist sein allerliebstes Patenkind, die Letti bei einem Bergunglück zu Tode gekommen und der Richter glaubt nicht, dass es hier mit rechten Dingen zugegangen ist. Natürlich weiß der Eberhofer gleich, dass er hier wieder einmal Hilfe vom Birkenberger rudi braucht und ruft ihn direkt an. Der ist aber ein wenig komisch und bittet ihn schließlich um Geld, denn in seiner Privatdetektei geht gerade gar nichts mehr und der Rudi ist pleite. Also begeben die Beiden sich auf die Suche nach den wirklichen Geschehnissen, die zu Lettis Tod geführt haben. Allerdings muss der Franz auch zuhause mehr einspringen, denn seit die Susi Bürgermeisterin ist, denkt sie nur noch an die Arbeit und der Paul braucht schließlich auch Eltern, dei sich um ihn kümmern. Wie gut, dass Vater und Sohn sich im Rahmen der Ermittlungen auf in den Urlaub auf einen Campingplatz machen können. 

Rita Falk erzählt diesen dreizehnten Fall vom Eberhofer in gewohnter Manier. Denn die Sprache ist unverändert bairisch geprägt und in vielen Teilen etwas umgangssprachlich. Da der Franz immer noch einen  Haufen Machoallüren hat, die er wohl nie mehr ablegen wird, bleibt alles beim Alten. Nur bei den Eberhofers auf dem Hof ist es anders, denn die Oma wird langsam alt und zerbrechlich und hat manchmal kaum mehr die Kraft, ihr Bett zu verlassen und verbringt die Stunden dort gerne mit ihrem Enkel Paul und zockt ihm beim Quartett regelmäßig ab. 

Da der bereits alle Bände der Reihe kenne, sind der Franz, sein Vater, der Birkenberger Rudi, die Susi, der Paul und all die anderen Charaktere wie alte Bekannte für mich und ich wundere mich nicht mehr über so manche Aussage vom Franz. Denn er ist ein Macho und wird es immer bleiben, dennoch kümmert er sich sehr gut um seinen Sohn und verbindet beim Camping das Nützliche mit dem Praktischen. Den Fall fand ich wirklich gelungen und habe das Buch sehr gerne gelesen.  

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Seitenzahl: 336
Ersterscheinung: 16.10.2025
ISBN: 9783423264457 
Preis: 18,00
Reihe: Franz Eberhofer, Band 13

Vielen Dank an den dtv-Verlag und Rita Falk für das Rezensionsexemplar! 

Samstag, 15. November 2025

Rezension: Jana Lukas - Herzklopfen in der Bergpraxis

 Sanna & Mats - Zwei, die sich eigentlich nicht leiden können

Sanna Thaler liebt ihr beschauliches Leben in der Kleinstadt Waldkirch mitten im Allgäu, umgeben von Bergen und friedlicher, unberührter Natur. Doch als ihre Eltern einfach so und vollkommen spontan zu ihrer langersehnten Weltreise aufbrechen, ist es vorbei mit der Ruhe. Denn die beiden Geschwister Sanna und Simon, die gemeinsam mit ihrer Mutter die Praxis für Allgemeinmedizin und Kinder betreiben stehen nun plötzlich allein vor einer Menge Patienten, die versorgt werden wollen. Simon fragt deshalb Mats, der nicht nur mit ihm studiert hat, sondern auch mit beiden Thalers in einer WG in München gelebt hat. Mittlerweile lebt und arbeitet Mats in Frankfurt und liebt das turbulente Arbeiten in der Notaufnahme der Uniklinik. Leider steht er gerade vor zwei Monaten Pause, die er eigentlich mit seiner Freundin auf den Malediven verbringen wollte, bevor er mit ihr nach Boston in die USA auswandert, um dort in einem renommierten Traumazentrum anzufangen. Diese hat ihn aber nun verlassen, um einen Neuanfang in New York zu wagen. Ihren weißen Zwergpudel Ginny konnte sie bei ihrem Neubeginn leider nicht mehr gebrauchen und hat ihn deshalb bei Mats gelassen, der mit Hunden eigentlich gar nichts anfangen kann. Um nicht vor Langeweile sterben zu müssen, geht Mats spontan auf Simons Bitte ein und zieht kurzfristig nach Waldkirch. Doch die Zwistigkeiten mit Sanna, die bereits seit dem Studium bestehen, gehen so weiter, als lägen nicht zehn Jahre zwischen ihrer letzten Begegnung und heute. Dennoch raufen sie sich zusammen, denn eine gute Zusammenarbeit ist in der kleinen Arztpraxis unbedingt notwendig. Und irgendwie hat Mats früher auch mehr genervt, findet Sanna.

Jana Lukas erzählt in diesem Roman über Sanna, Mats und Simon und deren Leben in der beschaulichen Kleinstadt Waldkirch. So beschreibt sie längst nicht nur die Geschichte von den drei Freunden, sondern auch das Leben in der beschaulichen Ortschaft, die Arbeit in der Praxis und die Ausflüge in die unberührte Natur, auf Alpen und zu lokalpolitischen Ereignissen. Ihr Erzählstil ist unterhaltsam und kurzweilig. Da die Perspektivwechsel zwischen Sanna und Mats regelmäßig stattfinden, erhalten die Leser Einblicke in die Gedankenwelt der beiden Ärzte und fühlen sich so beiden gleichermaßen nah.

