Montag, 21. Dezember 2020

Rezension: Maria Linke - Mitten rein ins Leben

Wenn eine Frau ihr Leben in die Hand nimmt...

Hildegard, aber von allen Freunden nur Hilde genannt, arbeitet nach ihrer Scheidung als Sekretärin ihres Ex-Schwiegervaters. Als dieser jedoch plötzlich verstirbt und Gregor, Hildes Ex-Mann, die Geschäftsführung übernimmt, ist seine erste Handlung ihre Kündigung. Nun steht Hilde mit Ende 40, einem Sohn, der ein teures Studium in London absolviert und keiner Ausbildung, nur dem Abitur vor der Frage, wie es denn nun weitergehen soll. Denn nach vielen Bewerbungen und genauso vielen Absagen, weiß sie, dass sie in ihrer Heimat, der Eifel, keine Stelle bekommen wird. Mit Doro beschließt Hilde, nach Köln zu gehen und dort zu Regina, einer alten Klassenkameradin, zu ziehen. Da sie gerne putzt, macht sie dieses "Hobby" zu ihrem Beruf. Aber so leicht, wie sie sich alles vorgestellt hat, wird es nicht, denn das einsame Arbeiten fällt ihr immer schwerer und sie sehnt sich nach einer Arbeit mit Menschen. Allerdings lässt Hilde sich nicht hängen und kämpft weiter und langsam geht es nach einigen Tiefschlägen wieder bergauf...

Maria Linke (die eigentlich Theda Krohm Linke heißt) hat einen schönen Schreibstil, der sich flüssig liest. Ihr Buch hat einen aktuellen Hintergrund, denn Einsamkeit bei älteren oder kranken Menschen ist weit verbreitet und kann nur schwer vermieden werden. Sie hat hier einen schönen Lösungsansatz gefunden und diesen wunderschön beschrieben.

Das Buch hat mir gut gefunden und ich fand es perfekt als Lektüre nach einem anstrengenden Arbeitstag, denn es hat trotz des nicht immer einfachen Themas eine Leichtigkeit und einen Optimismus, der sich auch auf mich übertragen hat.


Bewertung: 4 von 5 Sterne

Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag
Seiten: 336
Ersterscheinung: 08.04.2015
ISBN: 9783548284903
Preis: 8,99

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen