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Mittwoch, 22. Juli 2026

Rezension: Rachel Elliot & Genevieve Lacroix - Besteige den Berg in diesem Buch

Auf in die Berge!

Eine Expedition in die Berge ist spannend und will gut vorbereitet sein. So gibt es viel zu beachten und zu wissen. Angefangen natürlich bei den eigenen Fähigkeiten hin bis zu den klimatischen Bedingungen und den geographischen Begebenheiten. Denn eine Bergbesteigung im Himalaja-Gebirge unterscheidet sich durchaus von einer in den Alpen. 

Die Autorin Rachel Elliot entführt ihre Leser*innen gemeinsam mit Illustratorin Genevieve Lacroix in eine andere Welt, denn das sind die Gebirge. So beginnen sie ihr Buch, als ginge es auf eine Expedition, leiten dann aber über zu den Grundkenntnissen über Berge, also die Ökosysteme in den unterschiedlichen Zonen, die Entstehung von Bergen und die Möglichkeiten, einen Berg zu erkunden. Erst dann beginnen sie mit der Entdeckung des Vorgebirges der Alpen, um dann in die Nadelwaldzone der Rocky Mountains zu wechseln. Weiter geht es in das Alpine Hochland des Kilimadscharos, um die Reise in den schneebedeckten Gipfeln des Himalaja zu beenden. Mit vielen kurzen Erklärtexten erläutern sie die dargestellten Szenerien und Schaubilder, sodass sich das Buch bereits für Kinder ab sechs Jahren eignet. Anhand scheinbar lustiger Fragen, wie zum Beispiel: "Wusstest du, dass regen immer als Schnee beginnt?" wecken sie das Interesse immer wieder von Neuem und sorgen für ein langes Lesevergnügen bei ihren Leser*innen. 

Dieses Buch ist weit mehr als nur ein Kinderbuch, denn auch ich konnte mich ganz darin verlieren und habe unheimlich viel Neues erfahren. Die Gestaltung ist einfach rundum perfekt gelungen, denn die Kombination aus Text und Bild ist ausgewogen und lässt keine Wünsche mehr offen.  

Hier geht es zur Verlagsseite mit Blick ins Buch

 

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Knesebeck
Seitenzahl: 48
Ersterscheinung: 19.06.2025
ISBN: 9783957289292
Empfohlenes Alter: ab 6 Jahren 
Preis: 22,00 

Vielen Dank an den Knesebeck-Verlag, Rachel Elliot und Genevieve Lacroix für das Rezensionsexemplar!

Freitag, 3. Juli 2026

Rezension: Annalena Jakob - Helden der Lüfte: Über den Wolken die Freiheit

Eine Rückkehr, große Gefühle und die grenzenlose Freiheit der Berge

Ella Michel war die letzten dreizehn Jahre fernab der Heimat unterwegs, denn die Trauer um ihren Bruder Patrick hat sie und ihre Familie gelähmt. So hat sie die Nähe zu den heimatlichen Bergen und ihren Eltern einfach nicht mehr ertragen. In Kanada konnte sie sich so frei fühlen, wie es nur möglich war und dank harter Arbeit und Fleiß mit der Zeit alle erforderlichen Lizenzen erwerben und Schulungen absolvieren, um sich irgendwann ihren Traum als Hubschrauberpilotin zu erfüllen. Als nun die Air Matterhorn ihren Traumjob als kommandierende Hubschrauberpilotin ausschreibt, ist der Zeitpunkt gekommen, nach Zermatt, ihren Heimatort, zurückzukehren. Doch die Begegnung mit Aaron, ihrer großen Liebe, fällt ihr alles andere als leicht, denn scheinbar konnte sie ihn in allen den Jahren nicht vergessen. Und auch Aaron empfindet immer noch etwas für die hübsche, sture und wunderbare kleine Schwester seines leider verunglückten besten Freundes. 

Annalena Jakob ist in diesem Roman die perfekte Mischung aus Liebe, familiärer Aufarbeitung und Mut vor der traumhaften Kulisse des Matterhorns gelungen. Denn Ella ist eine unheimlich starke und mutige junge Frau, die mit viel Ehrgeiz und Durchhaltevermögen ihren Traum eines Tages als Hubschrauberpilotin Menschen zu retten. Mit viel Emotion und Nähe erzählt die Autorin über Ella, ihre Trauerbewältigung, ihre Rückkehr in ihren Heimatort und die Wiederbegegnung mit Aaron. 

Ich habe das Buch von der ersten Seite an geliebt, denn die Handlung fliegt nur so dahin und hat mich vollkommen mitgerissen. Da ich schon so manche Reportage über die Bergrettung gesehen habe, hatte ich zumeist eine gute Vorstellung der geschilderten Szenarien und die Herausforderungen, die dahinterstecken. Daher empfehle ich diesen gelungenen Roman gerne weiter!

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: HarperCollins Taschenbuch
Seitenzahl: 320
Ersterscheinung: 28.04.2026
ISBN: 9783365012642
Preis: 13,00

Vielen Dank an den HarperCollins-Verlag und Annalena Jakob für das Rezensionsexemplar! 

Montag, 29. Juni 2026

Rezension: Linda Winterberg - Die Berghebamme - Tage der Liebe

Marias Kampf um Gerechtigkeit

Brannenburg, 1896: Maria hat es endlich geschafft und hat sich die Anerkennung aller Frauen ihrer Gemeinde verdient. So ist sie immer sehr beschäftigt und häufig nächtelang nicht zu Hause, da sie Geburten bereut. Darum fehlt ihr momentan auch etwas die Zeit für ihre beste Freundin Evi, die leider bereits kurz vor der Eheschließung mit ihrem Verlobten intim geworden und nun schwanger ist. Als dieser bei einem großen Unglück auf dem Berg stirbt, ist Evi verzweifelt und bittet Maria um Hilfe. Doch Maria kann sich nicht vorstellen, ihr auf diese Art zu helfne, wie Evi es bräuchte. In ihrer Verzweiflung geht sie zu einer Engelmacherin und stirbt wenig später an einer Sepsis. Maria und auch der neue Dorfarzt Georg Saller machen sich Vorwürfe, dass sie ihr nicht mehr helfen konnten. Als auch noch ein Kriminalkommissar nach Brannenburg kommt und behauptet, dass Maria hinter Evis Tod und auch dem Versterben einer Magd eines benachbarten Hofes steckt, bekommt Maria Angst um ihren guten Ruf...

Linda Winterberg knüpft mit diesem zweiten Band der Reihe rund um die Berghebamme Maria im Brannenburger Land nahtlos an den ersten Teil an. Sie wiederholt nur im Rahmen der Ereignisse kurz die wichtigsten Fakten aus dem vergangenen Band. Da die Handlung schnell an Fahrt aufnimmt, fliegen die Seiten nur so dahin. 

Bereits der erste Band der Reihe hat mir wunderschöne Lesestunden geschenkt und ich war sehr gespannt auf den Fortgang der Handlung. Da die Autorin so perfekt an das vergangene Geschehen anknüpft, hatte ich breits nach den ersten Seiten wieder das Gefühl, selbst Teil der Handlung zu sein und habe mit Maria gehofft und gebangt. Ein großartiger zweiter Teil der Trilogie! 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Aufbau TB
Seitenzahl: 374
Ersterscheinung: 14.05.2025
ISBN: 9783746641393
Preis: 14,00
Reihe: Kinder-der-Berge-Saga, Band 2 

Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Linda Winterberg für das Rezensionsexemplar! 

Sonntag, 3. Mai 2026

Rezension: Jana Lukas - Liebesglück in der Bergpraxis

Milas unverhofftes Liebesglück

Mila ist in Waldkirch aufgewachsen und fühlt sich wohl in ihrer Heimat. Allerdings wollte sie niemals wie ihre Eltern enden und unglücklich ein hartes Leben auf einem Bauernhof fristen. Umso überraschter ist sie, als sie Jonas Wolff näher kennenlernt und spürt, dass sich das Zusammensein mit ihm mehr als nur gut anfühlt. Aber sie redet sich immer wieder ein, dass sie ihm lediglich hilft, während er mit seiner Sprunggelenksfraktur auf der Couch liegen muss und die Tiere seines Bauernhofs versorgt werden müssen. Auch Jonas weiß um das Opfer, das sie für ihn bringt, denn diese Arbeit ist ihr so verhasst wie nichts anderes. 

Jana Lukas hat in diesem letzten Band der Reihe rund um die Bergpraxis im beschaulichen allgäuer Waldkirch perfekt an die Ereignisse aus den beiden Vorgängerteilen angeknüpft. So hat sie sämtlichen Angestellten der Dorfpraxis zu einem Happy End verholfen. Da sich der Erzählstil der Autorin sehr schnell und flüssig liest, fliegen die Seiten nur so dahin. 

Schade, dass ich nun nicht mehr zurück ins wunderschöne Waldkirch reisen kann. Denn ich habe mich wirklich heimisch dort gefühlt und die Lesestunden sehr genossen. Da die drei Teile im Laufe der Jahreszeiten angeordnet sind, hat es sich noch natürlicher angefühlt immer wieder dorthin zurückzukehren und nun mit dem Herbst abzuschließen. 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Heyne
Seitenzahl: 416
Ersterscheinung: 15.10.2025
ISBN: 9783453429086
Preis: 12,00
Reihe: Die Bergpraxis, Band 3 

Vielen Dank an das Bloggerportal, den Heyne-Verlag und Jana Lukas für das Rezensionsexemplar! 

Montag, 1. Dezember 2025

Rezension: Mandy Baggot - Winterzauber in den Alpen

Weihnachten in den französischen Alpen

Orla liebt ihren Job als Reisejournalistin und reist auf der Suche nach selten Tierarten rund um den Kontinent. Doch diesmal überfällt ihre Chefin sie mit einem sehr spontanen Auftrag. Bereits am nächsten Tag soll sie schon in Frankreich sein und eine Reportage über ein trächtiges Rentier in einem abgelegenen Bergdorf mitten in den französischen Alpen schreiben. Dabei hat Orla genug mit ihren Eltern zu tun, trinkt ihr Vater doch zu viel Alkohol und ihre Mutter macht sich ständig Sorgen um ihn und um Orlas kleine Schwester Erin, die mit ihren sechzehn Jahren nur noch am Handy hängt, um mit ihrem neuen Freund zu schreiben. Deshalb nimmt Orla Erin mit auf die Geschäftsreise und hofft, dass sie eine gute Zeit zusammen verbringen können. In Saint-Chambéry angekommen ist aber alles anders als erwartet, denn bereits die Fahrt hat es in sich und nach einem kleinen Autounfall müssen sie die letzte Meile zu Fuß gehen. Dabei werden sie von einem eher wortkargen, aber durchaus attraktiven Mann begleitet, der leider noch öfter in Orlas Nähe auftauchen wird. Ihr Zimmer bei Delphine ist auch sehr gewöhnungsbedürftig und wirkt eher nicht wie ein gemütliches Hotelzimmer, sondern eher wie ein stinknormales Gäste- und Abstellzimmer. Erin und Orla wissen nicht, ob sie lange bleiben können und wollen. Denn natürlich ist von besagtem Rentier weit und breit nichts zu sehen. Als sie aber überraschend zu Jacques, dem abweisenden Fremden vom ersten Tag, umziehen müssen, lernen die beiden Schwestern die französischen Alpen von einer anderen Seite kennen und können die Zeit immer mehr genießen.