Ich liebe die Romane von Jana Lukas sehr, denn sie beherrscht es einfach immer wieder perfekt, mir gute Laune und absolut entspannte Lesestunden zu schenken. Auch von Sanna und Lukas Geschichte war ich sofort gefesselt und wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ich finde die Kulisse der Allgäuer Alpen so passend für dieses Buch, dass ich jetzt am liebsten selbst wahlweise in Sannas Wohnzimmer oder in Mats Tiny Haus sitzen würde und entspannt auf das Alpenpanorama vor den Fenstern blicken würde. Gut, dass dieser Roman erst der erste Band der Reihe ist und ich noch zweimal zurück nach Waldkirch kommen darf! 

Hier geht es zur Verlagsseite mit Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Heyne
Seitenzahl: 416
Ersterscheinung: 16.04.2025
ISBN: 9783453429062 
Preis: 12,00
Reihe: Die Bergpraxis, Band 1 

Vielen Dank an das Bloggerportal, den Heyne-Verlag und Jana Lukas für das Rezensionsexemplar! 

Dienstag, 14. Oktober 2025

Rezension: Jörg Maurer - Den letzten Gang serviert der Tod

Kommissar Jennerweins kriminalistischer Ausflug in die Gastronomie

Als Kommissar Jennerwein diesmal zu ihrem neuen Fall gerufen werden, führt sie ihr Weg hinauf zum Ein-Sterne-Restaurant "Hubschmidt's". Dort ist nicht nur ein Mann in einem Topf voller heißer Bouallabaisse ertränkt, sondern auch seine Jugendliebe, die Staatsanwältin Antonia Beissle, mit einer Bratpfanne erschlagen, der Flugkapitän Reininghaus mit einem japanischen Messer erstochen und der Chef persönlich mit einem Pilzeintopf vergiftet worden. Die Kriminalkommissare stehen vor einem Rätsel, denn hat der Täter nicht nur ein riesengroßes Chaos veranstaltet, sondern auch auf kleinstem Raum vier Personen ermordet. Handelt es sich hier um Kalkül oder war es eine Tat aus Effekt? Und wer kann der Mörder sein? Hatte er näheren Kontakt zu den Opfern oder war alles nur ein Zufall? Jennerwein muss genau hinsehen und fragt sich nur immer wieder, welche wesentliche Tatsache er übersehen hat.

Jörg Maurer knüpft mit diesem dreizehnten Band der Reihe rund um Kommissar Jennerwein nahtlos an vorangegangene Bücher an. Denn natürlich sind die Charaktere weiterhin etwas skurril, besitzen alle ihre Eigenheiten und haben gemeinsam schon so einiges erlebt. Auch der Fall ist speziell, was aber auch nicht anders zu erwarten war. 

Bisher habe ich jeden der Teile dieser Reihe verschlungen und war voller Begeisterung immer mit dabei. Ich liebe diese ganz besonderen Fälle, die Jörg Maurer schafft und die so wunderbar abgehoben sind und alles ein wenig überspitzt darstellen. Dieser dreizehnte Band lag nun lange ungelesen in meinem Bücherregal, passt aber nun zufällig perfekt zur Jahreszeit und hat mir sehr spannende und unterhaltsame Lesestunden geschenkt.  

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: FISCHER Scherz
Seitenzahl: 416
Ersterscheinung: 14.10.2020
ISBN: 9783651025899 
Preis: 16,99
Reihe: Kommissar Jennerwein ermittelt, Band 13 

Samstag, 30. August 2025

Rezension: Carina Heer - Das Bierkomplott

 

Eine grüne Leiche, ein schnuckeliger Rechtsmediziner und eine liebenswürdige Staatsanwältin

Evi Pflaum ist vor gar noch nicht allzu langer Zeit wieder in ihr Kinderzimmer gezogen. Denn nach der Trennung von ihrem Ex-Freund, hat es sie wieder in ihre Heimat Franken gezogen. Dorthin wo beinahe jede Woche ein anderes Dorf tagelang Kerwa feiert, jeder jeden kennt und auch die beste Freundin lebt. Einzig die Sache mit dem Neuanfang so ohne eigene Wohnung, eigenes Auto und neuem Job ist etwas anstrengend. Doch dann begegnet Evi dem attraktiven Gerichtsmedizinier Dr. Niklas Rosenbeet und ermittelt schon ab dem ersten Tag im neuen Job gemeinsam mit ihm in einem Mordfall mit einer grünen Leiche.

Carina Heer erzählt diesen Krimi rund um Evi Pflaum, der Münchner Geheimwaffe, wie die Kollegen aus Franken sie nur nennen, sehr unterhaltsam und voller Liebe zu Franken. Evi ist Anfang dreißig und musste leider gezwungenermaßen wieder zurück in ihr Kinderzimmer ziehen, was sie dazu bringt, sich wieder ein bisschen wie ein Teenager zu fühlen und so manches Mal die Sau rauszulassen. Auch die Anziehung zwischen Evi und Niklas ist interessant und macht Lust auf mehr. So ist der Autorin die perfekte Mischung zwischen Cosy Crime und RomCom gelungen.

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt und ich habe beinahe ohne Pause bis zur letzten Seite gelesen. Denn ich liebe diese Mischung aus Humor, Romantik und Krimi. Hoffentlich werden noch weitere Bände rund um Evi Pflaum folgen, denn sie ist mir mittlerweile doch sehr ans Herz gewachsen. 

Hier geht es zur Verlagsseite

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Gutkind Verlag
Seitenzahl: 304
Ersterscheinung: 31.07.2025
ISBN: 9783989411081 
Preis: 16,00

Vielen Dank an den Gutkind-Verlag und Carina Heer für das Rezensionsexemplar! 

Freitag, 1. August 2025

Rezension: Christina Wermescher - Blutroter Main

 

Ein neuer Fall für Mira und Philipp

Mira und Philipp teilen sich momentan das Büro, denn noch immer hat sich kein neuer Kollege für Mira gefunden, sodass Philipp als Praktikant sie unterstützt. Doch dieser neue Fall hat es in sich, denn das was mit vergifteten Krapfen während einer Stadtratssitzung beginnt, wächst sich bald zu etwas Größerem aus. So wird kurz darauf das Auto des Stadtrats Karl-Heinz Märker mit "Umweltsau" beschmiert, eine Verfolgung der vermeintlichen Täterin endet erfolglos im Wald und schließlich ist die Verdächtige tot. Mira und Philipp ermitteln auf Hochtouren und stoßen auf so manche Fährte, die im Sande verläuft...

Christina Wermescher hat den beiden Bayreuther Ermittlern Mira, der Kriminalkommissarin, und Philipp, dem Praktikanten, der kurz vor dem Ende seines Studiums steht, nun einen neuen Fall gegeben. Dieser wartet durch viele spannende Momente auf, aber auch mit taktischen Handlungen, viel Regionalpolitik und vielen verschiedenen Spuren, die erst entwirrt und dann kombiniert werden müssen.

Bereits der erste Fall der beiden Polizisten hat mir nur zu gut gefallen, denn ich mochte die Art, wie die Autorin ihre Krimis aufbaut. Dank des sehr flüssigen und fesselnden Erzählstils sind die Seiten dann nur so dahingeflogen und ich war leider viel zu schnell am Ende und der Auflösung des Falles angelangt. Gerne mehr davon! 

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Emons Verlag
Seitenzahl: 256
Ersterscheinung: 23.05.2024
ISBN: 9783740820831 
Preis: 13,00

Vielen Dank an den Emons-Verlag und Christina Wermescher für das Rezensionsexemplar! 

Montag, 28. Juli 2025

Rezension: Sophie Oliver - Das Haus am Walchensee: Neuanfang in Traumlage

Ein ganz besonderes Erbe

Freya lebt seit zwanzig Jahren in Schweden und war in dieser Zeit kaum mehr in ihrer alten Heimat am Walchensee. Obwohl ihr Vater und ihr Halbbruder weiterhin dort gelebt haben, hat sie die Verbindung dorthin verloren. Was aber auch durch das böse Gerede der Dorfbewohner über den tragischsten Tag in Freyas Leben noch verstärkt wurde. Doch nun musste Freya nur drei Jahre nach dem Tod ihrer geliebten Mutter auch ihren Vater beerdigen und konnte zu allem Übel nicht einmal an der Beisetzung teilnehmen, da ihr Flug ausgefallen ist. Mit dem Testament, das dann vom Familienanwalt verlesen wird, hätten aber weder Niklas, Freyas Bruder, noch Freya selbst gerechnet. Denn der Vater droht damit, das Gasthaus der Familie, am Ufer des Walchensees gelegen und wirklich wertvoll, an die Kirche zu vererben, sollten seine beiden Kinder die Gastwirtschaft nicht mindestens für zwei Jahren gemeinsam weiterführen. Dabei weiß er doch eigentlich, dass Freya sich ein Leben in Schweden aufgebaut hat und sich mit Bayern und dem Walchensee kaum mehr verbunden fühlt. Doch ihrem Bruder und auch ein wenig sich selbst zuliebe, nimmt sie schließlich das Erbe an und wagt den Schritt in eine ungewisse Zukunft an einem Ort, der sie immer wieder an einen schrecklichen Nachmittag erinnert...

Sophie Oliver erzählt in diesem ersten Band der Wohlfühlreihe rund um den bezaubernd schönen Walchensee über die Geschwister Siebert, die durch den Vater dazu gezwungen werden, sich zusammenzuraufen und gemeinsam eine Gastwirtschaft zu leiten. Natürlich ist der Weg nicht einfach und die Dorfbewohner nicht alle gut auf Freya zu sprechen, gibt es doch auch entsprechende Gerüchte über die Ereignisse vor zwanzig Jahren. Doch dank der Erzählweise der Autorin fliegen die Seiten nur so dahin und die Handlung bleibt durchgehend interessant und unterhaltsam.

Ich mochte diesen Reihenauftakt sehr gerne, denn Sophie Oliver beherrscht es, die Geschehnisse innerhalb der Geschwister Siebert interessant und fesselnd zu berichten und dabei aber trotz so mancher schwieriger Situationen niemals schlechte Stimmung aufkommen zu lassen. Daher ist dieses Buch genau das Richtige für entspannte Lesestunden, in denen eine Wohlfühlstimmung herrschen soll. 