Mandy Baggot entführt ihre Leser in diesem Winter- und Weihnachtsroman in die wilden, größtenteils unberührten französischen Alpen, mitten hinein in ein etwas spezielles kleines Dorf, das mit so einigen ganz besonderen Traditonen während der Adventszeit aufwarten kann. Die Protagonistin Orla ist eine junge Frau, die gerade mitten in beruflichem und privatem Stress steckt und deshalb so manchen Konflikt mit sich selbst ausmachen muss, was sie aber nahbarer und realistischer scheinen lässt. Auch Jacques ist nicht frei von den Schatten der Vergangenheit und gibt sich daher sehr unnahbar und mürrisch. Dank der Perspektivwechsel zwischen den beiden Hauptcharakteren wird ihr Handeln aber verständlicher. Da sich der Erzählstil der Autorin sehr flüssig und unterhaltsam liest, ist man schneller am Ende angelangt, als man sich gewünscht hätte. 

Ich fand den Roman perfekt für gemütliche Lesestunden in der warmen Wohnung. Zusammen mit einer Tasse Tee habe ich die Seiten nur so verschlungen und war leider viel zu schnell am Ende angelangt. Natürlich hätte der Roman noch ein wenig mehr Tiefe vertragen können,  allerdings waren die Geschehnisse so, wie sie waren, perfekt für meine momentane Stimmung und haben mir wunderschöne Lesestunden geschenkt.   

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: Goldmann
Seitenzahl: 384
Ersterscheinung: 17.09.2025
ISBN: 9783442496815 
Preis: 13,00 

Vielen Dank an das Bloggerportal, den Goldmann-Verlag und Mandy Baggot für das Rezensionsexemplar! 

Freitag, 24. Oktober 2025

Rezension: Thomas Müller - Adler, Bär und Murmeltier

Die Tierwelt der Alpen 

Mitten in Europa, zwischen den Ländern Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Slowenien, Monaco, Liechtenstein und der Schweiz liegen die bis zu 4800 Metern hohen Alpen. Sie beeinflussen maßgeblich unser Klima und sind die Heimat einer vielfältigen Tierwelt. Diese ist, je nach Höhenstufe immer unterschiedlich und perfekt an die örtlichen und klimatischen Begebenheiten angepasst. So leben in den Bergwäldern Tiere wie das Eichhörnchen, der Habicht, verschiedenste Spechte, der Uhu, die Waldohreule, das Mufflon, der Wolf, Das Alpenschneehuhn und viele weitere. Ab einer Höhe von etwa 2200 bis 3200 Metern befinden sich die Matten. Unter diesem Begriff versteht man die alpinen Wiesen oberhalt der Baumgrenze. Im Sommer ist es dort fruchtbar und voller Blüten, wohingegen die Winter sehr kalt und unwirtlich sind. Neben Rotfüchsen leben hier Hermeline, Schneehasen, Kreuzottern, Schmetterlinge, Alpenmurmeltiere und viele andere Tierarten mehr. Obwohl nun die Steinzone folgt, sind auch hier noch Gämsen, Alpensteinböcke, Mauersegler, Steinadler und andere Tiere zu finden. Erst in der Gletscherzone oberhalb von etwa 3000 Metern kommen kaum noch Tiere vor, vorallem der Gletscherfloh und die Schneemaus kommen mit den eisigen Temperaturen zurecht. 

Thomas Müller stellt in diesem Kindersachbuch nicht nur die Tierwelt der Alpen sehr eindrucksvoll vor, sondern erläutert auch die unterschiedlichen Klima- und Landschaftszonen kindgerecht und leicht verständlich, allerdings ohne auf eine übertrieben kindliche Sprache zurückzugreifen. Die unterschiedlichen Tierarten werden in Form von detailgetreuen und sehr realistischen Zeichnungen dargestellt und durch kurze Erklärungstexte vorgestellt. 

Dieses Sachbuch für Kinder ab acht Jahren ist sehr eindrucksvoll und von extrem hoher Qualität, sodass sich ein Kauf auf jeden Fall lohnt. Meine beiden Kinder und ich sind begeistert, wie vielfältig die Tierwelt der Alpen ist und wie viele Informationen rund um die Alpen durch den Autor gegeben werden. Für uns ganz klar ein Highlight! 

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Gerstenberg Verlag
Seitenzahl: 64
Ersterscheinung: 27.01.2025
ISBN: 9783836962773
Empfohlenes Alter: ab 8 Jahren 
Preis: 24,00

Vielen Dank an den Gerstenberg-Verlag und Thomas Müller für das Rezensionsexemplar! 

Samstag, 11. Januar 2025

Rezension: Christina Wermescher - Die Farbe der Alpen

 

Eine wunderschön romantische Liebesgeschichte

Valerie war die letzten Jahre als Verkäuferin von Kunstwerken auf einem Kreuzfahrtschiff unterwegs gewesen. Nun soll sie aber ihre Mutter Hedy in deren Künstleragentur vertreten, denn diese muss sich dringend an der Hüfte operieren lassen. Da Hedy scheinbar nicht allzu viel Vertrauen in ihre Tochter hat, hat sie so alle laufenden Vorgänge noch abgeschlossen und ihren Kunden Bescheid gegeben, dass sie in den nächsten Wochen im Krankenstand weilen wird. Deshalb hat Valerie eher weniger Arbeit und widmet sich der Kundenkartei der Agentur. Hierbei fällt ihr auf, dass der Künstler Konstantin Brauer schon seit geraumer Zeit kein Kunstwerk mehr verkauft hat. Valerie beschließt, ihn einfach einmal zu besuchen und der Pause auf den Grund zu gehen. Als er nicht zuhause anzutreffen war, besucht sie ihn auf seiner abgelgenen Berghütte und trifft auf einen unfreundlichen und etwas verwahrlosten Mann. Schon auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass es ihm nicht allzu gut geht. Trotzdem lässt Valerie nicht locker, denn sie wäre sehr glücklich darüber, wenn sie es schaffen würde, wieder ein Gemälde des begabten Künstlers zum Verkauf anbieten zu können. Doch schnell spürt sie, dass auch in dem scheinbar harten Kerl eine wahre Künstlerseele wohnt...

Christina Wermescher beherrscht eine kurzweilige und fesselnde Erzählweise, die die Seiten nur so dahinfliegen lässt. So baut sich die Liebesgeschichte zwar nur langsam auf, die Spannung, die aber von der ersten Begegnung an herrschte, bleibt durchgehend erhalten und sorgt für eine perfekte Spannungskurve bis zum Ende.

Da ich von der Autorin bisher nur einen Krimi kenne, war ich gespannt, wie ein Liebesroman aus ihrer Feder sein würde. Und ich war von der ersten Seite an begeistert, denn die Charaktere wirken sehr realistisch und haben alle Stärken und Schwächen, die sie nahbar und liebenswürdig erscheinen lassen. Ich wünsche mir sehr, dass noch viele weitere Bücher folgen werden, die mir so wunderschöne und romantische Lesestunden schenken.

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: Emons Verlag
Seitenzahl: 224
Ersterscheinung: 22.08.2024
ISBN: 9783740822118 
Preis: 13,00

Vielen Dank an den Emons-Verlag und Christina Wermescher für das Rezensionsexemplar!

Dienstag, 22. Februar 2022

Rezension: Bettina Seidl - Die Dorflehrerin - Zwischen Liebe und Berufung

Liebe oder Beruf?

Tannau im Berchtesgadener Land 1911: Antonie hat vor kurzem ihre Lehrerinnenausbildung beendet und hat in dem kleinen Bergdorf fernab von München ihre erste Stelle als Dorflehrerin zugeteilt bekommen. Als Waise hatte sie nie viel im Leben und kämpfte deshalb umso härter für ihren Traum, Lehrerin zu werden. Nun freut sie sich auf ihre erste Arbeitsstelle, obwohl diese sehr abgelegen in einem kleinen Dorf in den Alpen liegt. Doch im Dorf begegnet ihr viel Misstrauen und Ablehnung, ist doch der ehemalige Dorflehrer Meisl nur vorübergehend krank und soll seine Stelle wieder antreten, sobald er genesen ist. Der Bürgermeister und dessen Amtsdiener weigern sich, ihr mehr als das Gehalt einer Hilfslehrerin zu zahlen, denn sie wollten schließlich einen Lehrer, keine Lehrerin, und die Frau des Dorflehrers verweigert ihr die Herausgabe der Klassenliste. Nur Pfarrer Bichler setzt sich für sie und steht immer hinter ihr. Doch Antonie lässt sich nicht unterkriegen und bekommt mit der Zeit immer mehr Unterstützung durch die Eltern einiger ihrer Schüler und auch die Hebamme Helena und der Revierförster Sebastian, der ihr Herz unerhörterweise höherschlagen lässt, stehen ihr immer bei.