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: FISCHER Taschenbuch
Seitenzahl: 384
Ersterscheinung: 28.06.2023
ISBN: 9783596707874 
Preis: 12,00
Reihe: Walchensee, Band 1 

Vielen Dank an den Fischer-Verlag und Sophie Oliver für das Rezensionsexemplar! 

Dienstag, 1. Juli 2025

Rezension: Madita Tietgen - Seeliebe und Zeilenflimmern

 

Liebe am Weßlinger See

Klara lebt seit einigen Wochen wieder in ihrem alten Kinderzimmer bei Oma Josephine in Weßling. Denn nachdem ihre Beziehung in die Brüche ging, brauchte sie kurzfristig eine Bleibe. Doch dass ihre Oma einen Untermieter hat, der im Zimmer neben ihr wohnt, wusste sie bis zu einem unangenehmen Zusammenstoß auf dem Flur bisher nicht. Allerdings kann sie auf dessen Anwesenheit auch gut verzichten, wirkt er doch wenig sympathisch und ein wenig arrogant. Oma Josephine lässt aber nicht locker und verlangt von Klara, ihren neuen Mitbewohner herumzuführen und ihm Weßling und den See zu zeigen. Klara weiß, dass sie ihrer Oma nicht widersprechen sollte und ergibt sich. Dass die Zeit mit Anton aber gar nicht so schlimm wird, wie erwartet, hätte sie niemals gedacht. Nach einer gemeinsamen Nacht weiß sie dann gar nicht mehr, was sie denken soll und auch Anton ergeht es ähnlich. Dabei will er doch schnellstmöglich wieder weg aus diesem kleinen Dorf, wo jeder jeden kennt und ein Geheimnis nur selten eins bleibt.

Madita Tietgen nimmt ihre Leser in diesem Kurzroman mit nach Bayern. Neben der Liebesgeschichte von Klara und Anton steht auch das Dorfleben im Mittelpunkt und zeigt, wie schön es sein kann, wenn alle einander kennen, aber auch die Schattenseiten dessen. Zusätzlich zu den beiden Protagonisten hat auch Oma Josephine eine Schlüsselrolle und führt so manche Situation herbei, die letztlich zu vielen positiven Momenten führt. Da sich der Erzählstil der Autorin sich flüssig liest und die Seiten nur so dahinfliegen, ist das Ende schnell erreicht...

...was mir leider nicht so gut gefallen hat, denn ich wäre gerne noch länger in Weßling geblieben. Bisher haben mich alle Bücher von Madita begeistert, weshalb ich wirklich gespannt war, wie es denn in ihrer eigenen Heimat Bayern so sein wird. Und ich muss sagen, sie hat die Charaktere sehr realistisch erschaffen, sie Bairisch sprechen und wunderbar direkt sein lassen. Gerne mehr davon, liebe Madita!

Hier geht es zur Homepage von Madita Tietgen.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: tolino media
Seitenzahl: 240
Ersterscheinung: 27.05.2025
ISBN: 9783759227614 
Preis: 12,99
Reihe: Liebe im Fünfseenland, Band 3 

Vielen Dank an Madita Tietgen für das Rezensionsexemplar! 

Donnerstag, 22. Mai 2025

Rezension: Melissa C. Feurer - Love Never Fails

Ein großartiger Reihenabschluss!

Enni hat kurzentschlossen zugestimmt, ihre Semesterferien bei ihrem Bruder Rasmus in Herrsching am Ammersee zu verbringen. Denn der braucht dringend Hilfe in seinem Café, weil seine Frau Sofia die letzten Wochen ihrer Schwangerschaft liegend im Krankenhaus verbringen muss und Rasmus ansonsten ganz alleine ist. Für Enni stellt diese Arbeit im Café eine große Herausforderung darf, denn sie kann weder backen noch bedienen. Zum Glück kann sie bei ihrer besten Freundin Juna in deren Apartment wohnen. So hat sie zumindest die Möglichkeit, Zeit mit ihr zu verbringen. Allerdings ist auch ihr Nachbar Julius sympathisch und Enni stellt nach anfänglicher Skepsis schnell fest, dass sie gerne Zeit mit ihm verbringt.

Melissa C. Feurer hat in diesem letzten Band der Lichtenband-Trilogie einige ernste Themen in den Mittelpunkt gestellt. Denn neben einer Sinn- und Glaubenskrise erleben die Protagonisten auch die Konsequenzen, die eine neurologische Erkrankung mit sich bringt, aber auch die erste große Liebe. Die Kulisse des wunderschönen Ammersees immer im Hintergrund der Handlung sorgt für eine gewisse Leichtigkeit und sommerliche Stimmung. Da zwar hauptsächlich Enni aus ihrer Perspektive erzählt, aber auch manchmal von Julius abgelöst wird, erhält der Roman mehr Tiefe und Vielschichtigkeit.

Obwohl das Genre Faithful New Adult nicht so häufig in meinem Bücherregal zu finden ist, bin ich wirklich begeistert, wie die Autorin den Alltag mit so manchen Glaubensfragen kombiniert und es nie übertrieben oder künstlich in den Vordergrund gestellt wirkt. Enni und Julius passen wirklich gut zusammen und ergänzen sich perfekt, sodass ich von Anfang an gehofft habe, dass aus ihnen ein Liebenspaar wird. Ein wirklich wunderschöner Reihenabschluss!

Hier geht es zur Verlagsseite mit Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Francke-Buch
Seitenzahl: 269
Ersterscheinung: 05.2024
ISBN: 9783963624049 
Preis: 16,00
Reihe: Lichtenberg-Trilogie

Vielen Dank an den Francke-Verlag und Melissa C. Feurer für das Rezensionsexemplar!

Donnerstag, 8. Mai 2025

Rezension: Linda Winterberg - Die Berghebamme - Hoffnung der Frauen

 

Eine neue Zeit in der Geburtshilfe beginnt

Brannenburg in Oberbayern, 1893: Maria hat in den letzten drei Jahren ihre Ausbildung zur Hebamme an der modernen Münchener Frauengebäranstalt absolviert. Denn auch in der Geburtshilfe sollen modernere und somit hygienischere Zustände herrschen. Sterben doch immer noch viel zu viele Wöchnerinnen aufgrund von mangelnder Hygiene. Nachdem sie ein Brief von ihrem besten Freund Max, der bereits ihr gesamtes Leben immer an ihrer Seite ist, erreicht und er sie bittet, nach Brannenburg zurückzukehren um dort die alte Hebamme Alma abzulösen, ist sie hin- und hergerissen. War sie in ihrem Heimatort doch immer der Bankert, der von seiner Mutter einfach auf den Stufen der Kirche abgelegt worden war und die keinerlei Respekt verdient hat. Dennoch fasst sie sich schließlich ein Herz und macht sich auf die Heimreise in Richtung Berge. Leider erwartet sie dort genau das, was sie erwartet hat. Denn kaum jemand respektiert sie und sie muss sich die Anerkennung der Menschen erst hart erarbeiten. Von Alma erfährt sie nur Verachtung und bekommt mit ihr eine Komkurrentin, die nicht aufgibt. Trotzdem weiß Maria, was sie kann und auch für welchen guten Zweck sie kämpft. Denn die Gesundheit der Frauen und Babys steht für sie immer an oberster Stelle.

Linda Winterberg widmet diese neue Reihe einem ganz besonderen Thema, nämlich der Geburtshilfe im Jahre 1893. Diese befindet sich gerade mitten im Umbruch und hat mit so manchen Hindernissen zu kämpfen. Doch die Protagonistin Maria ist eine starke, junge und sehr intelligente Frau, die sich nicht unterkriegen lässt und immer den Fokus auf dem Richtigen und Wichtigen behält. Da die Autorin einen fesselnden Erzählstil hat, fliegen die Seiten nur so dahin.

Dieser Roman hat mich von der ersten Seite an gepackt, denn durch den abrupten Einstieg in die Handlung hat die Autorin keine Zeit verschwendet und ihre Leser direkt in Marias Leben mitgenommen. Ich finde die Geburtshilfe und Medizin während dieser längst vergangenen Zeit spannend und interessant und habe die Einblicke sehr genossen. Gut gefällt mir auch, dass die junge Hebamme Maria immer wieder in bayerischer Mundart spricht und auch den ein oder anderen Fluch loslässt, so wirkt sie weitaus sympathischer, nahbarer und authentischer. Insgesamt ein rundum gelungener Reihenauftakt, dessen zweiter Teil bald erscheint, sodass ich nicht mehr allzu lange darauf warten muss.

Hier geht es zur Verlagsseite mit Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 410
Ersterscheinung: 17.09.2024
ISBN: 9783746641386 
Preis: 14,00
Reihe: Die Kinder-der-Berge-Saga, Band 1

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Linda Winterberg für das Rezensionsexemplar!

Donnerstag, 10. April 2025

Rezension: Madlen Ottenschläger & Stefanie Reich - OTTO fährt los - Ein Sommer in den Bergen

 

Endlich geht es wieder los für OTTO!

OTTO ist ein ganz besonderer Campingbus, denn er bringt seine Insassen nicht nur sicher an ihr Ziel, sondern kann auch mit ihnen sprechen und genießt die Zeit auf Reisen auch selbst. Diesmal denkt er schon, er sieht doppelt, bis er erkennt, dass da tatsächlich ein Zwillingspärchen vor ihm steht - Clara und Luzie. Die wollen gemeinsam mit ihrer Mama und ihrem Papa in den Urlaub fahren und OTTO darf sie dabei begleiten. Mitten in der Nacht geht es los Richtung Österreich. Als die beiden Mädchen dann aufwachen können sie schon mitten in den Bergen ein Spätstück mit Kaiserschmarrn einnehmen. Dann geht es hoch auf die Berge und OTTO ist ganz schön kaputt, als sie endlich oben ankommen. Doch von Felsen ist weit und breit nichts zu sehen, stattdessen blühen überall die schönsten Blumen. Nachts auf dem Campingplatz schauen sie sich dann gemeinsam die wunderschönen Sterne am Himmel an und entdecken sogar eine Sternschnuppe. Am nächsten Tag geht es weiter und die Mädchen, ihre Eltern und OTTO verbringen eine unvergessliche Zeit in den Bergen.