Bettina Seidl schreibt so flüssig, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Ihre Protagonistin Antonie ist eine überaus starke Frau, die durch eine harte Schule gehen musste, um sich ihre jetzige Freiheit zu verdienen. Das Dorfleben wird sehr realistisch geschildert und kann sich so sehr gut beim Lesen vorgestellt werden.

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen, denn es hat mich sofort gefesselt. Antonie war mir sofort sympathisch und ich habe sämtliche Emotionen mit ihr geteilt und mich mit ihr gefreut und mit ihr gelitten. Sehr gut hat mir auch gefallen, wie vielfältig der Roman doch ist, denn nicht nur das Leben der Lehrerin spielt eine Rolle, sondern auch die Natur mit ihren Pflanzen und das harte Leben der Bauern. Ich bin schon sehr gespannt, wie es im zweiten Teil der Reihe weitergeht und hoffe, dass es nicht mehr allzu lange dauert, bis er erscheint.

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Bewertung: 5 von 5 Sterne

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Seitenzahl: 384
Ersterscheinung: 22.12.2021
ISBN: 9783423219846 
Preis: 11,95
Reihe: Die Dorflehrerin, Band 1

Vielen Dank an den dtv-Verlag und Bettina Seidl für das Rezensionsexemplar!

Samstag, 30. Oktober 2021

Rezension: Maxi Hofer - Wo das Glück den Himmel berührt

 

Manchmal braucht man die Stille der Berge, um sich selbst zu finden...

Ella flieht Hals über Kopf aus Landau zu ihrer besten Freundin Maria, die seit einiger Zeit in Südtirol lebt. Denn Ella hat ihren Ehemann in seinem Camper bei einem Schäferstündchen mit seiner Langzeit-Affäre erwischt. Sie kann es ihm nicht verzeihen und ist froh, dass Maria sich sofort auf den Weg gemacht hat, um sie von dort wegzuholen. Nun schafft sie es endlich, den Trachtenladen Marias zu besuchen. Maria gibt sich alle Mühe, sie abzulenken und teilweise schafft sie es auch, allerdings wird es noch dauern bis das gebrochene Herz wieder heile sein wird. Als Ella dann Maria zum Besuch ihrer besonderen Kundin Johanna besucht und sie diese auf ihrer Almhütte besuchen, ist es um sie geschehen, denn sie spürt die unendliche Ruhe mitten in den Bergen und spürt, dass die Ruhe und Abgeschiedenheit genau das sind, was sie gerade braucht...

Maxi Hofer hat einen sehr schön zu lesenden Schreibstil. Seine Protagonisten sind alle sehr sympathisch und vermitteln direkt diese besondere Ruhe, die die Bergwohner auszeichnet. Die Kulisse in den Alpen ist wunderbar gewählt und so bildlich beschrieben, dass der Leser sofort ein Bild vor Augen hat.

Nachdem ich nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten in der Handlung eingetaucht bin, konnte mich die Geschichte wirklich fesseln und hat mir einige schöne Lesestunden bereitet. Der Roman war durchaus romantisch, hat aber auch meine naturliebende Seite angesprochen. Fasziniert hat mich auch das Können Ellas, wenn es um das Brennen von Schnäpsen, insbesondere Gin geht. Gerne wäre ich noch länger in den Alpen geblieben, allerdings war das Ende wirklich schön und hat das Buch gut beendet.

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Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: Lübbe
Seitenzahl: 352
Ersterscheinung: 27.08.2021
ISBN: 9783404183708
Preis: 11,00

Vielen Dank an Bastei Lübbe und Maxi Hofer für das Rezensionsexemplar!