Die Autorin Madlen Ottenschläger und die Illustratorin Stefanie Reich haben OTTO wieder ein unterhaltsames und interessantes Reiseabenteuer erleben lassen. Wie auch in den beiden Bänden zuvor fährt OTTO eine Familie in den Urlaub. Diesmal geht es durch Bayern nach Österreich, das Allgäu und die Schweiz. Ganz nebenbei lernen Kinder so geographische Gegebenheiten, Sehenswürdigkeiten und andere Fakten über die Berge kennen.

Auch dieses Jahr haben wir den neuen Band der Reihe rund um OTTO schon sehnlichst erwartet. Denn OTTO ist einfach so cool und wir mögen ihn so sehr. Da es dieses Jahr in die Berge geht, wo auch wir schon häufig waren, haben meine Tochter und ich so einiges wiedererkannt und uns sehr darüber gefreut. Aber wir haben auch großes Fernweh nach all diesen Orten bekommen und planen gerade schon einen Ausflug in die Berge.

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: arsEdition
Seitenzahl: 40
Ersterscheinung: 28.03.2025
ISBN: 9783845859187
Empfohlenes Alter: ab 4 Jahren 
Preis: 16,00
Reihe: OTTO fährt los, Band 3

Vielen Dank an den arsEdition-Verlag, Madlen Ottenschläger und Stefanie Reich für das Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 9. April 2025

Rezension: Rita Falk - Steckerlfischfiasko

Der Eberhofer muss wieder ermitteln

Es ist wieder so weit... Der Franz Eberhofer bekommt wieder einen Anruf und soll schnellstmöglich in den neuen Golfclub von Niederkaltenkirchen kommen, denn da liegt eine Leiche in der Dusche. Also muss er wieder ermitteln. Das ist aber gar nicht so einfach, denn der Ermordete war der Präsident des Golfclubs höchstselbst und der Bürgermeister, sämtliche Einwohner des Dorfes und alle Golfer wollen wissen, was geschehen ist. Da bleibt dem Franz gar nichts anderes übrig, als sofort den Rudi Birkenberger anzurufen und um Hilfe zu bitten. Der eilt auch bald herbei und widmet sich dem Tatort, dem Haus des Ermordeten und allen anderen Spuren, die sich so ergeben. Franz dagegen ist schon mit seinem Privatleben eigentlich vollkommen ausgelastet. Kandidiert die Susi doch tatsächlich als neue Bürgermeisterin, der Paul tanzt Ballett und die Oma ist noch auf Reha. Daher verlaufen die Ermittlungen nur schleppend und ein Tatverdächtiger ist noch lange nicht in Sicht...

Rita Falk hat diesmal den neuen Golfclub im beschaulichen Niederkaltenkirchen zum Tatort gewählt. Da der Franz sowieso nichts von diesem Schickimicki-Gelumpe hält, prallt sämtliche Wichtigkeit der Mitglieder und des Bürgermeisters an ihm ab und er macht sich auf seine ganz eigene, gelassene Art an die Sache heran. Wäre der Rudi nicht dabei, hätte der Franz in diesem Fall wohl kaum Ergebnisse erzielt. Insgesamt steht in diesem zwölften Band aber mehr das Privatleben der Eberhofers und der Susi im Mittelpunkt als der Mordfall.

Bisher habe ich alle Bände der Reihe gelesen und liebe die Reihe. Allerdings fällt mir zunehmend auf, dass die Morde selbst immer mehr in den Hintergrund geraten und das chaotische Leben vom Eberhofer in den Mittelpunkt rückt. Ich finde es noch in Ordnung, würde mir aber wünschen, dass im nächsten Band wieder mehr Ermittlungsarbeit vorkommt, denn die war ja auch immer sehr unterhaltsam. Trotzdem mochte ich das Buch sehr gerne und habe die Stunden in Niederkaltenkirchen genossen.

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Seitenzahl: 288
Ersterscheinung: 18.10.2023
ISBN: 9783423263771 
Preis: 18,00
Reihe: Franz Eberhofer, Band 12

Vielen Dank an den dtv-Verlag und Rita Falk für das Rezensionsexemplar!

Samstag, 29. März 2025

Rezension: Annegret Reimann - Bayern Wimmelbuch

 

Eine lustige Entdeckungsreise durch Bayern

In Bayern ist immer etwas los, denn dort gibt es Seen, Berge, Bauernhöfe, Volksfeste und Weihnachtsmärkte. Überall gibt es Abenteuer zu erleben. So haben die Menschen und Tiere Spaß auf dem Bauernhof, dem Königssee, auf der Skipiste, dem Weihnachtsmarkt, dem Oktoberfest oder dem Wandern auf den hohen Bergen.

Annegret Reimann zeigt in diesem Wimmelbuch, das vollkommen ohne Text auskommt, die Merkmale und Besonderheiten von Bayern auf eine sehr lustige und unterhaltsame Weise. Denn neben Menschen gibt es auch Tiere, die sich wie Menschen verhalten und beispielsweise ein Buch lesen. Die Wimmelbilder wurden von Annegret Reimann sehr farbenfroh und mit einem einzigartigen Zeichenspiel gestaltet.

Da wir Wimmelbücher lieben und aus Bayern stammen, hat uns dieses sofort angesprochen. Obwohl die Darstellungen wirklich witzig sind und wir immer wieder lachen mussten, sagt uns der Zeichenstil der Illustratorin nicht hundertprozentig zu. Ich hätte es auch toll gefunden, wenn anhand kurzer Texte erkennbar gewesen wäre, was beziehungsweise welche Orte auf den Wimmelbildern zu sehen sind, ist doch der Königssee eindeutig dargestellt.

Hier geht es zur Verlagsseite.

 

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: adrian & wimmelbuchverlag
Seitenzahl: 16
Ersterscheinung: 08.2016
ISBN: 9783942491853
Empfohlenes Alter: ab 2 Jahren
Preis: 12,95

Vielen Dank an den Wimmelbuchverlag und Annegret Reimann für das Rezensionsexemplar!

Dienstag, 4. März 2025

Rezension: Carolin Otto - Berchtesgaden

 

Eine Stadt und ihre Bewohner zwischen grausamer Vergangenheit und ungewisser Zukunft

Berchtesgaden, 1945: Der Zweite Weltkrieg ist so gut wie verloren, der Führer hat sich bereits umgebracht, viele seiner direkten Untergebenen ebenfalls oder aber sie sind geflohen, denn die Amerikaner nahen. Mitten in den Wirren der letzten Kriegstagen befindet sich Sophie Gruber, die gemeinsam mit ihrer Freundin Magda auch bei Plünderungen der Häuser von Nazi-Größen mitmacht. Doch immer wieder stimmt der Reichtum dieser mächtigen Menschen sie nachdenklich, denn mit ihren neunzehn Jahren ist sie zwar mitten im Nationalsozialismus aufgewachsen, hat so manches nicht weiter hinterfragt, aber nicht jede der Ideologien und des Gedankenguts entsprachen auch ihrer persönlichen Meinung. Nun, nachdem der Krieg zu Ende ist, übernehmen die Amerikaner die Regierung Bayerns und versuchen, wieder weitgehend für Ordnung zu sorgen. Deshalb suchen sie nach Angestellten, die ihren ausführlichen Fragebögen zufolge keine politische Vergangenheit hatten. Sophie gehört zu einer von ihnen und arbeitet ab jetzt als Sekretärin und assistiert bei Befragungen von Nazigrößen. Doch nicht nur diese Schilderungen erschüttern sie immer wieder zutiefst, sondern auch die Denkweise der Menschen, die nicht mehr an das Vergangene erinnert werden möchten und versuchen so, die schrecklichen Taten der vergangenen Jahre einfach totzuschweigen und schließlich zu vergessen. Aber gerade mit ihrem Bruder Max, der bei der SS war, ist das schwierig und Sophie steckt in einem Zwiespalt, denn auf dem Fragebogen hat sie ihn nicht erwähnt...

Carolin Otto erzählt die Ereignisse des Jahres 1945 in Berchtesgaden auf eine sehr fesselnde, aber auch berührende und persönliche Weise. Dafür hat sie unzählige Personen in den Fokus gestellt, die ihre Sichtweise abwechselnd schildern und so ein großes und umfassendes Bild der damaligen Geschehnisse vermitteln. Diese Erzählweise führt dazu, dass unzählige Handlungsstränge parallel verlaufen und trotzdem am Ende ein großes Ganzes ergeben.

Dieser historische Roman hat mich von der ersten Seite an gepackt. Denn das Jahr 1945 das nicht nur das Ende des Zweiten Weltkriegs bedeutet, sondern auch für einen politischen Umbruch steht, ist sehr interessant. Gerade Sophie ist mir immer mehr ans Herz gewachsen, denn sie wirkt anfangs noch sehr unbedarft und hat vieles, was geschehen ist, nicht mitbekommen, entwickelt sich aber immer mehr zu einer jungen Frau mit eigenen Meinungen. Auch Frank Rosenzweig war mir sofort sympathisch. Wohingegen vorallem Max Gruber mit seiner immer etwas arroganten und selbstsicheren Art, ebenso wie Magda mit ihrer übertriebenen Verehrung für Max, die sich zudem sogar von ihm zu seinen Zwecken instrumentalisieren lässt, wenig Verständnis für ihr Handeln von mir erhalten haben.

Dieser Roman ist deshalb viel mehr als nur ein spannendes und fesselndes Buch, sondern vielmehr eine Erinnerung daran, wie schwer es war, das rechte Gedankengut aus der Gesellschaft zu vertreiben und dass Geschichte niemals vergessen werden sollte!

Hier geht es zur Verlagsseite mit Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Lübbe
Seitenzahl: 544
Ersterscheinung: 31.01.2025
ISBN: 9783757700584
Preis: 24,00

Vielen Dank an die Bloggerjury, den Lübbe-Verlag und Carolin Otto für das Rezensionsexemplar!

Samstag, 11. Januar 2025

Rezension: Christina Wermescher - Die Farbe der Alpen

 

Eine wunderschön romantische Liebesgeschichte

Valerie war die letzten Jahre als Verkäuferin von Kunstwerken auf einem Kreuzfahrtschiff unterwegs gewesen. Nun soll sie aber ihre Mutter Hedy in deren Künstleragentur vertreten, denn diese muss sich dringend an der Hüfte operieren lassen. Da Hedy scheinbar nicht allzu viel Vertrauen in ihre Tochter hat, hat sie so alle laufenden Vorgänge noch abgeschlossen und ihren Kunden Bescheid gegeben, dass sie in den nächsten Wochen im Krankenstand weilen wird. Deshalb hat Valerie eher weniger Arbeit und widmet sich der Kundenkartei der Agentur. Hierbei fällt ihr auf, dass der Künstler Konstantin Brauer schon seit geraumer Zeit kein Kunstwerk mehr verkauft hat. Valerie beschließt, ihn einfach einmal zu besuchen und der Pause auf den Grund zu gehen. Als er nicht zuhause anzutreffen war, besucht sie ihn auf seiner abgelgenen Berghütte und trifft auf einen unfreundlichen und etwas verwahrlosten Mann. Schon auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass es ihm nicht allzu gut geht. Trotzdem lässt Valerie nicht locker, denn sie wäre sehr glücklich darüber, wenn sie es schaffen würde, wieder ein Gemälde des begabten Künstlers zum Verkauf anbieten zu können. Doch schnell spürt sie, dass auch in dem scheinbar harten Kerl eine wahre Künstlerseele wohnt...

Christina Wermescher beherrscht eine kurzweilige und fesselnde Erzählweise, die die Seiten nur so dahinfliegen lässt. So baut sich die Liebesgeschichte zwar nur langsam auf, die Spannung, die aber von der ersten Begegnung an herrschte, bleibt durchgehend erhalten und sorgt für eine perfekte Spannungskurve bis zum Ende.

Da ich von der Autorin bisher nur einen Krimi kenne, war ich gespannt, wie ein Liebesroman aus ihrer Feder sein würde. Und ich war von der ersten Seite an begeistert, denn die Charaktere wirken sehr realistisch und haben alle Stärken und Schwächen, die sie nahbar und liebenswürdig erscheinen lassen. Ich wünsche mir sehr, dass noch viele weitere Bücher folgen werden, die mir so wunderschöne und romantische Lesestunden schenken.

Hier geht es zur Verlagsseite und zur Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Emons Verlag
Seitenzahl: 224
Ersterscheinung: 22.08.2024
ISBN: 9783740822118 
Preis: 13,00

Vielen Dank an den Emons-Verlag und Christina Wermescher für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 5. Januar 2025

Rezension: Franziska Blum - Chiemseeliebe

 

Manchmal führt der Weg zum Glück über ein Unglück...

Kati liebt ihren Job als Bergführerin und hat jetzt, im Frühjahr, bereits das ganze Jahr mit den unterschiedlichsten Touren verplant. Nicht alle möchte sie mit Gästen machen, sondern auch ganz allein oder nur mit ihrem Freund Paolo so manchen Gipfel erklimmen. Doch ein Unglück beim Abstieg vom Großvenediger zerstört alle Pläne in nur einer einzigen Sekunde. Als Kati dann von der Operation an ihrem Knie aus der Narkose erwacht, ist nicht Paolo an ihrer Seite, sondern ihr bester Freund Fabian, der auch in den nächsten Wochen immer für sie da ist, ebenso wie ihre beiden Schwestern und ihre Eltern. Aber Kati ist traurig und kann die Unterstützung nicht so schätzen, wie es angemessen wäre, denn obwohl sie gute Fortschritte in der Reha macht, bleibt ihr Knie instabil. Erst der Ausflug auf dem SUP mit Fabian zeigt ihr, dass das vielleicht eine neue Leidenschaft werden könnte und auch eine neue Zukunftsperspektive bietet. Vielleicht könnte Kati nun endlich dauerhaft am Chiemsee bleiben und hier endlich mehr Zeit mit ihrer Familie und Fabian verbringen?

Franziska Blum widmet sich in diesem dritten Teil der Chiemsee-Reihe ganz der mittleren Schwester Kati, die getrieben von Abenteuerliebe und dem großen Bedürfnis nach Freiheit immer wieder erneut in die Berge aufbricht und so sehr wenig Zeit zuhause am Chiemsee und mit ihrer Familie verbringt. Für alle Mitmenschen ist das Zusammenleben mit ihr deshalb nicht einfach, was zu so manchem Konflikt führt. Dennoch freuen sich alle sehr, dass sie endlich wieder mehr Zeit zusammen verbringen können. So können die Leser im Verlauf der Handlung durchaus eine interessante Wandlung im Denken von Kati miterleben, was natürlich auch mit Fabians Freundschaft und Frau Maria zusammenhängt.

Sehr gerne bin ich nun dreimal mit Franziska Blums Romanen an den Chiemsee gereist. Denn alle drei Schwestern sind sehr sympathisch, obwohl sie total unterschiedliche Charaktere haben. Sie alle sind mir sehr ans Herz gewachsen und haben mich für sich eingenommen. Schade, dass es nun wohl keinen vierten Band mehr geben wird... Aber dieser dritte Band hat die Reihe trotzdem perfekt abgerundet und da alle drei Schwestern gleichermaßen in den Romanen vorkommen, kann auch das Leben von Nelly und Christina weiterverfolgt werden.

Hier geht es zur Verlagsseite mit Leseprobe.

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Penguin
Seitenzahl: 368
Ersterscheinung: 15.05.2024
ISBN: 9783328110958 
Preis: 12,00
Reihe: Die Chiemsee-Reihe, Band 3

Vielen Dank an das Bloggerportal, den Penguin-Verlag und Franziska Blum für das Rezensionsexemplar!